03:19 03 Juni 2020
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    Der amerikanische Ex-Außenminister Henry Kissinger soll einen Plan zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und den USA entwickeln, wie die „Bild“-Zeitung am Montag schreibt.

    Kissinger soll demnach Vermittler zwischen den beiden Staaten werden. Er meint, „ein Zugehen auf Russland ist der richtige Schritt, um sich gegen das militärisch immer mächtiger werdende China zu positionieren“. Ein Gleichgewicht zwischen den USA und Russland stärke die globale Stabilität.

    „Laut einer Analyse für westeuropäische Nachrichtendienste, die sich auf Informationen aus dem Trump-Team beruft, strebt der künftige Präsident die Aufhebung der Russland-Sanktionen auf,Empfehlung Kissingersʻ an“, berichtet das Blatt.

    Außerdem empfehle es der Ex-Außenminister, die vorrangige Rolle Russlands auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetrepubliken anzuerkennen. 

    Für die Ukraine solle ein Masterplan zur politischen und wirtschaftlichen Entwicklung erstellt werden, Russland solle die Sicherheit der Ost-Ukraine garantieren. Aber gleichzeitig „stört sich der Westen nicht weiter an der Krim-Frage“, schreibt die Zeitung weiter. Die Halbinsel Krim solle kein Streitthema mehr zwischen den alten Supermächten sein.

    Die Krim war im März 2014 — nach gut 22 Jahren im Bestand der unabhängigen Ukraine — wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war der nationalistisch geprägte Staatsstreich in Kiew gewesen, bei dem der damalige Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet worden war.

    Der Westen hatte die Abspaltung der Krim nicht anerkannt und Sanktionen gegen die Halbinsel verhängt.

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    Tags:
    Sanktionen, Beziehungen, Donald Trump, Henry Kissinger, Krim, Russland, USA