10:32 27 März 2017
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    Syrische Frauen in Jibreen bei Aleppo

    Videos angeblich verstörter Einwohner von Aleppo sind dreiste Lüge Journalist

    © AP Photo/ ICRC
    Politik
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    Der Korrespondent Pedro García Hernández von der Nachrichtenagentur „Prensa Latina“ befindet sich in Syrien und berichtet über die Lage vor Ort.

    „Die Syrien-Berichterstattung westlicher Medien ist ein beispielloser Betrug im globalen Maßstab. Das sage ich als jemand, der sich in Syrien befindet und alles mit eigenen Augen sieht“, so der kubanische Journalist.

    „Wir sehen die Lügen nicht nur in den Schlagzeilen der Zeitungen und auf Fernsehbildschirmen. Auch westliche Politiker sind dabei, die Lüge zu verbreiten – der Chef des französischen Außenministeriums zum Beispiel, der nicht müde wird, den syrischen Regierungstruppen Verletzungen der Waffenruhe vorzuwerfen. Die Wahrheit ist dagegen, dass gerade die Regierung Baschar Assads das größte Interesse an Frieden hat und dafür alle möglichen Anstrengungen unternimmt, auch mit Hilfe Russlands, das auf dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim ein Aussöhnungszentrum für die verfeindeten Konfliktparteien eingerichtet hat. Es sind die Terroristen, die für die ständigen Verletzungen der Feuerpausen verantwortlich sind“, sagt der Korrespondent deutlich.

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    „Die Informationskampagne gegen die syrische Regierung und Russland ist nur ein weiterer Beweis dafür, dass die USA und ihre – auch nahöstlichen – Verbündeten die Terroristen unterstützen. Gegenwärtig versuchen sie mit allen Kräften, ihre „Zöglinge“ in Aleppo zu retten. Das ist offensichtlich für alle, die hier sind“, sagt Hernández.

    „Die westlichen Schutzherren der Terroristen fürchten nämlich, diese Menschen könnten im Falle einer Niederlage viel Interessantes über die Rolle der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten im Syrien-Konflikt erzählen. Das können sie (USA und Verbündete – Anm. d. Red.) nicht zulassen. Denn dann werden sie eine Verbindung zu den Terroristen nicht mehr abstreiten können. Diese Menschen unterstützt der Westen derzeit. In ihrem Namen werden Videos aufgenommen, die das Internet überfluten“, erklärt der Experte.

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    „Und die Videos angeblich verstörter Einwohner von Aleppo, die wegen der Erfolge der syrischen Regierungstruppen in Panik sind – dazu kann ich nur sagen: Das ist erneut eine Lüge“, so der Berichterstatter. „Ich habe mit meinen eigenen Augen gesehen, wie die Menschen in den Teilen von Aleppo leben, die von den Assad-Truppen kontrolliert werden. In diesen Stadtteilen wird alles Mögliche unternommen, um die Menschen mit allem Notwendigen zu versorgen. In jenen Teilen von Aleppo, die in der Hand von Terroristen sind, herrschen hingegen unerträgliche Bedingungen: Den Menschen wurden Lebensmittel weggenommen, Schulen und Krankenhäuser wurden in Geschäfte für US-Waffen verwandelt.“

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    „Die Versuche, Russlands Vorgehen in Syrien zu dämonisieren, sind Teil der Desinformationskampagne. Russland ist in Syrien auf Bitten der Regierung dieses Landes – also auf legitimer Grundlage. Was die Vereinigten Staaten, Frankreich, Großbritannien und die Türkei dort tun, bleibt aber eine große Frage. Niemand hat sie dorthin gerufen. Sie verfolgen bloß ihre eigenen Interessen“, sagt er.

    „Genauso empören mich Informationen über die humanitäre Hilfe, die der Westen den Menschen in Syrien angeblich erweist. Wo ist diese Hilfe? Wovon reden sie nur? Die UN hat nicht ein einziges Hilfspäckchen nach Syrien geschickt – weder nach Aleppo noch nach Damaskus, nirgendwohin“, so Hernández.

    „Mitteilungen des Pentagons, laut denen Kämpfer in Palmyra in Besitz von Luftabwehrwaffen gelangt seien, sind eine Lüge. Ich war in Palmyra gewesen, bevor die Stadt wieder an die Terroristen fiel. Dort gab es gar keine Luftabwehrsysteme. Ich habe mit meinen eigenen Augen beobachtet, wie die syrische Armee Palmyra befreit hat. Deshalb schließe ich nicht aus, dass die Terroristen in Wirklichkeit mit solchen Systemen versorgt wurden. Sie haben ja schon Raketen, mit denen man Flugziele abschießen kann. Doch fragen sich westliche Medien nicht, woher sie sie bekommen“, erklärt der Journalist.

