03:38 29 April 2017
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    Volksmilizen in Palmyra (27. März 2016)PalmyraHistorische Ruinen in der syrischen Oasenstadt Palmyra

    Putin nennt Grund für erneuten Fall Palmyras an IS

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    Die aktuellen Ereignisse in Palmyra sind das Ergebnis fehlender Koordination zwischen der US-geführten Koalition, den syrischen Behörden und Russland, wie der russische Präsident Wladimir Putin in Japan mitteilte.

    „Alles, was in Palmyra passiert, ist das Ergebnis unkoordinierter Handlungen der sogenannten internationalen Koalition, syrischer Behörden und Russlands“, sagte Putin bei einer Pressekonferenz im Anschluss an Verhandlungen mit dem japanischen Premier Shinzo Abe in Japan.

    Putin sprach außerdem zum wiederholten Male davon, dass es für einen effektiven Kampf gegen Terroristen unumgänglich sei, die Bemühungen aller Beteiligten zu vereinigen.

    Die IS-Terrormiliz war bereits im März aus Palmyra verdrängt worden. Am Montag gelang es den Terroristen jedoch, die antike Stadt zurückzuerobern. Nach heftigen Kämpfen mussten sich die syrischen Regierungstruppen zurückziehen. Davor waren die Einwohner aus der Stadt gebracht worden.

    Zuvor hatte Dmitri Peskow, der Sprecher des russischen Präsidenten, gesagt, das Verdrängen der Terroristen aus dem Irak ermögliche ihnen, in Syrien starke Gruppierungen zu bilden und zu einer Offensive auf Palmyra überzugehen

    In Syrien herrscht seit 2011 Krieg, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 280.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen von den USA unterstützte Rebellen, aber auch die islamistischen Terrormilizen Daesh (auch Islamischer Staat, IS), al-Nusra-Front und andere gegenüber.

    Die russische Luftwaffe unterstützt seit 2015 auf Bitte der Regierung in Damaskus die syrischen Regierungstruppen im Kampf gegen die Terroristen.

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    Tags:
    Koordinierung, Syrische Regierungsarmee, US-Koalition, Wladimir Putin, Palmyra, Japan