03:52 06 August 2020
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    Die Mehrheit des deutschen Mittelstandes wünscht sich nach einer Umfrage des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) keine Fortsetzung der schwarz-roten Bundesregierung.

    Der Mittelstand gehe „mit gemischten Gefühlen ins neue Jahr" und wolle eine andere Regierung, sagte Verbandspräsident Mario Ohoven bei einer Pressekonferenz in Berlin.

    „Offenbar haben die Mittelständler kein Vertrauen mehr in die Reform- und Innovationskraft der Bundesregierung“, konstatierte er. Für eine Fortsetzung der großen Koalition sollen lediglich 12 Prozent der befragten Unternehmer gestimmt haben.

    Nach der Bundestagswahl würden 46 Prozent der Mittelständler eine schwarz-gelbe Koalition (Koalition aus CDU, CSU und FDP) und 13 Prozent ein „Jamaika“-Bündnis aus Union, Grünen und FDP bevorzugen.

    Manifestation gegen Merkels-Migrationspolitik in Berlin (Archivbild)
    © AP Photo / Michael Sohn
    Man befürchte, dass das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr niedriger ausfallen werde und rechne mit negativen Folgen nach dem Brexit.  Zudem würde auch die finanzielle Lage in Italien den Mittelständlern  Sorgen bereiten.  Falls dazu noch Marine Le Pen die Wahl in Frankreich gewinnen sollte, fürchte man gar um die Existenz der EU, betonte der BVMW-Präsident.

    Zu den wichtigsten Aufgaben der neuen Regierung solle der Bürokratieabbau (80 Prozent), Steuer- und Abgabensenkung (57 Prozent) und die Verbesserung der Infrastruktur (48 Prozent) gehören. Außerdem sollte sie investitionsfreundlichere Rahmenbedingungen schaffen.

    An der Umfrage vom 12. bis 27. Dezember haben sich nach BVMW-Angaben rund 2800 Unternehmen beteiligt.

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    Tags:
    Bundestag, CDU, FDP, CSU, Angela Merkel, Berlin