08:57 26 Juni 2017
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    Syriens Präsident Baschar al-Assad

    Assad: IS-Kämpfer mit US-Hilfe nach Palmyra verlegt

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    Die USA sollen Kämpfern der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) dabei geholfen haben, aus dem irakischen Mossul sowie aus den syrischen Städten Rakka und Deir ez-Zor nach Palmyra zu kommen, wie Syriens Präsident Baschar al-Assad am Mittwoch in einem Interview mit dem russischen TV-Sender „Rossija-24“ sagte.

    „Man kann die Palmyra-Frage nicht nur mit Mossul in Zusammenhang bringen, weil sich der IS auch in Syrien, in dessen nördlicher Provinz Rakka aufhält, wo die US-geführte Koalition bereits seit zwei Jahren Angriffe auf die Terrormiliz geflogen haben soll. Natürlich entspricht dies nicht der Wirklichkeit“, so Assad.

    Syrische Armee in Palmyra
    © REUTERS/ Omar Sanadiki
    Auch in Deir ez-Zor gebe es IS-Terroristen, wo die US-Kräfte und die Luftwaffe im Bestand der Koalition die Stellungen der syrischen Regierungstruppen angegriffen hätten, anstatt den IS zu bombardieren.

    Laut Assad hatten die Terroristen bei deren Offensive auf Palmyra qualitative, neue Waffen eingesetzt, was davon zeuge, dass sie von jemandem unterstützt würden, denn über derartige hätten sie zuvor nicht einmal verfügt.

    Außerdem verwies Assad auf das Nichtstun der US-Luftwaffe beim Vormarsch der Terroristen auf Palmyra: Sie hätten die Dschihadisten durchaus stoppen können.

    „Die Wahrheit ist, dass der Großteil dieser Terroristen aus Rakka und Deir ez-Zor gekommen ist, entweder unter direkter Unterstützung der Amerikaner oder mit Wissen der Amerikaner, die die Augen davor verschlossen und der Türkei, Katar und Saudi-Arabien damit ermöglicht haben, diese Mission mithilfe der Unterstützung und Finanzierung des IS zu beenden. Das ist gerade das, was jetzt in Palmyra vor sich geht“, sagte der syrische Staatschef.

    Die IS-Terrormiliz war bereits im März aus Palmyra verdrängt worden. Am Montag gelang es den Terroristen jedoch, die antike Stadt zurückzuerobern. Nach heftigen Kämpfen mussten sich die syrischen Regierungstruppen zurückziehen. Davor waren die Einwohner aus der Stadt gebracht worden.

    Zuvor hatte Dmitri Peskow, der Sprecher des russischen Präsidenten, gesagt, das  Verdrängen der Terroristen aus dem Irak ermögliche ihnen, in Syrien starke Gruppierungen zu bilden und zu einer Offensive auf Palmyra überzugehen.

    Am 17. Oktober hatte die irakische Armee ihre Offensive auf die letzte und mächtigste Hochburg der IS-Terrormiliz im Irak begonnen. Die IS-Dschihadisten hatten Mossul im Sommer 2014 erobert. Die irakischen Streitkräfte werden bei der Offensive durch die kurdischen Peschmerga und die US-Luftwaffe unterstützt.

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    Tags:
    Offensive, IS-Terroristen, Peschmerga, Terrormiliz Daesh, Rossija-24, Dmitri Peskow, Baschar al-Assad, Saudi-Arabien, Katar, Irak, Türkei, USA, Russland, Syrien
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