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    Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte

    Knallhart: Duterte hat keine Zeit, nett zu sein

    © REUTERS / Romeo Ranoco
    Politik
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    Der philippinische Präsident versucht nach eigener Aussage nicht, ein beliebter Präsident zu sein und hat auch keine Zeit, nett zu sein.

    „Ich strebe nicht danach, ein populärer Präsident zu sein, ganz und gar nicht“, sagt Duterte in einem Gespräch mit dem staatlichen TV-Sender PTV4. Er erinnerte an sein „feierliches“ Wahlversprechen, Kriminalität, Drogenhandel und Korruption auszumerzen.

    „Mein Job, mein Versprechen an euch ist, die Korruption und illegale Drogen auszumerzen. Ich werde das auch tun“, so der philippinische Staatschef. „Ich habe keine Zeit, um nett zu sein.“

    Er wünschte, er könnte zu seinen Bürgern netter sein. „Aber die Aufgabe muss erledigt werden, und ich werde sie erledigen“, betonte Duterte. Und er werde seine Arbeit zu Ende führen, selbst wenn dies ihn sein Präsidentenamt oder gar sein Leben kosten sollte.

    Duterte bekräftigte zugleich seine Bereitschaft, zurückzutreten, wenn das philippinische Volk glaube, er sei nicht mehr in der Lage, die Probleme im Lande zu lösen.

    Der philippinische Staatschef führt einen erbitterten Kampf gegen Drogenkriminelle in seinem Land und wird für sein hartes Vorgehen international und insbesondere von der US-Regierung scharf kritisiert. Nach jüngsten Polizeiangaben wurden seit Dutertes Amtsantritt mehr als 3000 Menschen im Lande getötet, die mit dem Drogenhandel verbunden waren.

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    Tags:
    Drogenhandel, Rodrigo Duterte, Philippinen
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