03:12 22 Februar 2020
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    Lkw-Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt (111)
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    Es ist nicht das erste Mal, dass Menschen in Europa sich in der Weihnachtszeit vor Terroranschlägen fürchten müssen. Die Tragödie von Berlin zeigt: Dieses Jahr ist keine Ausnahme.

    Die Kämpfer des „Islamischen Staats“ haben den Befehl erhalten, die Zahl der Terroranschläge in der Weihnachtszeit zu erhöhen. Allein in den letzten Tagen haben die Hasskrieger zahlreiche schwere Anschläge verübt:

    — den Lkw-Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche

    — die Ermordung des russischen Botschafters Karlow in Ankara – die erste in der neuesten russischen Geschichte

    — Geiselnahme in Jordanien

    — Attacken in Grosny – der IS hat sich dazu bekannt

    — zwei Anschläge auf einen Militärstützpunkt in Jemen: rund 100 Tote

    — Anschlag auf einen Militärbus in der Türkei

    — Schießerei vor der US-Botschaft in Ankara

    — Anschlag auf ein Islam-Zentrum in Zürich.

    Das US-Außenministerium hat seine Bürger noch vor den Anschlägen zu Vorsicht und Aufmerksamkeit bei Reisen nach Europa angemahnt, räumte jedoch ein, es handele sich dabei nur um eine Standardwarnung in der Reisesaison. Aber: Eine Beunruhigung angesichts möglicher weiterer Anschläge bleibe.

    Man verfüge über zuverlässige Informationen, wonach die Al-Qaida, der IS und ihre Verbündeten zu Weihnachten und Neujahr neue Anschläge in Europa planten, so die US-Behörde. Bis 20. Februar kommenden Jahres behalte die Warnung ihre Gültigkeit. Für Informationen, die zur Ergreifung des IS-Anführers Abu Bakr al-Baghdadi führen, haben die Vereinigten Staaten ein Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar ausgesetzt.

    In Frankreich fürchtet ein Großteil der Bürger – 71 Prozent – größere Anschläge zu Weihnachten und Neujahr. Noch nie haben die Franzosen in der Weihnachts- und Neujahreszeit so sehr um ihr Leben fürchten müssen. 67 Prozent der Bürger halten Kirchen, Weihnachtsmärkte und Einkaufszentren für die gefährlichsten Orte in dieser Zeit. 62 Prozent finden, dass ihr Leben bedroht ist.

    Belgien erklärt unterdessen, dass rund 5.000 europäische Bürger, die in den Reihen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ kämpfen, pünktlich zu Weihnachten in ihre Heimatländer zurückkehren könnten. Deshalb drohen Europa weitere Anschläge. Der belgische Innenminister erklärte, 117 belgische Staatsbürger, die beim IS gekämpft hätten, seien bereits nach Belgien zurückgekommen.

    In England ziehen Tausende Angehörige der Elitesondereinheit SAS gemeinsam mit den Offizieren der Spionageabwehr MI5 zu Weihnachten und Neujahr „ins Feld“. Ihre Aufgabe: Potentielle und echte Terroristen in der Menschenmenge in London, Birmingham, Manchester und Leads zu suchen. Hunderte britische Bürger, die in Syrien für den IS gekämpft haben, kehren langsam zurück.

    Die Behörden in Russland rufen russische Bürger, die die Feiertage in Europa verbringen wollen, dazu auf, wegen der Terrorgefahr öffentliche Plätze zu meiden. Es gebe eine deutliche Anschlagsgefahr. Die Warnungen des US-Außenministeriums stützen sich auf handfeste Tatsachen. „Russische Bürger, die nach Europa fahren wollen, sollten ernsthaft darüber nachdenken, ob sie überhaupt öffentliche Plätze aufsuchen und an Veranstaltungen teilnehmen“, rät Franz Klinzewitsch, Vize-Vorsitzender des Sicherheits- und Verteidigungsausschusses im Föderationsrat (Oberhaus des russischen Parlaments) laut dem Nachrichtensender NTW.

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    Tags:
    Weihnachtsmarkt, Lkw-Attacke, Terrormiliz Daesh, Andrej Karlow, Zürich, Türkei, Jemen, Grosny, Jordanien, Ankara, Berlin, Deutschland