18:02 18 Oktober 2018
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    Familiennachzug wird Zahl syrischer Flüchtlinge drastisch wachsen lassen

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    Nach Einschätzung des Bundestagsvizepräsidenten Johannes Singhammer wird die Zahl der Syrer und Iraker in Deutschland durch den Familiennachzug drastisch steigen.

    Da im dritten Quartal 2016 bei insgesamt rund 82.000 Menschen 99,9 Prozent aller Syrer als Flüchtlinge anerkannt würden oder einen gesicherten Status bekämen, seien sie damit berechtigt, Familienmitglieder nachzuholen, sagte der CSU-Politiker der Deutschen-Presse-Agentur. Die zweitgrößte Gruppe seien Iraker mit rund 14.000 Menschen und einer Anerkennungsquote von 73 Prozent gewesen.

    Deshalb werde auf jeden geflüchteten Syrer absehbar ein Familienangehöriger kommen. Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf)  habe ihm mitgeteilt, dass es von einem Nachzug von etwa 0,9 bis 1,2 Familienangehörigen pro syrischen Geflüchteten ausgehe.

    Den Kommunen stehe in diesem Zusammenhang "eine außerordentlich große Herausforderung" bevor: "Irgendwann werden vielleicht nicht mehr genügend Wohnraum, Lehrer und Erzieher vorhanden sein. Wir müssen alles tun, dass die Integrationsfähigkeit gewahrt bleibt", betonte er.

    Im Juni hatte Bamf eine Prognose veröffentlicht, wonach Deutschland wegen dem Familiennachzugsgesetz mit einer halben Million weiterer syrischer Flüchtlinge rechnen dürfte.

     

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    Migranten, Familiennachzug, Irak, Syrien, Deutschland