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06:18 24 Juli 2019
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    Blumen zum Gedenken an die beim Tu-154-Absturz getöteten Mitglieder des Armeechores

    Flugzeug-Tragödie: Lag die Tu-154 „seltsam“ in der Luft? - Augenzeuge

    © AFP 2019 / Vasily Maximov
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    Tu-154-Tragödie über Schwarzem Meer (55)
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    Ein Mitarbeiter der russischen Küstenwache hat bekräftigt, dass die Ursache für den Absturz der Tu-154 bei Sotschi ein Pilotenfehler gewesen sein könnte. Das berichtet das russische Nachrichtenportal Life.ru am Dienstag.

    Ein Mitarbeiter der Küstenwache der FSB-Grenztruppen habe sich im Augenblick des Unglücks in den Küstengewässern vor Sotschi befunden. Wie er laut der Zeitung „Kommersant“ sagte, habe das Flugzeug, anstatt in die Höhe zu steigen, schnell an Höhe verloren. Dabei sei selbst für eine Landung auf dem Wasser die Position der Maschine in der Luft seltsam gewesen.

    Bei geringer Geschwindigkeit habe sich die Tupolew-154 mit unnatürlich gehobenem Bug bewegt, „wie ein Motorrad, das nur auf dem Hinterrad fährt“. Bald darauf habe das Flugzeug mit dem Heck die Wasseroberfläche berührt und sei schnell gesunken, hieß es.

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    Diese Aussage bestätige die Version, dass menschliches Versagen zu dem Absturz geführt haben könnte. Vermutlich brachten die Piloten die Maschine nach dem Start in einen überkritischen Steigwinkel. Das Flugzeug soll zwar noch mit normaler Geschwindigkeit von 345 Kilometer pro Stunde von der Piste abgehoben haben. Doch schon wenige Sekunden nach dem Start habe es an Höhe verloren. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Piloten ihre Maschine zu energisch hochgezogen haben könnten.

    Aber auch technische Faktoren werden von den Ermittlungsbehörden erwägt, darunter beispielsweise eine Überlastung des Flugzeuges.

    Am frühen Sonntagmorgen ist ein Flugzeug vom Typ Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums sieben Minuten nach dem Start vom Flughafen Adler bei Sotschi aus bisher ungeklärter Ursache ins Schwarze Meer gestürzt. An Bord waren acht Besatzungsmitglieder und 84 Passagiere: Unter ihnen waren  Sänger, Solisten, Musiker und Tänzer des weltberühmten Alexandrow-Chors, drei TV-Filmteams mit insgesamt neun Journalisten sowie die weltweit engagierte Ärztin und Leiterin der Wohltätigkeitsstiftung „Gerechte Hilfe“, Jelisaweta Glinka, auch bekannt als „Doktor Lisa“.

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    Tu-154, FSB-Grenzdienst Russlands, Sotschi, Russland