23:01 03 April 2020
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    WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat den Bericht der US-Geheimdienste zu den angeblich russischen Cyberattacken im US-Präsidentschaftswahlkampf als beweislos kritisiert.

    Das Papier enthalte keinerlei Beweise dafür, dass hinter den Angriffen auf Server der Demokratischen Partei die russischen Geheimdienste gestanden hätten, sagte Assange in einer Pressekonferenz am Montag.

    Der scheidende US-Präsident Barack Obama hatte Ende 2016 die russischen Geheimdienste GRU und FSB für die Cyberattacken verantwortlich gemacht und gegen diese und sieben weitere russische Organisationen und Privatpersonen Sanktionen verhängt. Darüber hinaus stempelte Obama 35 russische Diplomaten als Agenten ab und verwies sie des Landes. Auf seine Anordnung hin wurden zwei russische Niederlassungen in New York und Maryland dicht gemacht.

    Am Freitag veröffentlichten die US-Geheimdienste CIA, FBI und NSA einen Bericht, der die Vorwürfe gegen Russland stützen soll. Dieser enthält jedoch– unter Verweis auf die Geheimhaltung – keine Fakten, die als Beweise dienen könnten.

    Ihre Schlüsse über Russlands „geheime Einflussnahme“ auf die Wahlen sind aus Berichten des russischen Fernsehens und aus Beiträgen in den sozialen Netzwerken gezogen worden. Die Hälfte dieses Berichtes ist dem TV-Sender RT und der Agentur Sputnik gewidmet, wobei die Angaben zu RT hauptsächlich aus der Zeit von vor fünf Jahren stammten.

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    Demokratische Partei, WikiLeaks, Julian Assange, USA, Russland