06:40 10 Juli 2020
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    Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Ströbele fordert Deutschland und die anderen EU-Staaten im DLF-Interview dazu auf, sich um ein besseres "nachbarschaftliches" Verhältnis zu Russland zu bemühen.

    Bei gemeinsamen Aufgaben sollten auch Moskaus Interessen berücksichtigt werden.

    „Bei Russland bleibt vor allen Dingen Deutschland, aber auch Europa eigentlich nur die Möglichkeit, ein vernünftiges nachbarschaftliches Verhältnis zu Russland zu finden “, so der Politiker.

    Ein solches Verhältnis sei möglich, wenn man dieses Ziel auch unter Berücksichtigung russischer Interessen verfolge, betonte er hinsichtlich der Lage in Syrien. Jede Konfrontation käme einer Weltkatastrophe gleich.

    „Ich kann mir vorstellen, wenn man russische Interessen, auch ökonomische Interessen so weit berücksichtigt, dass sich das auch für Russland lohnt, die ja da erhebliche Schwierigkeiten im Augenblick haben, dass man mit ihnen zu vernünftigen Lösungen kommen kann“, fügte er hinzu.

    Zu den jüngsten Medienberichten, der Kreml hätte russische Hacker beauftragt, um die US-Präsidentschaftswahlen im November direkt zu beeinflussen, äußerte sich Ströbele als Mitglied des Parlamentarischen Ausschusses, in dem er durchaus "Einiges erfahre", skeptisch.
    Moskau hatte zuvor stets jegliche Beteiligung an solchen Aktivitäten ausgeschlossen.

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    Hans-Christian Ströbele, Berlin, Deutschland