22:31 28 November 2020
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    Bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition auf einen Krankenhaus-Parkplatz nahe dem irakischen Mossul sind möglicherweise Zivilisten getötet worden, wie Reuters unter Berufung auf das Pentagon meldet.

    Demnach wurde ein Transporter mit Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh) bei Mossul attackiert. Später habe sich herausgestellt, dass der Wagen sich auf dem Parkplatz eines Krankenhauses  befand.

    „Als Folge könnte es zivile Opfer gegeben haben“, zitiert Reuters die Erklärung des US-Militärs.

    Am 7. Dezember hatte die internationale Koalition ein Krankenhaus in Mossul aus der Luft angegriffen, das von IS-Terroristen als Stabsräume genutzt wurde. Die Koalition will beim Planen und Ausführen der Luftschläge alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen haben, um das Risiko für Nichtkämpfende zu verringern, hieß es auf der offiziellen Webseite der Anti-IS-Operation „Inherent Resolve“.

    Mossul steht seit zwei Jahren unter IS-Kontrolle. Die Bodenoperation zur Befreiung der Stadt hatte am 17. Oktober 2016 begonnen. Daran nehmen die irakischen Streitkräfte, kurdische Milizen und Freiwilligen-Formationen teil. Die US-geführte internationale Koalition unterstützt den Vormarsch aus der Luft.

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    Tags:
    Zivilopfer, Anti-IS-Koalition, Islamischer Staat, Pentagon, Mossul, Irak