16:15 17 Februar 2020
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    Das US-Außenministerium wird offenbar Journalisten aus den Nahost-Ländern ausbilden und die Arbeit der regionalen Medien betreuen. Dafür sind die Amerikaner bereit, 1,5 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen. Das wurde auf der Website der US-Regierung angekündigt.

    Die von RT befragten Experten zeigten sich überzeugt, dass dieses Geld für die Finanzierung von oppositionellen Medien bestimmt ist, die proamerikanische Ansichten verbreiten sollen.

    Wer den Zuschlag bekommt, wird unter Kontrolle der US-Experten neue Informationsressourcen im Nahen Osten betreuen, Workshops für Reporter organisieren usw.

    „Das Ziel ist die Unterstützung von Trainings und der Kooperation zwischen dem Fernsehen und anderen Medien in den USA und im Nahen Osten, um die Aufmerksamkeit des Publikums auf den Nahen Osten zu lenken“, so die entsprechende Erläuterung auf der Website der US-Regierung.

    Die Journalisten werden dabei sowohl unmittelbar im Nahen Osten als auch in den USA ausgebildet.

    Aktuell gibt es in Übersee eine ganze Reihe von wissenschaftlich-technischen Organisationen, die sich mit Problemen der Massenmedien im Nahen Osten beschäftigen.

    Der Direktor des Instituts für strategische Forschungen und Prognosen bei der Russischen Universität für Völkerfreundschaft, Nikita Danjuk, findet, dass sich die Amerikaner mit der „Ausbildung“ von Journalisten und anderen „,Menschenrechts“-Projekten nur aus einem Grund befassen: Die öffentliche Meinung in vielen Ländern, darunter in der Ukraine, in China und in Syrien, solle günstig für Washington geprägt werden. 

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    Mehrere Jahre vor dem Machtwechsel in Kiew habe das US-Außenamt begonnen, ähnliche Kooperationsprojekte mit ukrainischen Medien und Jugendorganisationen zu finanzieren, betonte der Experte.

    Zugleich führte er ein Beispiel dafür an, wie prowestliche Medien die politische Situation in China während der so genannten „Regenschirm-Revolution“ 2014 prägten. „Die USA gründeten viele solche Projekte in der ganzen Welt, darunter beispielsweise in Hongkong während der Massenunruhen und der so genannten ‚Regenschirm-Revolution‘, als chinesische prowestliche Medien eine riesige Rolle spielten. Und das bedeutet, dass sie effizient arbeiten“, so Danjuk.

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    Tags:
    RT, USA, Naher Osten