    „Westlichen Medien und Politikern, die über tote Kinder in Syrien Tränen vergießen, glaube ich kein Wort. Ich habe gesehen, wie im Zentrum von Damaskus eine von Terroristen abgefeuerte Rakete in ein Krankenhaus flog. Auch eine Schule wurde auf diese Weise zerstört. Dabei geht es um friedliche Stadtteile. Und was sagen die westlichen Medien dazu? Nichts! Schweigen! Wo waren ihre Tränen, als sie Libyen und den Irak bombardierten?“, fragt sich der Korrespondent.

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    „Das Chaos in Syrien und im Nahen Osten hat für die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten zwei Vorteile“, erklärt der Experte. „Erstens: Die Region ist inzwischen ein lukrativer Waffenabsatzmarkt. Zweitens: Die Region ist reich an Erdöl.“

    Karikatur: Westliche Medien am Haken der Terroristen…
    Westliche Medien am Haken der Terroristen…
    © Sputnik/ Vitaliy Podvitskiy
    Westliche Medien am Haken der Terroristen…

    „Und zur jüngsten Abstimmung im UN-Sicherheitsrat, als Peking sich dem Veto Moskaus zur Aleppo-Resolution angeschlossen hat, kann ich nur sagen: Gott sei Dank gibt es im Sicherheitsrat Länder wie Russland und China. Sonst hätte Syrien längst das Schicksal Libyens ereilt“, resümiert der Korrespondent.

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    Tags:
    Berichterstattung, Terrorismus, Waffenruhe, Baschar al-Assad, Pedro García Hernández, Palmyra, USA, Russland, Aleppo, Syrien
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    • Germane
      Gesellschaft
      Französischer Moderator befragt sein Publikum, ob Medien lügen - 91 Prozent sagen ja!
      16.12.2016 • 06:45 Uhr
      © RMC/Webpage
      Der Radiomoderator Jean-Jacques Bourdin.
      Der Moderator des Hörfunksenders Radio Monte Carlo (RMC), Jean-Jacques Bourdin, wollte per Twitter von seinem Publikum wissen, ob sie denken, dass Journalisten lügen. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten und fiel unerwartet deutlich aus: 91 Prozent sagten ja.
      Ça alors! Damit hat der Radiomoderator Jean-Jacques Bourdin sicher nicht gerechnet. Nicht nur denken 91 Prozent des Publikums, dass Journalisten lügen.
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      joergAntwort anGermane(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Germane, nun wenn Sie der Meinung sind das andere Meinungen "dümmlich" sind, dann haben Sie nicht erkannt was eine Diskussion in den Grundlagen bedeutet. Woher wissen Sie denn das Pedro García Hernández
      die Wahrheit erzählt? Waren Sie dabei?
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      joergAntwort anrichard.gerhard(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      richard.gerhard, jetzt wird es immer besser , die ND und die SED haben ihr Volk nie belogen, das ist ein guter Witz. Sagt ihnen das noch was? Da wurde dem Volk erzählt das man die Mauer nur gebaut hat , um die vor dem bösen Westlern zu schützen
      de.wikipedia.org/wiki/Antifaschistischer_Schutzwall
    • GermaneAntwort anjoerg(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      joerg, Aber Sie wissen das er lügt ? Belegen Sie das bitte !
    • zivilist
      Ach, es ist doch wirklich beschämend, wie sich einige Foristen sich lieber durch Rufmord outen, als inhaltlich etwas beizutragen. Ich bewundere auch immerwieder die Geduld, die Sputnik solchen Zeitgenossen gegenüber an den Tag legt !
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      joergAntwort anGermane(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Germane, muss ich das ? ich habe nur meine Meinung geäussert und Zweifel an der Aussage geäussert. Das ist ein gutes Recht, exakt das gleiche nehmen Sie doch auch in Anspruch und noch ein bisschen mehr.
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      KlarissaAntwort ansieben.worte(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sieben.worte,
      und dann besitzt der Spiegel auch noch die Frechheit, in der Radiowerbung: "Spiegel.... keine Angst vor der Wahrheit" zu sagen.
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      richard.gerhardAntwort anKlarissa(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Klarissa, das ist jetzt Mode geworden, daß die Mainstreammedien für sich selbst und ihre "Kompetenz" im Mainstream werben. Immer nach dem Motto: Bei uns seit ihre richtig, nur wir wissen was los ist, wir sind "unverzichtbar!"
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      KlarissaAntwort anrichard.gerhard(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      richard.gerhard,
      immerhin weiß man nun, woher das Sprichwort "Lügen wie gedruckt" kommt. LOL
    • zivilistAntwort anuni6com(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hallo uni6com,

      das DRK hat schon 2013 Syrien geholfen. Es hat die Unterstützung des Auswärtigen Amtes an die Rebellen in Ostaleppo weitergereicht.

      www.drk-dresden.de/aktuelles/news-details/article/humanitaere-hilfe-erreicht-aleppo-in-syrien

