11:41 20 Juni 2018
SNA Radio
    Kämpfen im Raum von Debalzewe

    Donbass erneut massiv unter Beschuss – Kiews Armee beklagt Tote

    © Sputnik / Dan Levy
    Politik
    Zum Kurzlink
    Kein Frieden im Donbass (2017) (212)
    411232

    Das ukrainische Militär hat innerhalb nur einer Woche etwa 2.700 Minen und Geschosse auf das Territorium der selbstausgerufenen Volksrepublik Donezk abgefeuert, wie der Vize-Stabschef der Donezker Volkswehr, Eduard Bassurin, am Freitag erklärte.

    „Die Intensität des Beschusses hat im Vergleich zur vergangenen Woche um 1000 Schuss abgenommen und betrug 8.043 Mal. Die Republik wurde aus Artilleriegeschützen, Panzern und Minenwerfern beschossen – 2.779 Mal“, so Bassurin. Der Beschuss richtete sich gegen 18 Ortschaften der Republik, wobei 25 Bauten, darunter eine Schule im Ort Dokutschajewsk, beschädigt worden seien.

    Aus Kiew hieß es derweil, dass seit dem 18. Dezember acht ukrainische Militärangehörige bei Gefechten im Raum Debalzewo ums Leben gekommen seien. Dies  erklärte am Freitag der Sprecher der ukrainischen Verteidigungsbehörde für Militäroperationen, Andrej Lyssenko. 

    Ostukraine – Kämpfe entlang Berührungslinie: Tote und Verletzte bei Debalzewe

    Zuvor verlautete aus Lugansk und Donezk, das ukrainische Militär habe seit dem 18. Dezember mehrmals versucht, die Volkswehr-Stellung in Richtung Debalzewo zu durchbrechen.

    Die Stadt Debalzewo war erstmals seit 2015 erneut unter Beschuss geraten. Kiew macht die Volkswehr für die Eskalation verantwortlich. „In der ganzen Zeit der Kämpfe am Swetlodar-Bogen sind seit dem 18. Dezember bis heute acht Militärangehörige ums Leben gekommen“, so Lyssenko.

    Die Behörden der Ukraine hatten im April 2014 ihre Militäroperation gegen die beiden selbstausgerufenen Volksrepublik Lugansk und Donezk gestartet, die nach dem Staatsstreich in der Ukraine vom Februar 2014 ihre Unabhängigkeit erklärten. Nach UN-Angaben sind in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Regelung der Situation im Donbass ist Verhandlungsgegenstand der Kontaktgruppe in Minsk, die seit September mehrere Dokumente verabschiedet hat, in der die Schritte zur Deseskalation des Konflikts aufgezeigt sind. Kiew entzieht sich der Erfüllung der übernommenen Verpflichtungen. Und so hält selbst nach den getroffenen Vereinbarungen über eine Waffenruhe zwischen den Konfliktseiten der Schusswechsel an.

    Themen:
    Kein Frieden im Donbass (2017) (212)

    Zum Thema:

    Nach heftigem Schlagabtausch: Feuerpause im ostukrainischen Debalzewe angeordnet
    Papst-Gesandter überrumpelt Kiew mit Donbass-Besuch
    Ukrainische Pilotin: „Donbass-Chefs und deren Soldaten sind keine Terroristen“
    Kiew will Donbass im Laufe von zwei Jahren zurückholen
    Tags:
    Donbass, Ukraine
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren