17:44 29 April 2017
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    Eine Anhängerin von Hillary Clinton reagiert auf ihre Niederlage

    Washington: „Ungläubige“ Wahlmänner stimmen nicht für Clinton und müssen zahlen

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    Vier Wahlmänner des US-Bundesstaates Washington sind zu einer Geldstrafe in Höhe von 1000 US-Dollar verurteilt worden, da sie bei der Wahlmänner-Abstimmung am Montag nicht für die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gestimmt hatten. Dies berichtet AP mit Verweis auf das US-Außenministerium.

    David Ammons, ein Vertreter des Außenministeriums, teilte demnach mit, dass die sogenannten „ungläubigen Wahlmänner“ (faithless electors) die Strafe innerhalb von 60 Tagen bezahlen müssen, sonst werde die Behörde vor Gericht ziehen.

    Gemäß der Gesetzeslage hätten alle zwölf Wahlmänner aus Washington für Clinton stimmen müssen, da die Demokratin in diesem Bundesstaat am 8. November bei der Präsidentschaftswahl die Mehrheit der direkten Stimmen (54 Prozent) erlangt hatte. Doch am 19. Dezember sollen bei der Wahlmänner-Abstimmung laut AP nur acht Wahlmänner Clinton ihre Stimme gegeben haben.

    Drei „ungläubige Wahlmänner“ des Bundesstaates hätten für den Ex-Außenminister Colin Powell und ein weiterer für den amerikanischen Ureinwohner und Umweltaktivisten Faith Spotted Eagle gestimmt.

    Insgesamt sieben Mitglieder des Wahlmännergremiums, bestehend aus 538 Menschen, sollen laut AP gegen das Gesetz verstoßen haben. So viele abweichende Stimmen habe es zuletzt 1808 gegeben. Letztendlich hat der Republikaner Donald Trump 304 (zwei weniger, als vorgesehen) und Hillary Clinton 227 (fünf weniger) Stimmen erhalten.

    Donald Trump wird am 20. Januar 2017 sein Amt als US-Präsident offiziell antreten.

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    Tags:
    Wahl, Wahlmänner, Geldstrafe, Abstimmung, US-Präsidentschaftswahl 2016, Donald Trump, Hillary Clinton, USA, Washington
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