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    Gazprom-Chef Alexej Miller

    Gazprom-Chef nennt Betriebsstart für Nord Stream 2

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    Der Bau der Ostsee-Pipeline verläuft nach Plan, schon 2019 können zwei Stränge in Betrieb genommen werden, wie am Mittwoch Alexej Miller, Vorstandsvorsitzender des russischen Energielieferanten Gazprom, gegenüber russischen Medien sagte.

    Miller betonte, dass mittlerweile alle Gazprom-Partner ihre Teilnahme an dem Projekt bestätigt haben. Zurzeit würden die Rohre zu den bereits betonierten Flächen geliefert.

    „Wir arbeiten streng nach Plan. Zwei Stränge der Nord Stream 2-Pipeline werden 2019 in Betrieb genommen“, sagte Miller. Und weiter: „Letzte Woche wurden die Wettbewerbsergebnisse ausgewertet und die Verträge mit dem (Schweizer) Unternehmen Allseas unterzeichnet.

    Die Verträge verpflichten das Unternehmen den ersten Strang der Pipeline in Ostsee zu verlegen, außerdem sieht das Übereinkommen eine Option für die Verlegung des zweiten Stranges vor.“

    Am Mittwoch erzielten der österreichische Energiekonzern OMV und Gazprom in Wien eine Grundsatzvereinbarung für den Austausch ihrer Anteile in der für den Bau des Nord Stream 2 gegründeten Aktiengesellschaft.

    Dabei erhielt die OMV 24,9 Prozent an dem westsibirschen Gasfeld Urengoi, Gazprom wird 38,5 Prozent der norwegischen Tochter OMV Norge erhalten.  Das Geschäft soll zahlungsfrei verlaufen und bis Jahresende 2018 rechtlich abgeschlossen werden.

    Das Projekt Nord Stream 2 sieht den Bau von zwei Strängen mit einer Gesamtleistung von 55 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr von der russischen Ostseeküste auf dem Grund der Ostsee nach Deutschland vor. Die Partner – Engie, Gazprom, OMV, Shell, Uniper und Wintershall – hatten die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zum Bau der Pipeline beschlossen.

     

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    Energieversorgung, Gas, Pipeline, Gas-Pipeline, Pipeline, Rohre, Nord-Stream-2, OMV, Gazprom, Alexej Miller, Wien, Österreich, Russland