15:50 11 Dezember 2017
SNA Radio
    Dmitri Peskow, Sprecher von Präsident Wladimir Putin, bei dessen Pressekonferenz in Tokio

    Kreml bezeichnet unbewiesene Hacker-Vorwürfe der USA als unanständig

    © Sputnik/ Sergey Guneyev
    Politik
    Zum Kurzlink
    471516

    Washington sollte seine an Moskau gerichteten Vorwürfe von Hackerattacken auf Server in den USA entweder einstellen oder stichhaltige Beweise vorlegen. „Sonst sieht das sehr unanständig aus“, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag in Tokio.

    Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass Versuche Russlands, die Präsidentenwahl in den USA durch Cyberattacken auf Server und die Publikation von Emails zu beeinflussen, ihren Ursprung aus der Sowjetzeit hätten.

    In einem Radiointerview drohte Obama so deutlich wie nie mit Vergeltung für die angeblichen russischen Cyberattacken im US-Wahlkampf. Der TV-Sender NBC machte Putin persönlich für die Angriffe verantwortlich.

    Nach Angaben aus Moskau hatte der russische Präsident Wladimir Putin die Vorwürfe wegen Hackerangriffen auf die US-Präsidentschaftswahl schon vor Monaten bei einem Treffen mit Obama zurückgewiesen. In einem Zweiergespräch beim G20-Gipfel im chinesischen Hangzhou im September sei „dieses Thema angesprochen worden“, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow am Freitag bei einem Besuch des Präsidenten in Tokio. „Dabei gab es von unserer Seite eine klare Antwort“, sagte der Diplomat.

     

    Zum Thema:

    Vize-Außenminister: USA reagieren instinktiv auf vermeintlich russische Cyberattacken
    USA benutzen U-Boote für Cyberattacken – Medien
    Absoluter Hacker-Rekord in Japan: 2015 fast 55 Milliarden Cyberattacken
    Cyberangriffe in Vorbereitung: Moskau fordert Washingtons Reaktion auf Medienberichte
    Snowden enthüllt Geheimbericht über US-Cyberangriffe auf ausländische Parteien
    Tags:
    Kritik, Vorwürfe, Cyberattacken, Dmitri Peskow, USA, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren