10:27 07 April 2020
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    Ein Nato-Militäreinsatz in Syrien kann die Lage nur noch erschweren und zu einer weiteren Eskalation des Konfliktes in der Region führen, wie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Interview mit der "Bild am Sonntag" äußerte.

    „Wir erleben eine schwere humanitäre Katastrophe in Syrien. Dennoch ist der Preis der Verwendung der Militärmaßnahmen höher als der Nutzen davon. Die Nato-Mitglieder haben sich in Bezug zur Syrien entschieden, dass die Militärmaßnahmen die schreckliche Situation noch schrecklicher machen“, so Stoltenberg.

    Eine Militärintervention der Allianz in dem Kriegsland würde möglicherweise zu einer weiteren Eskalation führen. Es bestehe ein großes Risiko, dass die Ereignisse zu einem „großen regionalen Konflikt“ übergehen und noch mehr „Unschuldige zu Opfern werden“. 

    Wenn die Nato auf jedes Problem, jede humanitäre Katastrophe mit militärischen Maßnahmen reagieren würde, so der Allianz-Chef, gäbe es eine Welt „mit noch mehr Kriegen und Leiden“.

    In Syrien tobt seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt zwischen der Regierung und der militanten Opposition. Die Angaben zur Anzahl der Opfer sind verschieden. UN-Schätzungen sind bereits über 300.000 Syrer dem Krieg zum Opfer gefallen.

     

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    Intervention, Syrien-Einsatz, Syrien, Nato-Einsatz, Interview, Bild-Zeitung, NATO, Jens Stoltenberg, Norwegen