08:45 25 November 2017
SNA Radio
    Aleppo nach der Vertreibung der Terroristen

    „We are superheroes“ bestätigt „Gräueltaten“ von Regierungstruppen in Aleppo nicht

    © Sputnik/ Mikhail Alaeddin
    Politik
    Zum Kurzlink
    Lage in Syrien (2017) (493)
    22543801

    Der Leiter der unabhängigen humanitären Organisation „We are superheroes“, Pierre Le Corf, hat nach seinen Worten von keinerlei „Gräueltaten“ der syrischen Regierungsarmee gegenüber der Zivilbevölkerung in Ost-Aleppo gehört.

      Wie Le Corf in einem Interview für Sputnik French sagte, hat er in der Nähe des humanitären Korridors in Aleppo gearbeitet und mit den Menschen kooperiert, „die in diesem Korridor eingesetzt waren“.

    „Die Menschen, die heute aus Ost-Aleppo fliehen, laufen durch den Korridor, dort gibt es keinen Puffer zwischen der Kampfzone, dem Korridor und dem westlichen (Stadt-)Teil. Dort, wo ich mit aufhalte, habe ich nicht gehört, dass darüber gesprochen wurde. Ich habe Medienberichte darüber gehört, und zwar über den östlichen Teil von (Aleppo). Wie mir scheint, kann das nur schwer überprüft werden“, so Le Corf.

    Ihm zufolge hatten zumeist radikale Formationen Ost-Aleppo besetzt gehalten. „Diese Menschen waren nicht mit dem Ziel gekommen, uns Freiheit zu geben. Das sind keine Demokraten. Nur wenige von ihnen bleiben ihren Ansichten treu. Das heißt, es gibt natürlich Menschen, die gegen die Regierung eingestellt sind. Das muss geachtet werden, denn jeder hat seine eigene Meinung und eigene Ansichten. Das Problem besteht nicht darin. Diese Gruppierungen waren unter Kontrolle der Dschihadisten geraten. Heute sind das größtenteils dschihadistische Gruppierungen“, so Le Corf.

    Das Amt des UN-Hochkommissars für Menschenrechte hatte zuvor mitgeteilt, „vertrauenswürdige“ Informationen darüber zu besitzen, dass die syrischen Regierungstruppen bei der Befreiung von Ost-Aleppo rund 80 Menschen, darunter elf Frauen und 13 Kinder, getötet hätten. Es wurde auch behauptet, dass in den Straßen von Aleppo Tote lägen, die ihre Angehörigen aus Angst, bei intensiven Kämpfen getötet zu werden, nicht holen könnten.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte am Mittwoch, dass die vor Ort tätigen unabhängigen humanitären Organisationen die Informationen über „Gräueltaten“ im Osten von Aleppo nicht bestätigt haben.

    Themen:
    Lage in Syrien (2017) (493)

    Zum Thema:

    Aleppo nach der Vertreibung der Terroristen
    Vorstoß der Regierungstruppen in Aleppo: Folgen für ganz Syrien
    Aleppo: Busse warten auf Abzug letzter Kämpfergruppe
    Lawrow: Hilfsorganisationen bestätigen Berichte über Gräueltaten in Aleppo nicht
    Tags:
    Informationen, Dschihadisten, Aleppo, Syrien
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren