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00:54 23 September 2019
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    Teheran zur Situation in Aleppo: Westen und Araber begünstigen Terrorismus

    © AFP 2019 / ATTA KENARE
    Politik
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    Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Bahram Ghasemi, hat die Erklärungen des Westens und einiger arabischer Länder bezüglich der Situation in Aleppo als „skandalös“ bezeichnet. Diese Aussagen begünstigten nur den Terrorismus, sagte Ghasemi.

    „Die Propagandapolitik und die doppelten Standards dieser Länder, die die Terroristen in Syrien und anderen Regionen offen oder heimlich unterstützen, treten bei all dem nutzlosen Lärm deutlich zutage“, so der Sprecher.

    Der Iran habe ganz am Anfang der Entwicklung der Syrien-Krise vor einer Verschlechterung der Sicherheitssituation in der Region gewarnt und versucht, die syrische Opposition und die Regierung Syriens zur Versöhnung und zu Verhandlungen über die Lösung des Konfliktes im Land zu bewegen, so der Außenamtssprecher.

    Auf das bevorstehende Treffen der Außenminister Russlands, der Türkei und des Iran eingehend, sagte Ghasemi, dass der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Zarif die Idee vorgebracht hat, Verhandlungen zu Syrien durchzuführen. Zarif habe diese Frage in den letzten Tagen mit Vertretern anderer Länder telefonisch besprochen, so Ghasemi.  Zuvor hatte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bekanntgegeben, dass die Verhandlungen am 27. Dezember in Moskau stattfinden sollen.

    Der britische Außenminister Boris Johnson hatte am Freitag die Botschafter Russlands und des Iran einbestellt. In einer zuvor veröffentlichten Erklärung Johnsons hieß es, dass Russland und der Iran ihren internationalen Verpflichtungen, darunter zur Ermöglichung des Transports humanitärer Hilfsgüter nach Ost-Aleppo, nicht nachgekommen seien. Der britische Minister warf Russland und dem Iran außerdem vor, zu Beginn der Evakuierung von Zivilisten aus Aleppo den Menschen „viel Leid angetan zu haben.“

    Der Chef der operativen Hauptverwaltung im Generalstab Russlands, Sergej Rudskoi, hatte zuvor gesagt, dass nur Russland und die syrische Regierung die Zivilisten in Aleppo mit humanitären Hilfsgütern versorgen.

    Wie das russische Versöhnungszentrum in Syrien am Freitag mitteilte, haben am ersten Tag der Operation zur Rückführung der zurückgebliebenen Dschihadisten aus Ost-Aleppo neun Autokolonnen mit rund 6.500 Menschen, darunter 3.000 Terroristen, die Stadt verlassen.

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    Tags:
    Terrorismus, Erklärungen, Bahram Ghasemi, Sergej Rudskoi, Mohammad Javad Zarif, Westen, Aleppo, Iran, Syrien