16:03 19 Januar 2017
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    Russlands Präsident Wladimir Putin bei seiner Jahrespressekonferenz am 23. Dezember 2016

    Putin sendet unterschiedliche Signale an Europa und die USA

    © Sputnik/ Aleksey Nikolskyi
    Politik
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    Putins „Große Pressekonferenz“ 2016 (19)
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    In seiner großen Pressekonferenz am vergangenen Freitag hat der russische Präsident Wladimir Putin auf die Frage, ob Moskau von der aktuellen Schwäche Europas, das sich mit zahlreichen Problemen auseinandersetzen muss, profitieren könnte, scharf über die Alte Welt geäußert.

    Es war nicht das erste Mal in den letzten drei Jahren, doch diesmal klangen seine Worte besonders deutlich:

    „Wenn wir uns bei der Lösung von mit der Entwicklung der Beziehungen zwischen Russland und der EU verbundenen Fragen an Dritte wenden müssen, dann ist es für uns weniger interessant, mit Europa selbst zu sprechen.“

    Damit wiederholte Putin im Grunde die alte These, dass Russland es vorziehen würde, „dass Europa eine einheitliche Stimme hätte, dass das ein Partner wäre, mit dem wir verhandeln könnten“. Für Russland sei äußerst wichtig, dass Europa „ein selbstständiger Partner“ sei. Dabei spiele für Moskau keine große Rolle, ob es sich um ein zentralisiertes, föderatives Europa oder um eine Union von souveränen Staaten handele – wichtig sei, dass die Europäer unabhängig seien. Und dann könnten alle bilateralen Fragen mit der Alten Welt auf dem Kontinent und nicht in Übersee gelöst werden.

    Der Kremlchef betonte abermals, dass nicht Moskau, sondern Brüssel sich für die Anspannung der gegenseitigen Beziehungen entschieden habe, und falls es bereit wäre, über ihre Normalisierung zu verhandeln, dann wäre Russland bereit, daran teilzunehmen.  

    Zudem brachte Putin gegenüber den Verwandten der Todesopfer des jüngsten Anschlags auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin sein Mitgefühl zum Ausdruck und unterstrich zugleich, dass der Kampf gegen den Terrorismus nur dann erfolgreich sein könne, wenn alle Länder dabei gemeinsam vorgehen würden. Indirekt warf er den deutschen Geheimdiensten vor, mit ihren russischen Kollegen vom FSB nicht kooperieren zu wollen, zumal die Europäer, darunter die Deutschen, damit unzufrieden seien, dass die EU einen Sanktionskrieg gegen Russland führe, anstatt gemeinsam mit Moskau gegen die Terrorgefahr zu kämpfen.

    Putin nannte zwar Angela Merkel nicht namentlich und verlor nicht viele Worte  über den Berliner Anschlag. Allerdings traf während seiner Pressekonferenz die Meldung aus Mailand ein, dass dort der Berliner Attentäter getötet worden war. Das veranlasste die deutschen Fernsehsender dazu, die Live-Übertragung der Pressekonferenz des Kremlchefs zu unterbrechen. 

    Putin im Ticker: Jahres-Pressekonferenz des russischen Präsidenten

    In diesem Jahr wurde sie tatsächlich zum ersten Mal von zwei dortigen Sendern übertragen: PHOENIX und n-tv.

    Das ist wohl ein klarer Beweis nicht nur für das Interesse der Bundesbürger für Russlands Position zu den wichtigsten Problemen der Weltpolitik, sondern auch dafür, dass Putin in Deutschland an Stellenwert gewinnt. Angesichts dessen kann man vermuten, dass während des baldigen Bundestagswahlkampfes das Thema „Putin-Versteher“ bzw. „Pro-Putin-Politiker“ eines der wichtigsten werden könnte. Nicht auszuschließen ist, dass sich auch Kräfte finden, die behaupten werden, Putin wäre so etwas wie „der Herr des Universums“.

    Zu der Tatsache, dass ihn viele Anhänger Donald Trumps unterstützen, sagte der Kremlchef, dass er daran, „dass die Republikaner in den USA Sympathie für den russischen Präsidenten empfinden, Anzeichen dafür sieht, dass sie eine ähnliche Vorstellung von der Weltordnung, von den Werten haben, wie wir.“ Das ist nach seinen Worten eine positive Voraussetzung.“

    „Herr Trump sagte während der Wahlkampagne, er halte es für richtig, die russisch-amerikanischen Beziehungen zu normalisieren, und sie würden bestimmt nicht noch schlechter, denn sie können eigentlich nicht noch schlechter werden. Da bin ich mit ihm einverstanden. Wir werden gemeinsam darüber nachdenken, was wir tun könnten, damit sie besser werden“, so Putin.

    Zum Abschluss der Pressekonferenz wurde er nach Terminen seines möglichen Treffens mit Trump gefragt. Darauf sagte der russische Staatschef, der designierte US-Präsident brauche Zeit, um seine Administration zu bilden. „Ohne das wären unvorbereitete Treffen wohl sinnlos“, betonte er.

    Bereits kurz nach der Pressekonferenz wurde er zudem gefragt, ob er bereit wäre, selbst zu Verhandlungen in die USA zu reisen. „Wenn ich eine Einladung bekomme, dann reise ich natürlich dorthin“, antwortete Putin.

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    Putins „Große Pressekonferenz“ 2016 (19)

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    Tags:
    EU, Donald Trump, Wladimir Putin, USA, Russland
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    Alle Kommentare

    • Malak Bremen Bosch
      Ich sage es immer Merkel muss weg die bringt Unruhe rein ,,was hatt ihr Russland getan das die russische Bürger bestraft .die Krim was hatt sie von der Krim ,ist dort Gold oder was ? Krim gehört nicht Merkel weder Europa die Krim gehört Russland die waren immer dort stationiert..Merkel kann froh sein das Russland keine rote Karte an Europa schickt weil Merkel und Co Unruhe gebracht haben in der Ukraine mit den idioten klitschko..Europa hatt Ukraine mit Visa und eu Beitritt zugesagt bis heute Kamm nichts ,normalerweise muss Russland Europa bestrafen für den Putsch..aber nein Europa bestraft Russland .das ist ein Witz ,,hier ist klar zu sehen das USA und Brüssel nur scharf waren auf der Krim,und putin war schneller ,,,und richtig sooo .europa und USA sollen sich um israel kömmern die klauen jeden Tag gründstücke von palistina und weiten sich aus warum sagt keiner dort was .merkel hatt ne gehörnwäsche bekommen von Hilary Clinton das ist so ..das kommt davon wenn Mann auf alte Frauen hören .putin will nur seine Ruhe haben und die scheiss NATO soll sich nicht näheren an der Grenze das weis jeder aber nein die wollen die Krim.europa kann froh sein das putin bis jetzt nicht die Geduld verloren hatt ,es reicht jetzt Sanktionen weg Krim anerkennen und basta es gibt andere Probleme auf der Welt als kindersanktionen die Europa erfunden hatt ,wahnsinnnnn die Merkel Pfui
    • richard.gerhard
      "Das ist wohl ein klarer Beweis nicht nur für das Interesse der Bundesbürger für Russlands Position zu den wichtigsten Problemen der Weltpolitik, sondern auch dafür, dass Putin in Deutschland an Stellenwert gewinnt."

      Selbst dem Dümmsten und dem Blindesten kann das nicht entgangen sein. Schlimm genug, daß man in Europa erst jetzt darauf kommt. Spät, aber offensichtlich nicht zu spät.
    • zimboAntwort anMalak Bremen Bosch(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Malak Bremen Bosch, Merkel ist VSA.

      Die Nato wollte vorrücken und keine Volksabstimmung.
    • Гражданин
      Das wird kein Bundestagswahlkampf der „Putin-Versteher“ , sondern ein Wahlkampf zur Migrationsfrage. Die Altparteien werden noch ein paar Karnickel aus den Hut zaubern und die AfD wird zu Tisch gebeten - ein konservatives Zufriedenheitsgefühl wird des Bürgers Herz erfüllen - vermutlich aber nur bis zum nächsten Terroranschlag.
    • zivilistAntwort anГражданин(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      гражданин,

      wenn Mutti noch eine Wahl gewinnt, kommen größere Projekte, den friedlichen Zeiten der Terroranschläge werden wir dann nachtrauern
    • ГражданинAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, wenn D. Trump diese Dauerbestürzte wieder abkommandiert, wird sich evtl. W. W. Putin vor der UNO erklären müssen ;-))
    • Grenzbeobachter
      Mich erstaunt immer wieder aufs neue die logisch einwandfreien, deeskalierenden Aussagen von Putin: Diplomatische Meisterleistungen!
      Ich erlebe Putin als einen behutsamen Psychiater, der mit geduldiger Hand auf eine wildgewordene, geistesgestörte Patientin - US-Europa- einwirkt.
      Doch der Patientin muss erst noch klar werden, dass Russland nicht ewig mit Gesprächstherapie antworten kann, wenn die kranke Hetzerin und deutsche Kanzlern weiterhin ihre hyänische Politk weiterführt, wird eines Tages Deutschland grauenvoll erwachen und merken, dass es keine Freunde mehr hat auf dieser Welt und das Merkel-Regime auf die falsche Karte gesetzt hat. Diese Entwicklung zeichnet sich bereits ab....Putin hat in sehr diplomatischer Form darauf hingewiesen, seine Hand bleibt noch zum Freundschaftsschluss ausgestreckt.
    • Joke
      Die Völker der EU sollten ihre eigenen Interessen vertreten, weder die von Obama, noch die von Putin. Um diese Interessen zu erkennen, ist eine differenzierte Information und Argumentation notwendig. Leider steht es damit nicht gut. Wir haben die westlichen Mainstream-Medien, die ein einseitiges, zum Teil gefälschtes, Bild von Putin und Russland zeichnen. Sie tun so, als sei die Moral auf ihrer Seite. Dabei wird verschwiegen, dass die USA für viele Krisen und für tote Zivilisten, u.a. im Irak, Afghanistan und Syrien, mitverantwortlich sind. Wenn US-Soldaten Krankenhäuser bombardieren, sind das „Kollateralschäden“, wenn andere dies angeblich tun, sind das Kriegsverbrechen. Die Kosovo-Albaner dürfen ihr „Selbstbestimmungsrecht“ bekommen, die Krimbewohner und Osseten aber nicht. Haben die Rebellen in Aleppo denn nur mit Platzpatronen geschossen und keine Zivilisten getötet? Ferner gibt es Rechtspopulisten und andere Internetnutzer, wie zum Beispiel Jens Jakob, die mit Stammtischparolen Stimmung verbreiten und Diskussionen verhindern. Die Interessen der EU und die Interessen der Russischen Föderation sind nicht identisch. Die Völker der EU haben aber auch nicht, wie die bisherigen US-Regierung das Interesse, Russland einzukreisen und zurückzudrängen. Wir brauchen eine zweite Entspannungspolitik.
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