08:10 28 März 2017
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    Nato-Übungen Noble Jump 2015 in Polen (Symbolbild)Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu (Archvbild)

    Schoigu: Verstärkte Nato-Übungen zwingen Russland zum Handeln

    © Flickr/ SHAPE NATO © Foto: Russian Defence Ministry
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    Nato verstärkt Aktivitäten an Russlands Grenzen (351)
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    Die Nato hat die Intensivität ihrer Militärübungen verdoppelt, wie der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Donnerstag erklärte. Als Reaktion darauf ergreift Russland im kommenden Jahr alle möglichen Maßnahmen, um seine eigenen Truppen im Westen, Südwesten sowie in der Arktis zu verstärken.

    „Die meisten von ihnen haben eine antirussische Ausrichtung“, betonte Schoigu.

    In britischen Streitkräften auf dem Stützpunkt Salisbury Plain würden dabei russische Panzer sowie die Militäruniform der russischen Armee genutzt.

    Allein die Zahl der britischen Aufklärungsflüge wuchs demnach um das Dreifache entlang der russischen Grenzen und um das Achtfache im Südwesten Russlands an. Laut einer von Schoigu angeführten Statistik gab es in den 90er Jahren solche 107 Aufklärungsflüge, 298 in den 2000er Jahren und 852 in nur diesem Jahr. Die Marine-Nachrichtendienste zeigten eine spürbare Aktivität.

    Anstatt zusammen einen Anti-Terror-Kampf zu führen, halte die Nato Russland für ihre Hauptbedrohung. Dem russischen Verteidigungsminister zufolge wurde der Nato-Haushalt von derzeit 918 Milliarden US-Dollar um 26 Milliarden US-Dollar vergrößert. Außerdem verwies Schoigu darauf, dass die Nato 2017 vier multinationale Bataillone in den baltischen Staaten und in Polen stationieren wolle.

    In diesem Zusammenhang erklärte Sergej Schoigu:

    „Das Verteidigungsministerium muss 2017 eine Reihe vorrangiger Aufgaben lösen. Vor allem soll das Kampfpotenzial der Streitkräfte erhöht werden. Außerdem sollen die Truppengruppierungen in der westlichen, südwestlichen sowie arktischen Strategierichtung verstärkt werden.“

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    Tags:
    Flüge, Aufklärungsflugzeuge, NATO, Sergej Schoigu, Großbritannien, Russland
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    Alle Kommentare

    • Cereal Killer
      Über 900 Milliarden Budget und sie wurden in Syrien trotzdem abgezogen wie die letzten Amateure. Geld ist nicht alles, aber hampelt ruhig weiter an der russischen Grenze herum.^^
      Bin gespannt, wie lange es die Nato noch gibt, wenn der Trump erstmal offiziell sein Amt antritt.^^
    • Isnogud
      852 Aufklärungsflüge zu 40.000$ die Flugstunde. Dem NATO-Steuerzahler dürfte das nicht so gut gefallen und bei der Vorstellung, daß man evtl. durch irgentwelches aufblasbares Militärspielzeug an der Nase herumgeführt wird kommt selbst der treueste NATO-Troll ins Grübeln.
    • zivilistAntwort anIsnogud(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Isnogud,

      852

      Sie hören mich pfeifen ? Nein, können sie ja nicht.

      Luftbetsankung haben sie auch geübt, das braucht man für die Weiten Russlands. Die Anderen haben das schon beim Libyen-Überfall geübt, aber Deutschland wollte seine Verantwortung ja nicht wahrnehmen.
    • avatar
      retem
      die Russen sollen endlich an ihrer West-Grenze - vom Norden bis zum Kaspischen Meer -
      ,in einen Abstand von 5 bis 10 km, Kernwaffen mit 15 bis 25 Mt Energieaustrag aufstellen.
      Diese müssen für jeden sichtbar sein. Bei einem Überfall der Nato wird dieser atomare
      Schutzschirm gezündet. Damit wird jeder Angriff und weitere Angriffe effektiv und preiswert
      abgewehrt. Die Angreiferländer Letten, Norweger, Schweden, Polen, Rumänen, Bulgaren,
      Ukrainer,Griechen und Afghanen sind dann, für die nächsten 200 Jahre, tot.
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