17:54 28 April 2017
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    Barack Obama und Donald Trump im Weißen Haus

    Genuss und Sorgen: Was Obama von Trump und Putin hält

    © REUTERS/ Kevin Lamarque
    Politik
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    Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat die Gespräche mit seinem Nachfolger Donald Trump nach eigenen Worten wirklich genossen, obwohl Trump und er „gewissermaßen Gegensätze“ seien. Der Noch-Staatschef äußerte sich auch zu der Popularität des russischen Staatschefs, Wladimir Putin, in den USA.

    „Wissen Sie, ich glaube, er ist sehr einnehmend und gesellig“, sagte Obama im Interview gegenüber ABC News. Die Gespräche mit dem künftigen US-Präsidenten bezeichnete Obama als „herzlich“: Trump sei offen für Vorschläge gewesen.

    „Ich habe die Gespräche, die wir geführt haben, genossen“, so Obama weiter. Trump wirke wie jemand, dem es nicht an Selbstbewusstheit fehle.

    Der scheidende Staatschef ging auch auf Trumps Umgang mit den US-Geheimdiensten ein: Obama soll den künftigen Präsidenten aufgerufen haben, den US-Geheimdiensten mehr Vertrauen entgegenzubringen. Trump hatte zuvor erklärt, er habe kein Interesse an täglichen Briefings mit Vertretern der Geheimdienste, weil er eine kluge Person sei und man ihm dieselben Sachen nicht jeden Tag zu sagen brauche. Zudem äußerte er Zweifel an den Vorwürfen der Geheimdienste über angebliche russische Hackerangriffe und Russlands Einmischung in die US-Wahlen.

    In den Unterhaltungen mit dem designierten Präsidenten habe er auch betont, so Obama, dass Trump die USA nicht wie ein Familiengeschäft leiten könne. „Man muss Respekt für die Institutionen (…) haben, um gute Entscheidungen treffen zu können“, so der scheidende Präsident.

    In dem Interview zeigte sich Obama auch über die wachsende Popularität des russischen Präsidenten Wladimir Putin in seinem Land besorgt: Es sei beunruhigend, dass manche Republikaner, Experten oder Kommentatoren mehr Vertrauen in Putin als in die Demokraten hätten. In dem Interview bezeichnete Obama Putin als Gegner. Wenn die Amerikaner mehr Neigung gegenüber einem solchen Leader als gegenüber den eigenen Behörden zeigten, dann hätten die USA größere Probleme als Cyberattacken.

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    Tags:
    Geheimdienst, Donald Trump, Barack Obama, Wladimir Putin, USA, Russland
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