11:01 26 Februar 2017
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    Syriens Präsident Baschar al-Assad

    Assad: IS-Kämpfer mit US-Hilfe nach Palmyra verlegt

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    Lage in Syrien (2017) (214)
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    Die USA sollen Kämpfern der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) dabei geholfen haben, aus dem irakischen Mossul sowie aus den syrischen Städten Rakka und Deir ez-Zor nach Palmyra zu kommen, wie Syriens Präsident Baschar al-Assad am Mittwoch in einem Interview mit dem russischen TV-Sender „Rossija-24“ sagte.

    „Man kann die Palmyra-Frage nicht nur mit Mossul in Zusammenhang bringen, weil sich der IS auch in Syrien, in dessen nördlicher Provinz Rakka aufhält, wo die US-geführte Koalition bereits seit zwei Jahren Angriffe auf die Terrormiliz geflogen haben soll. Natürlich entspricht dies nicht der Wirklichkeit“, so Assad.

    Syrische Armee in Palmyra
    © REUTERS/ Omar Sanadiki
    Auch in Deir ez-Zor gebe es IS-Terroristen, wo die US-Kräfte und die Luftwaffe im Bestand der Koalition die Stellungen der syrischen Regierungstruppen angegriffen hätten, anstatt den IS zu bombardieren.

    Laut Assad hatten die Terroristen bei deren Offensive auf Palmyra qualitative, neue Waffen eingesetzt, was davon zeuge, dass sie von jemandem unterstützt würden, denn über derartige hätten sie zuvor nicht einmal verfügt.

    Außerdem verwies Assad auf das Nichtstun der US-Luftwaffe beim Vormarsch der Terroristen auf Palmyra: Sie hätten die Dschihadisten durchaus stoppen können.

    „Die Wahrheit ist, dass der Großteil dieser Terroristen aus Rakka und Deir ez-Zor gekommen ist, entweder unter direkter Unterstützung der Amerikaner oder mit Wissen der Amerikaner, die die Augen davor verschlossen und der Türkei, Katar und Saudi-Arabien damit ermöglicht haben, diese Mission mithilfe der Unterstützung und Finanzierung des IS zu beenden. Das ist gerade das, was jetzt in Palmyra vor sich geht“, sagte der syrische Staatschef.

    Die IS-Terrormiliz war bereits im März aus Palmyra verdrängt worden. Am Montag gelang es den Terroristen jedoch, die antike Stadt zurückzuerobern. Nach heftigen Kämpfen mussten sich die syrischen Regierungstruppen zurückziehen. Davor waren die Einwohner aus der Stadt gebracht worden.

    Zuvor hatte Dmitri Peskow, der Sprecher des russischen Präsidenten, gesagt, das  Verdrängen der Terroristen aus dem Irak ermögliche ihnen, in Syrien starke Gruppierungen zu bilden und zu einer Offensive auf Palmyra überzugehen.

    Am 17. Oktober hatte die irakische Armee ihre Offensive auf die letzte und mächtigste Hochburg der IS-Terrormiliz im Irak begonnen. Die IS-Dschihadisten hatten Mossul im Sommer 2014 erobert. Die irakischen Streitkräfte werden bei der Offensive durch die kurdischen Peschmerga und die US-Luftwaffe unterstützt.

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    Tags:
    Offensive, IS-Terroristen, Peschmerga, Terrormiliz Daesh, Rossija-24, Dmitri Peskow, Baschar al-Assad, Saudi-Arabien, Katar, Irak, Türkei, USA, Russland, Syrien
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    Alle Kommentare

    • Germane
      Wann endlich wird die Welt von den VSA befreit ?
    • avatar
      Thomas
      Macht was draus.
      Besser könnt ihr die nicht weitweg von den Zivilpersonen konzentrieren, um im freiem Feld mit einer Armee, die nach Standart zu schlagen.
      Wenn die sich erst engegraben haben und deren Logistik steht, ist es zu spät.
      Immer mal ein Auge auf Erdogan mit seinen Trußß bei Al bab werfen, damit der Euch nicht kalt erwischt.
      Das Versteckspiel geht nun schon zu lange. Ein Geheimnis ist keins mehr, wenn es schon so lange bekannt ist, dass die alle im Kollektiv wirken.
    • Malak Bremen Bosch
      Ist doch klar das ist USA Taktik ist .Die wollen das putin und Iran nicht den Krieg gewinnen .Wie siehr es den aus Russland bekämpft den teror und am Ende sieht assad sein Land ist Besen frei und sagt sein Bürger es gibt kein Gefahr jeder darf zurück zur Heimat.und der Sieger ist dann Russland Iran china Hund die Hisbollah naja das würde USA kränken,sowas geht garnicht deshalb stören die den Kampf in Syrien ihre Nase ist überall
    • avatar
      At_Tiffany
      Verstehe ich nicht ! Palmyra liegt heute in der Wüste, deshalb ist die Stadt ja auch so gut erhalten. Wieso hat man die herannahenden IS-Terroristen nicht aus der Luft bekämpft? Da hätte man auf nichts Rücksicht zu nehmen brauchen, da sind keine Zivilisten und keine Spitäler und keine Schulen, nur Wüste.
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