11:09 18 Januar 2017
Radio
    Eine Tu-154

    Flugexperte: „Tupolews stürzen nicht von selbst ab“

    © Sputnik/ Polikaschin
    Politik
    Zum Kurzlink
    Tu-154-Tragödie über Schwarzem Meer (52)
    1204961644418

    Eine Notsituation an Bord des Tu-154-Flugzeuges hat möglicherweise die Crew daran gehindert, ein Notsignal zu schicken, was letztendlich zu dem Unglück unmittelbar nach dem Abflug in Sotschi geführt haben könnte. Dieser Meinung ist Witali Andrejew, ein russischer Luftfahrtexperte. Ihm zufolge ist auch ein Einfluss von außen nicht ausgeschlossen.

    „Nach dem Abflug und einem kurzen Flug von zwei Minuten verschwand das Flugzeug von den Radaren und hat kein Signal über jegliche Störungen an Bord gesendet. Das kann von einem Notfall an Bord zeugen: entweder von einem externen Einfluss auf die Maschine, oder gar von einem Hindernis, das es dort kaum geben würde“, meint der 47 Jahre in der Luftfahrt tätige Andrejew.

    Dabei fügte er hinzu, dass die Tu-154 eine sehr sichere Maschine sei und es keine Wunder gebe: „Von selbst stürzen sie nicht ab“, betonte der Luftfahrtexperte. „Es gab in meiner Praxis Fälle, wo eine Tu-154 selbst beim Ausfall aller drei Triebwerke notlandete“, oder „in der Taiga auf einem verlassenen Flugplatz“.

    „Gleichgewichtsstörung der Lenkräder oder die Abweichung von der Flugbahn“ könnten die Signalsendung der Crew „sicherlich“ nicht hindern, fügte Andrejew hinzu. „Deshalb müsste etwas Extremes passiert sein“. Aus der Praxis kenne er das, wenn etwa ein Flugzeug entführt wird.

    Des Weiteren merkte Andrejew an, dass die Daten der Bordsprechanlage „mit einer Genauigkeit von 99,9 Prozent klären, was an Board zum Zeitpunkt der Katastrophe passiert ist“.

    Die Maschine vom Typ Tupolew-154 des russischen Verteidigungsministeriums war am Sonntagmorgen sieben Minuten nach dem Start in Sotschi aus bisher ungeklärter Ursache ins Schwarze Meer gestürzt. An Bord waren acht Besatzungsmitglieder und 84 Passagiere, größtenteils Musiker aus dem weltberühmten Alexandrow-Ensemble (auch bekannt als Chor der Roten Armee) sowie Journalisten. Des Weiteren befand sich auch die russische Wohltäterin und Leiterin der Stiftung „Gerechte Hilfe“ Jelisaweta Glinka, als „Doktor Lisa“ bekannt, an Bord.

    Themen:
    Tu-154-Tragödie über Schwarzem Meer (52)

    Zum Thema:

    Tupolew-Crash: Erste Bilder von Absturzstelle
    Tupolew-Crash: Crew war erfahren - Verteidigungsamt
    Tupolew-Absturz: „Doktor Lisa“ offenbar unter den Opfern
    Flugzeugkatastrophe: Berlin trauert mit Moskau – schneller als mit sich selbst?
    Tags:
    Experten, Situation, Meinung, Flugzeugunglück, Tu-154, Flugzeugabsturz, Moskau, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    • Marek2015
      Mir stinkt das ganze auch. Kein Hilferuf, alle tot, kurz nach dem Start,.... an sich ist das komisch! Oo
    • joergAntwort anMarek2015(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Marek2015, das wäre nicht die erste T154 oder das erste Flugzeug das auf die Weise abstürzt. Ehe Sie sich hier in Spekulationen verlieren, Gedenken Sie den Toten.
      de.wikipedia.org/wiki/Flugzeugabsturz_bei_Smolensk
    • zivilistAntwort anFindbhair N. McConaught(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Findbhair N. McConaught,

      die Nichtquelle Wikip bezieht sich auf andere Quellen und da die Babyboeing 50 ist, ist das ja ein sehr passender Vergleich. Wikip nennt etwas mehr als halbsoviele Zwischenfälle mit der Tu-154, da ist also noch Luft nach oben, bevor sie genausosicher ist, wie die 737
    • R. Lee Ermey
      "Topulews stürzen nicht von selbst ab"

      Das hörte sich aber in Russland schon vor etlichen Jahren ganz anders an:

      stern 2010:
      ""Als "fliegende Särge" werden sie in Russland bezeichnet: Die Tupolew TU-154, mit der jetzt der polnische Präsident Lech Kaczynski tödlich verunglückt ist..""

      www.stern.de/panorama/weltgeschehen/tupolew-tu-154-der--fliegende-sarg--3566222.html
    • zivilistAntwort anR. Lee Ermey(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      💥R. Lee Ermey💥,

      Nun ist der Stern ja kein Russisches Medium, er behauptet etwas über Russland. Aber es bleibt dabei, auch nach diesen Behauptungen hat die Tu-154 noch viel Luft, um genauso 'unsicher' wie die vergleichbare Baby Boeing zu sein.

      de.wikipedia.org/wiki/Boeing_737#Zwischenf.C3.A4lle

      de.sputniknews.com/blogs/20160412309074568-baby-boeing-wird-50
    • R. Lee ErmeyAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, mit 24 Abstürzen dieses fliegenden Sages (so wird sie in Russland genannt) sehen Sie das ganz schön optimistisch.

      Natürlich sind von den von Ihnen zum Vergleich herangezogenen Boing 737 insgesamt 36 Flieger unregulär vom Himmel gefallen. Dabei muss man natürlich in Betracht ziehen, dass von den 737 ca. 10x soviele Maschinen unterwegs sind.

      Daraus schlußfogernd kann man locker behaupten, dass die 737 um ein um den Faktor 6,67 sichereres Flugzeug ist als diese TU-154.
    • zivilistAntwort anR. Lee Ermey(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      💥R. Lee Ermey💥,

      interessanter Lee Ermey- Faktor !

      " Hiernach liegt die Zahl der Unfälle pro gebautem Flugzeug bei etwas mehr als der Hälfte der gleich alten und in ähnlicher Stückzahl gebauten Boeing 737-100/-200 "

      de.wikipedia.org/wiki/Tupolew_Tu-154#Zwischenf.C3.A4lle
    • R. Lee ErmeyAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, und trotzdem wird nur die TU-154 "fliegender Sarg" genannt.
      Oder haben Sie das schon mal von der 737 gehört?
    • zivilistAntwort anR. Lee Ermey(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      💥R. Lee Ermey💥,

      Nein, bisher nur vom Stern.

      Bevor Sie hier weiter auf der Tu rumreiten, ich hab doch Ihre Intelligenz gelobt, also:

      In den 60ern und 70ern war das Fliegen ganz allgmein wesentlich unsicherer als heute, in dieser Zeit haben diese Vögel ihren Ruf begründet. Das gefährlichste ist die Landung, gefolgt vom Start. Ein Kurzstreckenflugzeug, das in großer Stückzahl gebaut wird, hat also automatisch eine miese Statistik.

      Boeing führt sebst eine wichtige Statistik, das ist aber nicht mehr Aviatik, sondern schon Publizistik. Boeing ist selbst an der Aufklärung von Unfällen beteiligt, es ist Boeing nicht vorzuwerfen, daß sie die 737 etwas billig gebaut haben, es ist Boeing aber vorzuwerfen, daß sie die Beseitigung des Konstruktionsfehlers verschleppt haben, nachdem man wußte, was es war. Ein weiteres Kuriosum ist die Häufung von 'Pilot Suicide' wenn das Flugzeug eine Boeing und der Pilot ein Moslem ist. Das hat mit der Beteiligung von Boeing an der Aufklärung zu tun, Haftung und Marketing.

      In FRA ist das Flugwetter so schlecht, wie auf dem schlechtesten US- Flugplatz (außer Alaska) in Ru ist es schlechter, das dürfte sich auch auf die Statistik niederschlagen und spielte ja wohl die entscheidende Rolle bei dem von Ihnen zitierten Unfall, in Verbindung mit Macht und Dummheit. (den Sie aber vielleicht für etwas Anderes halten).
    • Findbhair N. McConaughtAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, es bleibt so und so ein (höflich ausgedrückt) fehlerhafter statistisher Vergleich, da Du a) die Anzahl der Flugzeuge in Betracht ziehen müßtest die als Stichprobe herhalten pro Typ und b) die Geammtflugstunden dieser Anzahle, erst dann könnte man eine halbwegs brauchbare Sicherheitsaussage tätigen, die Wiki listet einfach nur die Anzahl der Zwischenfälle aus.
      Also hopp ... los, wenn Du schon rechnen willst, dann aber auch richtigt bitte. ;P
    • R. Lee ErmeyAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, wenn man es genau nimmt, darf man eh nur die Unfälle ab 1991 miteinander vergleichen, da die TU-154 erst da in den Dienst gestellt wurde.
      Und dann ist das Verhältnis schon ein wenig eindeutiger mit 28 zu 24 Abstürzen bis heute.
      Ich habe keine Ahnung was Wikipedia noch so als "Unfälle" ansieht, so dass sie auf ein Verhältnis von 61 zu 104 kommen. Und das auch nur mit einer ganz kleinen Auswahl der 737 Typen.
      Ich habe die Abstürze gezählt. Und da waren es bei der TU-154 >24 und bei der 10x mehr verbreiteten 737 ab 1991 lediglich 28 bis heute.
    • Findbhair N. McConaughtAntwort anR. Lee Ermey(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      💥R. Lee Ermey💥, sie ist auch einer, schon in meiner Kindheit, das ist jetzt 40 Jahre her, war diese Maschine als Fehleranfällig unter Piloten verrufen.
    • zivilistAntwort anFindbhair N. McConaught(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Findbhair N. McConaught,

      haben wir verschiedene Wikip's

      " Aviation Safety Network möglich.[9] Hiernach liegt die Zahl der Unfälle pro gebautem Flugzeug bei etwas mehr als der Hälfte der gleich alten und in ähnlicher Stückzahl gebauten Boeing 737-100/-200 (61 von ≈1000 gegenüber 104 von ≈1100)"

      Wenn Du bessere Statistiken hast, immer her damit, hopp
    • zivilistAntwort anR. Lee Ermey(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      💥R. Lee Ermey💥,

      Beide fliegen runde 50 Jahre, zählen Sie halt nochmal, aber nicht beim Stern.

      737, WIKIP

      "Seit der Indienststellung der ersten Maschine 1967 absolvierten Flugzeuge der 737-Familie bis Juli 2013 etwa 180 Millionen Flüge,[4] wobei es bis November 2013 zu 154 Unfällen, vier kriminellen Eingriffen (ohne Entführungen) und fünf sonstigen Ereignissen kam, die jeweils einen Totalschaden zur Folge hatten. Weiterhin gab es 111 Entführungen.[37]

      Bei Unfällen kamen bis November 2013 insgesamt 4287 Menschen ums Leben, bei kriminellen Eingriffen inkl. Entführungen insgesamt 567.[37] Mit 1,75 Totalschäden pro eine Million Flüge für die Baureihen -100 und -200 (Ur-Version), 0,52 für -300 bis -500 (Klassiker) und 0,26 für -600 bis -900 (Next Generation; Stand: Ende 2012[38]) konnte die 737 ihre Sicherheit nicht nur im Vergleich der eigenen Baureihen, sondern auch gegenüber anderen vergleichbaren Flugzeug-Typen von einem Platz im Mittelfeld (Ur-Version) auf überdurchschnittlich gute Werte (Next Generation) verbessern.

      Bei folgenden Zwischenfällen mit Beteiligung einer 737 kam es zu Totalschäden, oder sie erregten besondere öffentliche Aufmerksamkeit:

      Am 8. Dezember 1972 ereignete sich der erste Unfall einer B737 mit Todesopfern, als eine B737-200 der United Airlines (Luftfahrzeugkennzeichen N9031U) beim Anflug auf den Flughafen Chicago-Midway abstürzte. Dabei kamen 45 Menschen ums Leben.[39]
      Am 13. Oktober 1977 wurde eine B737-200 der Lufthansa (Flug LH 181), (D-ABCE, Taufname Landshut) auf dem Weg von Palma nach Frankfurt am Main vom palästinensischen Terrorkommando Martyr Halimeh in den Nahen Osten entführt. Die Entführung endete am 18. Oktober 1977, als die GSG9 in Mogadischu das Flugzeug stürmte und die Geiseln befreite.
      Am 13. Januar 1982 stürzte eine Boeing 737-222 der Air-Florida (Flug 90) kurz nach dem Start in Washington D.C. in den Potomac River. Dabei starben 74 von 79 Insassen, sowie vier Personen am Boden. Grund für den Absturz war, dass die Piloten nach Schneefall das Eisverhütungssystem für die Triebwerksstaurohre nicht anschalteten, sodass diese vereisten. Zudem waren Tragflächen mit Schnee bedeckt, da zwischen Enteisung und Start zu viel Zeit verstrich.
      Am 22. August 1985 musste eine Boeing 737-236 Advanced (British-Airtours-Flug 28M) den Start vom Manchester Airport abbrechen. Das linke Triebwerk war in Brand geraten. Die Besatzung steuerte das Flugzeug an den Rand des Rollfeldes. Durch den Wind wurde das Feuer weiter angefacht, es griff nach einer Minute auf die Kabine über. 55 Personen kamen ums Leben, weil sie die Maschine nicht rechtzeitig verlassen konnten. 82 Menschen überlebten.
      Am 2. Januar 1988 kam es zu einem Unfall der Kategorie gesteuerter Flug ins Gelände, als eine Boeing 737-200 (Kennzeichen D-ABHD) auf dem Condor-Flug 3782 in der Nähe von Izmir durch Navigationsfehler nach dem Empfang einer Nebenkeule des Instrumentenlandesystems mit einem Berg kollidierte. Keine der 16 Personen an Bord überlebte den Aufprall.[40]
      Am 28. April 1988 ereignete sich ein sehr spektakulärer Zwischenfall auf dem Aloha-Airlines-Flug 243 von Hilo nach Honolulu. Während des Fluges wurde durch einen Ermüdungsbruch ein großer Teil der vorderen Kabine und des Daches aufgerissen. Eine Flugbegleiterin kam ums Leben, doch die Piloten konnten das Flugzeug sicher notlanden. Das Flugzeug wurde danach verschrottet.
      Am 8. Januar 1989 erlitt eine Boeing 737-400 der British Midland Airways (Kennzeichen G-OBME) auf Flug 92 von London Heathrow nach Belfast einen Triebwerksschaden und stürzte ab, nachdem die Piloten infolge mangelhafter Ausbildung für die neue -400 irrtümlich das intakte Triebwerk abgeschaltet hatten, woraufhin das beschädigte kurz vor Erreichen des für eine Notlandung vorgesehenen East Midlands Airport explodiert war. 47 der 126 Menschen an Bord kamen ums Leben.[41]
      Am 3. März 1991 stürzte eine 737-200 der United Airlines mit 20 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern im Landeanflug auf Colorado Springs ab, wobei alle 25 Insassen von United-Airlines-Flug 585 starben.
      Am 8. September 1994 stürzte USAir-Flug 427, eine 737-300 der USAir, mit 127 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern über Pittsburgh ab. Alle 132 Personen an Bord starben.
