03:51 23 Juni 2017
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    Berliner Anschlag darf Flüchtlingen Weg nach Europa nicht schließen Juncker

    © AFP 2017/ Armend Nimani
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    Lkw-Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt (111)
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    Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz darf den Weg nach Europa für Flüchtlinge nicht schließen, erläuterte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    „Europa muss den Menschen, die aus den Kriegsgebieten und vorm Terror fliehen, Zuflucht bieten. Es wäre falsch, alle Flüchtlinge unter einen Terrorismus-Generalverdacht zu stellen“, so Juncker.

    Ein Schild an der Gedächtniskirche „Berlin ist im Herzen getroffen“
    © REUTERS/ Hannibal Hanschke
    Dabei betonte der EU-Kommissionspräsident, es sei notwendig, die innere Sicherheit in der EU zu festigen. „In einer Zeit, in der Terroristen nicht an Grenzen halt machen, reichen die Mittel nationaler Innenpolitik alleine nicht mehr aus. Wir müssen daher über Grenzen hinweg sehr viel besser zusammenarbeiten“, erklärte der Politiker.

    In diesem Zusammenhang sagte Juncker, es sei wichtig, Informationen besser auszutauschen, Schlupflöcher für Extremisten zu schließen und ihre Finanzquellen trockenzulegen.

    Bei der Todesfahrt eines Lastwagens auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz, direkt an der berühmten Gedächtniskirche und unweit des Kurfürstendamms, wurden am Montagabend zwölf Menschen getötet. 48 weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer, teilte die Polizei mit. 24 Personen konnten das Krankenhaus mittlerweile verlassen. Zu der Tat bekannte sich der IS („Islamischer Staat“, auch Daesh).

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    Tags:
    Anschlag, Migranten, Jean-Claude Juncker, Deutschland, Berlin, Europäische Union
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