SNA Radio
    Fernsehen (Symbolbild)

    Sonneborn: Ohne Fake News wäre jeder Wahlkampf sehr wortkarg

    © Flickr/ MattysFlicks
    Politik
    Zum Kurzlink
    9521

    Martin Sonneborn, EU-Abgeordneter und Vorsitzender der Partei die PARTEI, sieht im Unterschied zu so manchen Unionspolitikern, die härtere Strafen für Falschinformationen fordern, keine Bedrohung in Fake News. Im Sputnik-Interview verweist der Satiriker auf „positive Seiten“ dieser Erscheinung.

    Die Fake News-Debatte freut den ehemaligen Chefredakteur des Satire-Magazins „Titanic“. Wie er im Interview mit Sputnik-Korrespondent Bolle Selke behauptet, würde „eigentlich stets und immer“ mit Fake News gearbeitet. Martin Sonneborn findet auch die Forderung der CDU, praktisch auf Fake News zu verzichten, derartige kenntlich zu machen oder sie verfolgen zu lassen, sehr lustig. Jeder Wahlkampf würde ja mit Fake News arbeiten. Wenn es diese also nicht gäbe, wäre dies ja ein sehr wortkarger Wahlkampf, meint er.

    Lawrow: „Deutsche Medien bei Russophobie weltweit Nummer eins“

    Die Forderung der CDU-Politiker Ansgar Heveling und Patrick Sensburg nach Strafverschärfungen für die Verbreitung von Falschinformationen hält er für dämlich. Er vermutet, dass diese Politiker mal in die Presse wollten und es nun selbst mit Fake News probieren würden. So etwas sei juristisch schwer nachzuvollziehen.  

    Die Befürchtungen, dass sich Russland in die deutsche Bundestagswahl 2017 einmischen könnte, begrüßt Herr Sonneborn. Er betont:

    „Ich zähle da auch auf russische Hilfe. Wir haben absolut keine Chance, die Wahl zu gewinnen, wenn wir nicht ein paar russische Hacker im Hintergrund haben. Ich würde uns da auch anbieten. Wenn die Russen etwas tun wollen, sollen sie es gerne mit der Partei die PARTEI unternehmen. Wir stehen zur Verfügung und ich freue mich gerne über jede Fake News in der mein Name auftaucht.“

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Umstrittener Entwurf: Moskau wirft EU-Parlament Medien-Diskriminierung vor
    Umfrage: US-Medien beleuchteten die Präsidentschaftswahl voreingenommen
    Wie sich der westliche Mainstream sein eigenes Grab schaufelt
    Mehr Medienmache denn Realität – Experte zu Russland-Positionspapier der Union
    Tags:
    CDU, Ansgar Heveling, Martin Sonneborn, Patrick Sensburg, Deutschland, Russland