19:00 15 Dezember 2019
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    Ein Bewaffneter überfällt Galerie in Ankara und tötet den russischen Botschafter, Andrej Karlow

    Westliche Massenmedien legten Waffe in Hände des Mörders von Karlow - Experte

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    Attentat auf Russlands Botschafter in Ankara (57)
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    Die Weigerung des amerikanischen Kolumnisten Gersh Kuntzman von der New York Daily News, sich für den Vergleich des in der Türkei ermordeten russischen Botschafters Andrej Karlow mit dem Botschafter des Dritten Reiches zu entschuldigen, liegt laut dem Politologen Igor Nikolajtschuk im allgemeinen Trend der westlichen Medien.

    Wie der Experte des Russischen Instituts für strategische Studien Sputnik Deutschland sagte, ist Karlow den westlichen Medien zum Opfer gefallen.

    Der Historiker erinnerte daran, dass in den letzten 100 Jahren drei russische Botschafter getötet worden seien – Vaclav Worowskij 1921, Pjotr Wojkow 1926 und nun Andrej Karlow. Alle drei Morde hatten einen politischen Hintergrund und wurden gemäß einem politischen  Szenario organisiert.

    „Alle drei Morde an unseren Diplomaten erfolgten vor dem Hintergrund eines sehr wohlwollenden Verhältnisses zu diesen Morden seitens der offiziellen öffentlichen Meinung in den westlichen Ländern, die dort durch die nationalen Medien gebildet worden war. Gerade die Medien hatten die Waffe in die Hände des Mörders gelegt. Bereits seit längerer Zeit sind die westliche Presse und TV-Kanäle voll von Kritik an Russland, dabei ist die Darstellung der Ereignisse in Aleppo äußerst primitiv und grob. Es wird ein Standard-Set zur Herausbildung einer stark negativen Einstellung zu Russland  instrumentalisiert: Flüsse von Blut, der Kinder-Faktor, die Bombardierung von Krankenhäusern. Die Schlagzeilen in der Berliner Zeitung — Hölle von Aleppo „Wir sind von der Landkarte der Menschheit getilgt“ oder „Angela Merkel: Russland und der Iran für Verbrechen in Aleppo verantwortlich“; FAZ — „Mord am russischen Botschafter  — Rache für Aleppo“; Die Welt — „Mit Aleppo stirbt das Recht“, Der Spiegel — «Aleppo wird die Welt verfolgen“ etc.“ Vor diesem Hintergrund sind die Artikel der New York Daily News einfach eine gewöhnliche Erscheinung. Deshalb lehnt es Gersh Kuntzman ab, sich zu entschuldigen. Er wundere sich, dass es nicht schon früher zu diesem Mord gekommen sei, dass man damit so lange gewartet habe! 

    Laut dem Experten unterstützen die westlichen Medien den Terrorismus, der gegen Russland gerichtet ist und darauf abzielt, seinem Image und in erster Linie Präsident Putin Schaden zuzufügen.

    „Der Artikel von  Gersh Kuntzman ist empörend  und fordert eine Reaktion seitens der Behörden. Aber vom Standpunkt des Systems ist er lediglich ein kleines Molekül in einer chaotischen Bewegung, die Druck auf Russland ausübt.“

    Der Politologe erinnerte daran, dass der Chef der Russischen Diplomatie, Sergej Lawrow, die Veröffentlichungen in den deutschen Medien als „alle Grenzen sprengend“ bezeichnete. So reagierte Lawrow auf die Worte des Chefredakteurs der Bild-Zeitung, der ihn als einen Kriegsverbrecher, mit dem er nicht umgehen könne, bezeichnete. Auf diese Weise werde die öffentliche Meinung gebildet, die den Mord an Diplomaten zulasse, resümierte der Experte.

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    Andrej Karlow, Syrien, Russland, Ankara