13:26 12 Dezember 2017
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    Situation in Aleppo

    Giulietto Chiesa: Westliche Mainstream-Medien in Aleppo-Fakes involviert

    © AP Photo/ Hassan Ammar
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    Lage in Syrien (2017) (493)
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    Die Berichterstattung über die Lage in Aleppo ist ein Bestandteil des Hybridkrieges geworden, schreibt der unabhängige italienische Journalist Giulietto Chiesa in einem Beitrag für Sputnik Italia. Die Medien des Westens ignorierten einfach entgegengesetzte Meinungen und unbequeme Fakten, anstatt diese auszuwerten und zu überprüfen.

    Vor dem Hintergrund der Pleiten der westlichen Koalition in Aleppo hätten Merkel und Hollande eine neue Verlängerung der Anti-Russland-Sanktionen in Brüssel angezettelt; das britische Parlament in Person eines seiner Abgeordneten habe Russland vorgeworfen, mit Hackerattacken das Ergebnis des Brexit-Referendums beeinflusst zu haben; Obama habe ein Gutachten der Geheimdienste über die Manipulierung der Informationssysteme der US-amerikanischen Parteien beantragt, die angeblich russische Hacker verübt hätten, erinnert sich der Journalist an die jüngsten antirussischen Aktivitäten des Westens.

    Eine der letzten „Nachrichten", die die Aufmerksamkeit des westlichen Publikums von seinen eigenen Problemen ablenken sollten, seien die Vorwürfe an Russland, die Zivilbevölkerung von Aleppo zu bombardieren.

    In dieser Frage habe die Verfälschungsorgie ein beispielloses Ausmaß angenommen: Der gesamte westliche Medien-Mainstream beschreibe in den letzten Tagen die Lage in Aleppo als Höhepunkt der Grausamkeit der syrischen Armee unter Beistand Russlands.

    Selbstverständlich bestehe dort eine humanitäre Tragödie, gibt Chiesa zu. Allerdings täten die Medien — eigentlich die Hauptprotagonisten des Hybridkrieges — so, als ob sie vergessen hätten, wer diese Situation ausgelöst hat und wer versucht, sie zu verlängern.

    Die einzigen Informationsquellen, die diese Medien nutzen, um Hunderttausende Fernsehzuschauer einer Gehirnwäsche zu unterziehen, sei die „Schwerartillerie" der angelsächsischen Medien, betont Chiesa. Von den Pressemitteilungen und Fernsehreportagen aus russischen Quellen, die andere Informationen anböten und ein anderes Bild zeigten, sei keine Spur.

    Die Russen seien ebenfalls voreingenommen, ihre Medien müsse man ebenfalls auswerten und überprüfen, räumt Chiesa ein. Allerdings sei keine Rede von einer solchen Überprüfung, entgegengesetzte Meinungen würden einfach ignoriert. Und dies sei wahre Kriegspropaganda. Dabei spreche niemand mehr von den Mördern und Terroristen. Die westlichen Kommentatoren und die Öffentlichkeit haben Mitleid und Mitgefühl mit ihnen.

    Deshalb seien wir Zeugen einer äußerst modernen und subtilen hybriden Kriegsführung, einer Art Mischung aus echten Bombardements (der fliehenden Bevölkerung) und virtuellem Beschuss (der Gemüter der westlichen Öffentlichkeit), schreibt Chiesa abschließend.

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    Tags:
    Hybridkrieg, fake, Mainstream, Medien, Giulietto Chiesa, Russland, USA, Europäische Union, Syrien
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