      Am 26. Juni 2000 verließ eine Boeing 737-200 der Yemenia (Luftfahrzeugkennzeichen 7O-ACQ) bei der Landung auf dem Flughafen Khartum seitlich die Landebahn und wurde irreparabel beschädigt. Alle Insassen überlebten die Bruchlandung.[42]
      Am 8. Juli 2003 kehrte Flug SD319, eine Boeing 737-200C der Sudan Airways (ST-AFK) nach dem Start vom Flughafen Port Sudan wegen eines Triebwerksausfalls zurück. Da die Landebahn 35 beim Anflug auf Grund von aufgewirbeltem Sand nicht gesehen werden konnte, wurde durchgestartet. Dabei sank die Maschine wieder ab, geriet zu tief, schlug etwa fünf Kilometer östlich des Flughafens auf und zerbrach. 115 Personen starben; 1 Kind überlebte.[43]
      Am 3. Januar 2004 stürzte in den frühen Morgenstunden eine Boeing 737-3Q8 (Kennzeichen SU-ZCF) der Flash Airlines auf Flash-Airlines-Flug 604 nach Paris-Charles de Gaulle kurz nach dem Start vom Flughafen Scharm El-Scheich ins Rote Meer. Bei dem Unglück kamen alle 135 Passagiere und alle 13 an Bord befindlichen Besatzungsmitglieder ums Leben.
      Am 14. August 2005 stürzte eine 737-300 der Helios-Airways in Griechenland ab, nachdem vermutlich aufgrund von Problemen mit dem Kabinendruck die Besatzung das Bewusstsein verloren hatte. Alle Insassen des Helios-Airways-Flugs 522 kamen ums Leben.
      Am 8. Dezember 2005 kam eine aus Baltimore (Maryland) kommende Boeing 737-7H4 auf Southwest-Airlines-Flug 1248 mit 103 Personen an Bord bei dichtem Schneetreiben von der Landebahn des Flughafens Chicago-Midway ab. Das Flugzeug durchbrach einen Zaun und kam erst auf einer dicht befahrenen Straße zum Stehen. Alle 103 Personen an Bord überlebten das Unglück leichtverletzt oder sogar unverletzt. Allerdings wurde eine Person am Boden getötet, als das Flugzeug ein Auto unter sich begrub.
      Am 29. September 2006 streifte eine B737-800 der brasilianischen Fluggesellschaft Gol in 11.000 Metern Höhe ein US-amerikanisches Geschäftsreiseflugzeug vom Typ Embraer Legacy 600 und stürzte in den Urwald. Dabei starben alle 154 Insassen an Bord von Gol-Transportes-Aéreos-Flug 1907.
      Am 29. Oktober 2006 stürzte eine Boeing 737-200 der nigerianischen Fluggesellschaft ADC Airlines (5N-BFK) kurz nach dem Start vom Flughafen Nnamdi Azikiwe International Airport in Abuja ab und ging in Flammen auf. Bei diesem Unglück kamen 96 der 105 Menschen an Bord ums Leben. Neun Personen überlebten den Absturz.[44]
      Am 1. Januar 2007 stürzte eine Boeing 737-400 auf dem Adam-Air-Flug 574 mit 96 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Flug von der Insel Java nach Sulawesi ins Meer, nachdem sie mit technischen Problemen und deaktiviertem Autopilot im Sinkflug immer schneller wurde und in der Luft zerbrach. Es wurden nur wenige Teile des Wracks geborgen und weitere in größerer Tiefe geortet; alle Personen an Bord wurden nach Einstellung der Suche für tot erklärt.
      Am 7. März 2007 schoss eine Boeing 737-400 der staatlichen indonesischen Fluggesellschaft Garuda Indonesia über die Landebahn des Flughafens Yogyakarta hinaus und ging in Flammen auf. Bei diesem Unglück kamen 22 der 133 an Bord befindlichen Personen ums Leben (siehe auch Garuda-Indonesia-Flug 200).
      Am 5. Mai 2007 verloren bei einem Unfall der Kenya Airways alle 114 Menschen an Bord ihr Leben: Aufgrund räumlicher Desorientierung der Piloten verunglückte eine B737-800 (Kennzeichen 5Y-KYA) unmittelbar nach dem Start in Douala, Kamerun (siehe Kenya-Airways-Flug 507).[45]