      Wem sie nach dem Willen der D Regierung und der D Qualitätsmedien glauben sollen, ist klar, die Frage ist, ob Sie es noch wollen.
    • Germane
      Hier zeigt sich auf T-online die wahren Verbrecher - nur Reden, aber nicht Handeln - das sind die westlichen Lügen-Werte:
      Vorwürfe gegen Russland und Iran
      Bundespräsident Joachim Gauck warf der internationalen Gemeinschaft schwere Versäumnisse im Syrien-Konflikt und eine Mitverantwortung an den Gräueln des Bürgerkriegs vor. Die "Mechanismen der internationalen Ordnung" hätten kläglich versagt, sagte er dem Berliner "Tagesspiegel".
      Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel erhob auch der Chef der EVP-Fraktion im Europaparlament heftige Vorwürfe gegen Russland und den Iran. "Der Iran, Russland - (Präsident) Putin, muss man sagen - hat Blut an den Händen", sagte Manfred Weber (CSU) im rbb-"Inforadio". Derzeit habe humanitäre Hilfe oberste Priorität. "Und dann brauchen wir Klartext. Das heißt, wir müssen deutlich machen, wer schuld ist an dieser Situation."
    • Al Mobi
      Für die Produktion von Fake News ist nun mal die Lügenpresse zuständig.
      Fäkal News ist gleich Lügenpresse.

      Das weiß doch jeder. Das Verwunderliche ist, dass das immer noch gekauft, angeschaut oder sonstwie beachtet wird...
      Die sind wohl doch noch "systemrelevant" für die in der Matrix eingeklinkten.
    • avatar
      Thomas
      Ohne Frage wird es unter der Bevölkerung viele kriegstraumatisierte Menschen geben.
      Die Bilder vom Partyrausch sind schnell verflogen und das Trauma was der Krieg anrichtete wird diese Generation ewig in Erinnerung haben.
    • GermaneAntwort anНикита(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Никита, Die Journalistin und Friedensaktivistin Vanessa Beeley aus den USA berichtet aus Syrien und hat auch Aleppo besucht, um über die Lage der Menschen in der nordsyrischen Millionenstadt zu informieren.Sie war drei Tage in Aleppo. Sie sprach mit den Menschen vor Ort und machte sich ein Bild von Lage. Sie ging auch ins Viertel Hanano, das erst wenige Tage zuvor von syrischen Truppen zurückerobert worden war.

      Mehr: de.sputniknews.com/politik/20161216313795964-augenzeugen-bericht-aleppo
    • GermaneAntwort anUllrich Heinrich(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Ullrich Heinrich, Die Journalistin und Friedensaktivistin Vanessa Beeley aus den USA berichtet aus Syrien und hat auch Aleppo besucht, um über die Lage der Menschen in der nordsyrischen Millionenstadt zu informieren.Sie war drei Tage in Aleppo. Sie sprach mit den Menschen vor Ort und machte sich ein Bild von Lage. Sie ging auch ins Viertel Hanano, das erst wenige Tage zuvor von syrischen Truppen zurückerobert worden war.

      Mehr: de.sputniknews.com/politik/20161216313795964-augenzeugen-bericht-aleppo
    • bello43
      Die größte Heuchelei ist ja, dass die jungen syrischen Männer im sicheren Deutschland demonstrieren. Die hätten ja nur nicht stiften gehen brauchen, da haben sie auch die Möglichkeit, selbst zu kämpfen und ihre Familien zu schützen, die sie einfach in diesem Elend zurückgelassen haben.
    • Germane
      Bin zu dem Ergebnis gekommen das Trolle Mutanten sein müssen - Nur Mutanten haben kein Hirn.
    • avatar
      viceman
      dem artikel ist nicht viel hinzuzufügen...- eine widerliche kampagne an der sich solche leute wie merkel und hollande beteiligen - ekelhaft!
    • Ullrich HeinrichAntwort anGermane(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Germane,
      Erinnern Sie sich dunkel, dass diese Woche der Bürgermeister von Aleppo in Deutschland war und von der Situation berichtete?
    • GermaneAntwort anUllrich Heinrich(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Ullrich Heinrich, Nicht nur Dunkel!
      Er hat sehr deutlich das Versagen der EU kritisiert!
      Bürgermeister von Aleppo richtet Appell an EU-Chefs
      Brüssel (dpa) - Aleppo blutet und die Welt schaut zu: Der Bürgermeister des zerstörten Ostteils der syrischen Stadt hat an die EU-Staats- und Regierungschefs appelliert, Beobachter in das Krisengebiet zu schicken. Mehr als 50 000 Zivilisten seien in Gefahr, es müsse sichergestellt werden, dass sie die Stadt verlassen könnten, sagte Kommunalpolitiker Brita Hagi Hasan am Rande des Treffens der EU-Chefs in Brüssel. Er verlange nicht, dass Länder in den Krieg zögen, er wolle nur den Schutz der Zivilisten. Inzwischen sind die ersten Verwundeten aus dem Ostteil Aleppo gebracht worden.
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