07:08 19 Oktober 2017
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    „Amateurhaft emotional“: Kreml enttäuscht von Hacker-Bericht der US-Geheimdienste

    © AFP 2017/ SAUL LOEB
    Politik
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    Den jüngsten Bericht der US-Geheimdienste CIA, FBI und NSA über die angeblichen russischen Hackerangriffe hat Kremlsprecher Dmitri Peskow als „amateurhaft emotional“ bewertet. Moskau wisse bislang nichts von konkreten Beweisen der US-Seite.

    „Die absolut nicht untermauerten und haltlosen Anschuldigungen sind auf einem ziemlich amateurhaft emotionalen Niveau, das der hochprofessionellen Arbeit von Geheimdiensten nicht entspricht“, sagte Peskow gegenüber Journalisten.

    Welcher Daten sich diejenigen bedient haben, die solche Vorwürfe erheben, sei dem Kreml bislang nicht klar.

    Vergangene Woche hatten die US-Geheimdienste dem künftigen Präsidenten Donald Trump einen streng vertraulichen Bericht zu den angeblichen russischen Hackerangriffen überbracht. In dem Bericht wird sogar behauptet, die Attacken seien vom russischen Präsidenten Wladimir Putin persönlich angeordnet worden. Wenig später wurde eine gekürzte Version veröffentlicht.

    Wie der Präsidentensprecher weiter betonte, ist Moskau dieser Vorwürfe schon „ernsthaft müde“. Die veröffentlichte Version löse nur Enttäuschung aus: Sie sei offenbar stark adaptiert worden und enthalte keinerlei neue Informationen, die eines Kommentares wert seien. Eine so große Menge von Emotionen für ein so „spärliches“ Material finde er einfach verblüffend.

    „Das sehe ich schon wie eine regelrechte Hexenjagd an“, so Peskow weiter. In der US-Geschichte habe es schon mehrmals solche „Hexenjagd-Phasen“ gegeben. Doch danach jedoch seien vernünftige Fachleute gekommen, die einen Dialog und keine emotionalen Ausfälle wollten.

    Auch Trump hatte zuvor in einem Gespräch mit The New York Times die Vorwürfe gegen Moskau eine politische Hexenjagd genannt.

    Russland weist weiterhin jegliche Vorwürfe der Hackerangriffe auf die US-Demokraten zurück. Ob Putin sich mit dem Bericht bereits vertraut gemacht habe, wollte Peskow vorerst nicht kommentieren.

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    Bericht, Vorwürfe, Hackerattacken, Dmitri Peskow, Moskau, Russland, Washington, USA