      Am 20. August 2007 fing die Maschine des China-Airlines-Flugs 120 von Taipeh nach Okinawa, eine Boeing 737-800, nach der Landung auf dem Flughafen von Naha Feuer und brannte aus.[46] Es gab zwei Leichtverletzte. Als Unglücksursache gilt ein gelockerter Stift, der den Tank beschädigte.[47]
      Am 24. August 2008 stürzte Flug 6895, eine Boeing 737-200 der Itek Air (EX-009), beim Anflug in der Nähe der kirgisischen Hauptstadt Bischkek ab. Die Maschine war nach dem Start wegen eines technischen Problems umgekehrt. Bei dem Absturz kamen 65 der 90 Menschen an Bord ums Leben.[48]
      Am 14. September 2008 stürzte Aeroflot-Flug 821, eine Boeing 737-500 der russischen Fluglinie Aeroflot Nord (VP-BKO), beim Anflug in der Nähe von Perm ab. Alle 88 Insassen kamen dabei ums Leben.[49]
      Am 25. Februar 2009 stürzte Turkish-Airlines-Flug 1951 in der Nähe von Amsterdam beim Landeanflug auf Schiphol ab. Dabei zerbrach die Maschine der türkischen Fluglinie Turkish Airlines in drei Teile. An Bord der Boeing 737-800 waren 135 Menschen; es gab neun Tote und 86 Verletzte. Ursache war ein defekter Höhenmesser in Kombination mit Pilotenfehlern.
      Am 13. Juli 2009 musste eine Boeing 737-300 der Fluggesellschaft Southwest Airlines mit 131 Menschen an Bord in Charleston (West Virginia) notlanden, nachdem im Flug ein Loch in der Größe eines Fußballs in das Dach der Kabine gerissen worden war, wodurch es zu einem Druckabfall kam. Southwest-Airlines-Flug 2294 befand sich auf dem Weg von Nashville nach Baltimore. Bei dem Zwischenfall wurden keine Menschen verletzt.
      Am 22. Dezember 2009 schoss eine Boeing 737-800 der American Airlines (N977AN) bei der Landung auf dem Flughafen von Kingston (Jamaika) über das Landebahnende hinaus. Das Flugzeug zerbrach in drei Teile. An Bord waren 154 Insassen, davon wurden 91 Personen verletzt; sie erlitten meist Knochenbrüche sowie Schnitt- und Schürfverletzungen (niemand schwebte in Lebensgefahr).[50]
      Am 25. Januar 2010 stürzte bei schlechtem Wetter eine Boeing 737-800 der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines kurz nach dem Start in Beirut, Libanon ins Mittelmeer. Ethiopian-Airlines-Flug 409 sollte 90 Menschen, davon acht Besatzungsmitglieder, nach Addis Abbeba, Äthiopien bringen.
      Am 22. Mai 2010 schoss eine 737-800 der Air India Express bei der Landung auf dem Flughafen Bajpe im Indischen Mangalore über die Landebahn hinaus und ging in Flammen auf. An Bord von Air-India-Express-Flug 812 waren 160 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder, es gab sieben Überlebende.
      Am 16. August 2010 zerbrach eine Boeing 737-700 der kolumbianischen Fluggesellschaft Aires (HK-4682) bei der Landung auf der Insel San Andrés in drei Teile. Zwei Passagiere unter den insgesamt 131 Insassen kamen ums Leben.[51]
      Am 1. April 2011 entstand bei einer Boeing 737-300 der Fluggesellschaft Southwest Airlines, die sich auf dem Weg von Phoenix (Arizona) nach Sacramento befand, in einer Höhe von 10.360 Metern ein etwa 1,5 Meter langes und 23 cm breites Loch im Kabinendach. Dies führte zu einem sofortigen Druckverlust in der Kabine. Eine sofortige Notlandung des Southwest-Airlines-Flugs 813 in Yuma (Arizona) war erfolgreich, Passagiere wurden nicht verletzt. Die Ursache war Materialermüdung an der überlappenden Beplankung des Stringer 4L bei der 15 Jahre alten Maschine mit knapp 40.000 Flugzyklen. Die FAA ordnete daraufhin die Überprüfung sämtlicher Boeing 737-300 mit mehr als 30.000 Flugzyklen an.[52] Die Überprüfung der Maschine ergab Mängel bei den Nietbohrungen der Beplankung (Löcher lagen nicht genau übereinander und waren zum Teil nicht ganz rund), die auf Qualitätsmängel bei der Fertigung hindeuten.[53]
