18:17 01 Juni 2020
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    Der US-Geheimdienstbericht zu angeblichen russischen Cyberangriffen ähnelt eher einer Pressemitteilung, sagte WikiLeaks-Gründer Julian Assange am Montag während einer Pressekonferenz.

    Die Pressekonferenz wird live im offiziellen Twitter-Profil der Enthüllungsplattform gesendet.

    ​Assange erinnerte, dass das Dokument am Freitag veröffentlicht wurde. Dort seien „nur fünf Seiten der Analyse“ gewidmet. Dabei gebe es keinerlei Beweise dafür, dass hinter den Angriffen auf Server der Demokratischen Partei die russischen Geheimdienste gestanden hätten.

    Unter anderem sei der amerikanische Bericht eindeutig politisiert. Dort gebe es nicht einmal „Versuche, etwas zu beweisen“, so der WikiLeaks-Gründer.

    „Der Bericht, der am Freitag veröffentlicht wurde und dessen Autor die CIA ist, ist kein Geheimdienstbericht. Dort gibt es keine Struktur eines Geheimdienstberichts, keine Struktur eines täglichen präsidialen Briefings. Dies kompromittiert irgendwie den Ruf der amerikanischen Geheimdienste… Das ist eine Pressemitteilung. Es ist offensichtlich, dass er (der Bericht – Anm. d. Red.) für die Schaffung eines politischen Effekts gemacht wurde“, erläuterte Assange.

    Der jüngste Bericht ist die publik gemachte Version des umfangreichen Berichts, den die Vertreter der US-Nachrichtendienste auf Forderung des Präsidenten Barack Obama vorgelegt haben. Schon im Oktober hatten führende amerikanische Geheimdienstler erklärt, „russische Hacker“ würden hinter den Cyberangriffen auf die Wahlsysteme des Landes stehen. Die CIA hatte Russland mittels der Medien beschuldigt, die Server der US-Demokraten gehackt zu haben, um Donald Trump zu helfen, der die Präsidentschaftswahl am 8. November gewonnen hatte. Washington hat indes keinerlei Beweise für Russlands Beteiligung an diesen Hacker-Attacken vorgelegt. Die russischen Behörden haben derartige Beschuldigungen entschieden zurückgewiesen.

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    Tags:
    Julian Assange, USA, Russland