00:23 23 November 2019
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    Deutschlands Bundeskanzlerin Angela MerkelBlumen zum Gedenken an die beim Tu-154-Absturz getöteten Mitglieder des Armeechores

    Flugzeugkatastrophe: Berlin trauert mit Moskau – schneller als mit sich selbst?

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    Nach dem Absturz des russischen Flugzeuges Tu-154 mit dem berühmten Alexandrow-Chor, der weltweit engagierten Ärztin Elisaweta Glinka und drei TV-Filmteams hat Berlin als einer der ersten Russland sein Beileid mit den vielen Opfern ausgedrückt.

    Sowohl die Deutsche Botschaft in Moskau als auch Chefdiplomat Steinmeier reagierten bereits am Sonntagmorgen in den sozialen Netzwerken und drückten ihre "tiefe Trauer" aus. Er hoffe, so schreibt er, "dass vielleicht doch noch Überlebende gefunden und gerettet werden können.Unser Mitgefühl ist mit den Familien und Angehörigen der Opfer dieser schrecklichen Katastrophe".

    Am Mittag dann ließ auch Bundeskanzlerin Merkel über die stellvertretende Sprecherin der deutschen Bundesregierung, Ulrike Demmer, mitteilen, dass sie dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ihr Mitgefühl übermittelt habe. Ihre Gedanken seien bei den Angehörigen der vielen Opfer, hieß es.

    Damit reagierte Berlin auffällig schnell auf das tragische Unglück. Zu dem Lkw-Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am vergangenen Montag hatte sich Merkel dabei erst am folgenden Tag zu Wort gemeldet.

    Aus der Welt

    Der serbische Präsident Tomislav Nikolic und Premier Aleksandar Vucic haben ebenfalls Kondolenztelegramme nach Moskau geschickt. Laut Nikolic hat „die Tragödie ganz Serbien erschüttert“. Der Präsident bittet, den Familien der Opfer sein Beileid zu übermitteln.

    Zudem haben die Präsidenten von Kasachstan, Armenien und Aserbaidschan ihr Beileid im Zusammenhang mit dem Absturz des Militärflugzeuges Tu-154 bekundet, wie Medien berichten.

    In dem Beileidstelegramm des armenischen Präsidenten Sersch Sargsjan an Putin heißt es unter anderem: „Ich möchte mein tief empfundenes Beileid ausdrücken und Ihnen und den Familien und Verwandten der Opfer sowie dem gesamten Brudervolk Russlands gegenüber Unterstützung und Mitgefühl aussprechen.“

    Auf der Webseite des aserbaidschanischen Staatschefs heißt es: „Die Nachricht über zahlreiche Opfer beim Absturz des Flugzeuges Tu-154 hat mir das Herz gebrochen.“

    Laut dem Pressesprecher des tschechischen Präsidenten, Iri Ovcacek, hat Milos Zeman die Nachricht über den Flugzeugabsturz mit tiefer Trauer aufgenommen. „Diese Tragödie ist umso schwerer, da sie eines der bekanntesten russischen Künstlerkollektive ereilt hat. Zu den Fans ihres Talents gehört auch der Präsident“, so Ovcacek.

    Ebenso hat der syrische Staatschef Baschar al-Assad dem russischen Präsidenten sein tief empfundenes Beileid ausgesprochen, wie die Agentur Reuters meldet. Assad betonte zugleich, dass die gemeinsame Bekämpfung des Terrorismus durch nichts aufzuhalten sei.

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