      Am 30. Juli 2011 zerbrach eine Boeing 737-800 der Fluggesellschaft Caribbean Airlines (9Y-PBM), als sie bei der Landung auf dem Cheddi Jagan International Airport in Georgetown in Guyana das Landebahnende überrollte. Alle 162 Menschen an Bord überlebten diesen Unfall.[54]
      Am 20. August 2011 flog eine Boeing 737-200 der Fluggesellschaft First Air (C-GNWN) beim Anflug auf den Flughafen Resolute Bay 1,8 km entfernt von der Landebahn in hügeliges Gelände. Von elf Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern starben zwölf Menschen, drei überlebten verletzt. Als Ursache werden unter anderem im Abschlussbericht nicht ausreichend kalibrierte Kompasse, ein unbemerkt abgeschalteter Autopilot sowie nicht genügend Beachtung des Kapitäns über geäußerte Bedenken seines Copiloten hinsichtlich des falschen Kurses angegeben[55][56] (siehe First-Air-Flug 6560).
      Am 10. Oktober 2011 verunglückte eine Boeing 737-400 der Sky Airlines mit dem Kennzeichen TC-SKF auf dem Flughafen Antalya. Bei der Landung des vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden kommenden Flugzeugs brach das rechte Hauptfahrwerk ein und in der Folge schlug das Flugzeug mit dem rechten Triebwerk auf die Landebahn auf und blieb schließlich in Schräglage stehen. Alle 162 Insassen überlebten den Unfall; das betroffene Flugzeug wurde jedoch ausgemustert.[57]
      Am 13. April 2013 flog die Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen PK-LKS der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air beim Anflug auf den Flughafen der Insel Bali 300 m vor der Landebahn ins Meer. Dabei brach die Maschine im hinteren Drittel des Rumpfes auf.[58] Ein Teil der 101 Passagiere und 7 Besatzungsmitglieder wurde verletzt und 18 Passagiere mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Todesopfer gab es nicht. Im vorläufigen Untersuchungsbericht der indonesischen Behörden vom 15. Mai 2013 wurde bekannt gegeben, dass die Piloten trotz Erreichens der Entscheidungshöhe bei fehlender Sicht auf die Landebahn kein Durchstartemanöver einleiteten.[59][60] Es herrschte für die Jahreszeit normales Wetter.
      Am 17. November 2013 verunglückte eine aus Moskau kommende Boeing 737-500 der Tatarstan Airlines (VQ-BBN) bei der Landung auf dem Flughafen Kasan. Die Maschine stürzte beim Durchstarten aufgrund eines Strömungsabrisses ab. Alle 44 Passagiere und die sechs Besatzungsmitglieder starben.[61][62][63]
      Am 19. März 2016 verunglückte eine aus Dubai kommende Boeing 737-800 (A6-FDN) auf dem Flydubai-Flug 981 auf dem Flughafen Rostow am Don. Die Maschine stürzte beim Durchstarten aufgrund von Kontrollverlust ab. Den nahezu senkrechten Aufprall überlebte keiner der 62 Insassen an Bord.[64][65]
      Am 5. August 2016 verunglückte eine aus Paris kommende Boeing 737-400 (HA-FAX) Frachtmaschine mit der Flugnummer QY7332 der ASL Airlines Hungary bei der Landung am Flughafen Bergamo Orio al Serio. Die Maschine rutschte über das Landebahnende hinaus. Es kam nur zu Sachschäden.[66]"
    • zivilistAntwort anFindbhair N. McConaught(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Findbhair N. McConaught,

