17:48 21 Juli 2018
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    Die Suchoperation im Absturzgebiet der Tu-154-Maschine überm Schwarzen Meer bei Sotschi

    Tu-154-Absturz: Flugbahn und konkrete Absturzstelle ermittelt

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    Tu-154-Tragödie über Schwarzem Meer (55)
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    Nach einer Analyse der Flugkontrolldaten der Funkmessstationen haben Experten nun die Flugbahn der am Sonntagmorgen überm Schwarzen Meer bei Sotschi abgestürzten Tu-154 rekonstruiert. Demnach war die Maschine nach dem Start sechs Kilometer vor der Küste abgestürzt, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt.

    Die Suchoperation im Absturzgebiet ist selbst in der Nacht aktiv fortgesetzt worden. 39 Schiffe und Boote, 135 Taucher und sieben Unterwasserapparate sind noch in den Morgenstunden daran beteiligt. Das Militär sucht die Küste nach eventuell angeschwemmten Opfern, Flugzeugtrümmern und Gepäckstücken ab. Es sind insgesamt etwa 3.500 Personen im Einsatz.

    „Fünf Hubschrauber und das Team der unbemannten Aufklärungsdrohne ‚Orlan-10‘ erkunden die Lage zusätzlich aus der Luft“, teilt die Verteidigungsbehörde mit. Erschwert werde die Suchoperation im Absturzgebiet allerdings durch Besonderheiten des Meeresbodenreliefs.

    Am frühen Sonntagmorgen ist ein Flugzeug vom Typ Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums sieben Minuten nach dem Start vom Flughafen Adler bei Sotschi aus bisher ungeklärter Ursache ins Schwarze Meer gestürzt. An Bord waren acht Besatzungsmitglieder und 84 Passagiere: Unter ihnen waren  Sänger, Solisten, Musiker und Tänzer des weltberühmten Alexandrow-Chors, drei TV-Filmteams mit insgesamt neun Journalisten sowie die weltweit engagierte Ärztin und Leiterin der Wohltätigkeitsstiftung „Gerechte Hilfe“, Jelisaweta Glinka, auch bekannt als „Doktor Lisa“.

    Für Montag, den 26. Dezember, hat Präsident Wladimir Putin Staatstrauer angeordnet.

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    Flugzeugabsturz, Absturz, Tu-154, Sotschi, Schwarzes Meer, Russland
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