05:17 16 Juli 2018
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    „Ich weiß etwas“ – Trump will über angeblich russische Hackerangriffe auspacken

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    Politik
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    Der designierte US-Präsident Donald Trump verfügt nach eigenen Worten über nicht öffentlich bekannte Angaben zu den angeblichen Cyberattacken im US-Präsidentschaftswahlkampf und will sie noch in dieser Woche publik machen. Die scheidende US-Administration von Barack Obama macht Moskau für die Hackerangriffe verantwortlich.

    Trump, der am 20. Januar sein Amt als US-Präsident offiziell antreten wird, bezweifelte am Sonntag erneut, dass die Vorwürfe gegen Russland etwas auf sich haben. „Ich weiß Dinge, die die anderen nicht wissen“, beteuerte Trump vor Journalisten nach Angaben der US-Zeitung „The Hill“. „Sie werden am Dienstag oder Mittwoch alles erfahren“, versprach er.

    In dieser Woche trifft sich Trump mit Vertretern der amerikanischen Geheimdienste, um sich über konkrete Indizien gegen russische Hacker berichten zu lassen. Wie zuvor berichtet worden war, soll von den vermeintlichen Hackerangriffen unter anderem die Demokratische Partei des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama betroffen gewesen sein.

    Obama machte die russischen Geheimdienste GRU und FSB für die Cyberattacken verantwortlich und verhängte am Donnerstag gegen diese und sieben weitere russische Organisationen und Privatpersonen Sanktionen. Darüber hinaus stempelte Obama 35 russische Diplomaten als Agenten ab und verwies sie des Landes. Auf seinen Befehl wurden zwei russische Niederlassungen in New York und Maryland dicht gemacht.

    Russland weist die Vorwürfe von sich. Der Kreml kündigte spiegelbildliche Gegenmaßnahmen an, der russische Außenminister Sergej Lawrow schlug die Ausweisung von 35 US-Diplomaten vor. Doch Staatschef Wladimir Putin lehnte die Vergeltungsmaßnahmen überraschend ab. Obamas letzte Sanktionen seien zwar provokant, doch Russland werde seine nächsten Schritte bei der Wiederherstellung der Beziehungen zu den USA je nach Politik der Administration von US-Präsident Donald Trump gestalten, begründete Putin seine Entscheidung.

    Putin sprach zudem eine ungewöhnliche Einladung aus: Alle Kinder der in Russland akkreditierten US-Diplomaten dürften an den Weihnachts- und Neujahrsfeierlichkeiten des Kremls teilnehmen.

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    Tags:
    Donald Trump, Barack Obama, Wladimir Putin, USA, Russland
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