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    Putins „Große Pressekonferenz“ 2016 (19)
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    Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Notwendigkeit eines sogenannten Raketenschirms in Russland in Zweifel gezogen und dabei auf dessen „fragwürdige Effektivität“ verwiesen.

    Putin betonte weiter, dass die Voraussetzungen für ein Wettrüsten durch die US-Entscheidung geschaffen worden seien, aus dem Vertrag zur Begrenzung der Raketenabwehrsysteme auszusteigen. Es sei daher nur selbstverständlich, dass, wenn eine Seite eigenmächtig aus dem Vertrag austrete und sage, sie werde nun einen Raketenschirm aufstellen, die andere Seite zu Gegenmaßnahmen gezwungen sei.

    Der eine Weg dabei sei, einen eigenen „Schirm“ aufzustellen. „Wir sind uns nicht sicher, dass dies getan werden sollte, wenn man die fragwürdige Effektivität dieses Programms bedenkt“, sagte Putin in seiner alljährlichen Pressekonferenz.

    Der zweite Weg sei, effektive Mittel zur Überwindung dieses Raketenschirms und zur Verbesserung der Angriffssysteme zu schaffen. „Das tun wir auch – mit Erfolg“, betonte der russische Staatschef.

    Putin wies zudem darauf hin, dass Russland einen großen Fortschritt bei der Modernisierung seiner Atomwaffen erreicht habe, darunter auch was die Überwindung der Raketenabwehrsysteme betreffe.

    „Wahrscheinlich treibt dies die USA dazu, ihre eigenen Atomarsenale zu vervollkommnen. Ich hoffe, die Zuschauer und Zuhörer ihrer Sendungen (von BBC – Anm. d. Red.) wissen, dass in der Türkei, in den Niederlanden und in Großbritannien die US-Atomwaffen erneuert werden“ so Putin.

    Putin kommentierte zudem Trumps jüngste Äußerungen, das Atompotenzial der USA solle wesentlich aufgestockt werden. Diese Erklärung komme nicht überraschend, so Putin, zumal Trump dies noch während seines Wahlkampfes gesagt habe.

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    Tags:
    Raketenabwehr, Donald Trump, Wladimir Putin, USA, Russland