      Glückwunsch, ich habe Piloten erst nach meiner Kindheit kennengelernt.
    • R. Lee ErmeyAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, so so, nur der Stern???

      www.cafebabel.de/politik/artikel/fliegender-sarg-schleppende-ermittlungen-um-die-tupolev-von-lech-ka

      www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Die-vielen-Ungluecke-mit-TupolewMaschinen-sind-kein-Zufall

      www.bild.de/politik/2010/tupolev-stuerzt-in-smolensk-in-birkenwald-12158184.bild.html

      www.oe24.at/welt/Das-Protokoll-des-Todes-Fluges/804505

      www.old.mdz-moskau.eu/taumelndeflieger

      Bevor Sie drauf rumhacken, ich habe die Indienststellung der TU-154 mit 1991 angegeben. Im Wikipedia ist es ein wenig ungeschickt dargestellt. Sie wurde BIS 1991 in der Sowjetunion gebaut/eingesetzt.
      Aber die Abstürze sind erst ab 1993 angegeben, da aus Sowjetzeiten die Daten mehr als unzureichend waren.
      Dass von 1968-1991 keine einzige TU-154 vom Himmel gefallen wäre glauben ja selbst Sie nicht, oder?
      Von daher war mein Vergleich der Abstürze ab lediglich 1991 mehr als gerechtfertigt. Und es zeigt auch dass die TU-154 ihren russischen Kosename damit durchaus verdient hat.
    • R. Lee ErmeyAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, hier geht es ausschließlich um die TU-154!
      Die Boing 737 haben einzig Sie alleine hier mit reingeschleift!
    • zivilistAntwort anR. Lee Ermey(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      💥R. Lee Ermey💥,

      OK, und womit vergleichen sie ?
    • R. Lee ErmeyAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, wieso muss ich vergleichen?
      Man kann es doch ganz einfach dabei belassen, dass dieser Flieger schon seit langem "fliegender Sarg" genannt wird und schon lange hätte ausgemustert werden müssen.
      Und außerdem müssten Sie schon so vergleichen wie Findbhair N. McConaught festgestellt hat um einigermaßen statistisch vergleichbare Bedingungen gewährleisten zu können.

      Und den "fliegenden Sarg" hat nicht nur der Stern geschrieben. Diese Bezeichnung findet sich noch in vielen sehr unterschiedlichen Gazetten.
    • asus36
      Wenn die Trümmer über Kilometer weit verstreut wurden, muss sich ja irgendetwas in der Luft ereignet haben, was dazu führt dass sich die Flugzeugteile über einen größeren Radius verteilen können. Handelt es sich um ein technisches Versagen, explodiert das Flugzeug in aller Regel nicht in der Luft sondern die Maschine würde dann zumindest einigermaßen kontrolliert sinken und bspw. nur Trümmer im Radius von einem Kilometer streuen. Ob es nun eine Luft-Luft Rakete, ein Anschlag aus dem Flugzeug heraus oder um einen Angriff von außen handelt vermag vermutlich im Moment niemand zu sagen. Ich halte es dennoch für äußerst unwahrscheinlich dass dieses Unglück ohne äußere Einflüsse zustande kam. Meine Gedanken sind nun bei den Familien der Verstorbenen.
    neue Kommentare anzeigen (0)