19:29 01 Juni 2020
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    Moskau begrüßt laut Kremlsprecher Dmitri Peskow die Beteiligung des Ex-US-Außenministers Henry Kissinger am Wiederaufbau der Beziehungen zwischen Russland und den USA. Doch liege nun die Entscheidung allein bei Washington.

    „Kissinger bleibt auch weiterhin einer der weisesten Politiker und klügsten Experten, der über ein tiefgründiges Wissen im Bereich russischer Angelegenheiten sowie der russisch-amerikanischen Beziehungen verfügt“, so Peskow am Dienstag gegenüber Journalisten.

    „Sollten ein solches Expertenwissen und die jahrzehntelang gesammelten Erfahrungen auf irgendeine Art und Weise gefordert, würden wir dies nur begrüßen“, so Peskow weiter. Doch liege die Entscheidung hinsichtlich einer Anwendung dieser Erfahrung nicht bei Moskau, sondern allein bei den Kollegen in Washington. „Wir können uns hier nicht einmischen“, schloss Peskow.

    Am Vortag hatte die Zeitung „Bild“ unter Berufung auf eine Analyse für westeuropäische Nachrichtendienste, die sich auf Informationen aus dem Trump-Team beruft, berichtet, dass der künftige US-Präsident Donald Trump die Aufhebung der Russland-Sanktionen auf „Empfehlung Kissingers“ anstrebe.

    Kissinger empfehle, so die Zeitung weiter, die Vorherrschaft Russlands in den einstigen süd-westlichen Sowjetrepubliken von Weißrussland und der Ukraine über Georgien bis nach Kasachstan anzuerkennen. Das würde bedeuten, dass die USA Russland politisch den Raum zwischen Polen/Baltikum, dem Iran/Afghanistan und China als Einflusssphäre zugestehen würden.

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    Tags:
    Aufhebung, Sanktionen, Entscheidung, Experten, Beziehungen, Wiederaufbau, Henry Kissinger, Dmitri Peskow, USA, Russland