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    IS-Terroristen in Akhtarin (Aleppo)

    Westliche Medien holten in Aleppo Zulassung bei Terroristen - The Independent

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    Politik
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    Die Kämpfer haben westliche Journalisten aus Ost-Aleppo verdrängt und „einheimische Aktivisten“, die von den Dschihadisten kontrolliert werden, zu Nachrichtenquellen gemacht. Dies schreibt der Nahost-Korrespondent der Zeitung „The Independent“, Patrick Cockburn, in einem am Samstag publizierten Artikel.

    Viele westliche Medien würden aus Naivität oder des eigenen Vorteils wegen nur mit Genehmigung der Al-Nusra-Front (neuer Name „Dschabhat Fatah al-Sham“) und der Ahrar al-Sham, die von der Terrorgruppierung Al-Qaida kontrolliert werden, arbeiten. Al-Qaida ist in vielen Ländern verboten, schreibt die Zeitung.
    Ausländische Journalisten, die eine objektive Sicht des Geschehens geben können, würden von den Kämpfern entführt oder getötet, wodurch ein Informationsvakuum geschaffen werde. Dies werde mit Informationen aus Quellen gefüllt, die in der Hand der Kämpfer seien. Als Beispiele nannte der Korrespondent die 2014 erfolgten Ermordungen des unabhängigen US-amerikanischen Fotojournalisten James Foley und des amerikanischen Journalisten Steven Sotloff, der für das „Time“-Magazin arbeitete.


    Unter Verweis auf einen Bericht der nichtkommerziellen Organisation Amnesty International merkt „The Independent“ an, dass nicht nur westliche Journalisten, sondern auch Einheimische bedroht seien, „die in der stetigen Furcht leben, entführt zu werden, wenn sie die Handlungen der an der Macht befindlichen bewaffneten Gruppierungen kritisieren“.
    Westliche Medien am Haken der Terroristen…
    © Sputnik / Vitaliy Podvitskiy

    „Sie kontrollieren, was wir sagen können und was nicht. Entweder akzeptiert man ihre Regeln und ihre Politik, oder man verschwindet“, zitiert die Zeitung die Worte eines Media-Aktivisten namens Issa aus dem Bericht von Amnesty International.
    Laut der Zeitung, war es „für die internationalen Medien bequem, Videos und Interviews per Skype aus Ost-Aleppo zu übertragen, als ob sie ebenso frei gewährt würden wie in Kopenhagen oder Edinburgh“. Sonst wären diese Beiträge nicht so überzeugend gewesen, da die Leute auf dem Video eingeschüchtert wirkten und Detonationen zu hören waren.
    Wie der Independent-Korrespondent erklärt, sei diese ganze Propaganda nicht nur das Werk der syrischen bewaffneten Opposition, denn die Behörden anderer Länder würden die oppositionellen Media-Spezialisten sponsern und schulen. Insbesondere betont der Autor des Artikels, ein Journalist habe erzählt, dass man ihm ein Honorar in Höhe von 17.000 Dollar monatlich für die Teilnahme an einem Projekt angeboten hätte, das die oppositionellen Medien propagiere und mit Unterstützung der britischen Regierung organisiert worden sei.

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    Tags:
    Propaganda, Medien, Al-Nusra-Front, Al-Qaida, Aleppo, Syrien