16:10 23 November 2017
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    Russlands Präsident Wladimir Putin bei seiner traditionellen großen Jahrespressekonferenz (23.12.2016)

    Klaus Hartmann, Chef des Deutschen Freidenker-Verbandes, zu Putin-Pressekonferenz

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    Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich gegen ein neues Wettrüsten ausgesprochen. Das sagte Klaus Hartmann, Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes, am Freitag in einer Stellungnahme zu Putins Jahrespressekonferenz.

    „Präsident Putin hat heute in der Pressekonferenz, wie auch bei verschiedenen Gelegenheiten betont, dass Russland nicht bereit ist, vom Westen, von den USA hauptsächlich, aufgezwungenes neues Wettrüsten einzulassen. Es ist völlig klar, dass die verschiedenen Maßnahmen in den letzten Jahren darauf angelegt sind, eine Reihe von bereits beschlossenen internationalen Abkommen außer Kraft zu setzen, und dieses über die Raketenabwehr gehört dazu“. Fuhr der Politiker fort.

    „Die Stationierung des Raketenabwehrschilds zu Lande und auf See mit dem Aegis-System, welches die Möglichkeit schafft, atomare Mittelstreckenraketen abzuschießen, verletzt den INF-Vertrag. Es ist natürlich notwendig, dass Russland sich gegen diese Möglichkeit wappnet.  Insofern sehe ich in der Äußerung des Präsidenten Putin über die Stärke Russlands im Hinblick auf mögliche Angriffe nicht, dass er darauf hinweist, dass er beansprucht, Russland habe die stärkste Armee der Welt.  Diese Äußerung ist zu deuten, kein Aggressor soll sich Hoffnungen machen, dass er einen Angriff auf Russland ungestraft starten oder überleben könnte.“

    Laut Hartmann demonstriert der US-Präsident bei jeder Gelegenheit, der Vision einer atomwaffenfreien Welt  folgen zu wollen, während er in der Tat die Erneuerung der Atomwaffen vorantreibt, auch in Büchel (Eifel) bei Mosel.  „Und es wäre auch an der Bundesregierung, am Deutschen Bundestag, der ja bereits einmal die Vision eines atomwaffenfreien Deutschlands beschlussmäßig festgehalten hat, aber andererseits keinerlei Wörtchen gegen diese erneuerte nukleare Aufrüstung in Eifel von sich gibt. Das wird völlig außerhalb jeder Kritik durchgezogen“, betonte Hartmann.

     

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    Tags:
    Jahrespressekonferenz, Klaus Hartmann, Wladimir Putin, Russland
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