15:51 11 Dezember 2017
SNA Radio
    Russlands Präsident Wladimir Putin (links) und US-Staatschef Barack Obama

    Warum Kreml Obama-Putin-Gespräch nicht kommentiert

    © AFP 2017/ Greg Baker
    Politik
    Zum Kurzlink
    3390

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat aufgrund rechtlicher Besonderheiten keine Angaben dazu gemacht, was die Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Barack Obama, bei ihrem Zweiergespräch im Rahmen des G20-Gipfels im chinesischen Hangzhou im September besprochen hatten.

    „Es geht hierbei um ein Vier-Augen-Gespräch. Weder Ergebnisse noch Inhalt von derartigen Treffen werden in der Regel veröffentlicht. In Bezug auf die angeblichen russischen Hackerattacken haben wir bereits alles gesagt und haben nichts hinzuzufügen“, sagte Peskow gegenüber Journalisten am Montag.

    Zuvor hatte der scheidende US-Präsident Barack Obama auf einer Pressekonferenz in Washington den Inhalt des Gesprächs mit Putin beim G20-Gipfel in China publik gemacht.

    Demnach hat Obama seinen Worten zufolge im Gespräch mit seinem russischen Amtskollegen die Hackerangriffe auf die US-Wahl zur Sprache gebracht. Obama habe anscheinend unter anderem den russischen Staatschef vor „ernsthaften Folgen“ warnen wollen, sollten solche Cyberattacken seitens Russlands weiter fortgesetzt werden.   

    Im Oktober hatte das US-Innenministerium die russische Regierung der Beteiligung an Hackerangriffen beschuldigt, die vor den Wahlen auf US-Politiker und Parteien verübt worden waren. Daraufhin hatte Russlands Präsident Wladimir Putin mehrmals mitgeteilt, Moskau beschäftige sich nicht mit Hacker-Angriffen auf Staatsniveau und habe mit den Angriffen nichts zu tun.

    Zuvor hatte WikiLeaks mehr als 19.000 interne E-Mails der Demokraten veröffentlicht. Diese Korrespondenz zeugte davon, dass die Parteifunktionäre bei den Präsidentschaftsvorwahlen, allen Regeln zum Trotz, Hillary Clinton zu Ungunsten ihres Konkurrenten Bernie Sanders ihre Unterstützung zugesichert hatten. Die Verantwortung für die Cyber-Attacke auf die Server der US-Demokraten hatte angeblich der Hacker Guccifer 2.0 übernommen.

    Zum Thema:

    US-Cyber-Waffen: Obama hat nachgedacht und stellt Bedingungen
    Lawrow: USA wollen Konsultationen zu Cyber-Sicherheit mit Moskau wiederaufnehmen
    CIA plant Cyber-Angriff auf Russland – Medien
    Clintons Wahlstab erwartet neue „Cyber-Überraschung“ – The Times
    Tags:
    Gipfel, Cyberattacken, WikiLeaks, G20, Guccifer 2.0, Barack Obama, Wladimir Putin, China, USA, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren