20:27 19 Oktober 2017
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    Auswertung der Blackbox-Aufzeichnungen

    Tu-154-Tragödie: Magnetband deutet auf zerstörte Blackbox

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    Tu-154-Tragödie über Schwarzem Meer (55)
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    Rettungseinheiten haben am Absturzort der Unglücks-Tupolew im Schwarzen Meer ein Magnetband gefunden, welches vermutlich zu einer dritten Blackbox der Maschine gehörte, wie aus Sicherheitskreisen verlautete.

    „Es wurde ein langes Band, vermutlich aus der dritten Blackbox, gefunden“, hieß es. Das Band sei gesammelt und dem Militär übergeben worden. Wenn das Band wirklich von der dritten Blackbox stammt, bedeute das, dass die dritte Blackbox zerstört wurde.

    Sucharbeiten am Absturzort der Tu-154
    © Foto: Russlands Zivilschutzministerium

    Zwei Flugschreiber waren zuvor bereits zur Entzifferung in ein Forschungsinstitut der russischen Luftwaffe nach Moskau gebracht worden. Obwohl ein Großteil der Rettungsarbeiten schon beendet ist, sei es noch zu früh  irgendwelche Schlussfolgerung zu ziehen. Solange die Blackboxes nicht entziffert sind, ermittelt die Untersuchungskommission weiter in alle möglichen Richtungen zur Ursache der Tragödie.

    Bislang gelten ein Bruch, minderwertiger Kraftstoff, eine Triebwerkstörung oder ein Pilotenfehler als mögliche Ursachen der Katastrophe, hieß es aus dem russischen Verteidigungsministerium.

    Die Rettungsarbeiten am Absturzort gehen derweil weiter. Die Hauptphase der Arbeiten gilt als beendet,  dabei sind alle große Wrackteile und Tausende Kleinteilen des Flugzeugs geborgen worden.

    Sucharbeiten am Absturzort einer Tu-154 über dem Schwarzen Meer
    © Foto: Pressedienst des Zivilschuztministeriums Russlands

    Die Maschine vom Typ Tupolew-154 des russischen Verteidigungsministeriums war am Sonntagmorgen sieben Minuten nach dem Start in Sotschi aus bisher ungeklärter Ursache ins Schwarze Meer gestürzt. An Bord waren acht Besatzungsmitglieder und 84 Passagiere, größtenteils Musiker aus dem weltberühmten Alexandrow-Ensemble (auch bekannt als Chor der Roten Armee) sowie Journalisten. Des Weiteren befand sich auch die russische Wohltäterin und Leiterin der Stiftung „Gerechte Hilfe“ Jelisaweta Glinka, als „Doktor Lisa“ bekannt, an Bord.

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    Tu-154-Tragödie über Schwarzem Meer (55)

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    Tags:
    Ermittlungen, Blackbox, Flugzeugunglück, Flugzeugabsturz, Tu-154, Verteidigungsministerium Russlands, Schwarzes Meer, Sotschi, Russland
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