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21:40 19 Oktober 2019
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan

    Erdogan rechnet 2017 mit politischer Regelung in Syrien

    © REUTERS / Yasin Bulbul/Presidential Palace
    Politik
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hofft, die Syrien-Krise auf politischem Wege im Jahr 2017 beizulegen, wie er laut Medienberichten am Montag in Ankara vor ausländischen Botschaftern sagte.

    „Uns erwartet 2017 eine intensive Zeit. Gemeinsam mit Russland und dem Iran haben wir in Moskau die Plattform für den Prozess in Astana vorbereitet. Die gegenwärtige Waffenruhe öffnet trotz der Verstöße gegen sie ein großes Fenster von Möglichkeiten, und wir hoffen, dass es auf politischem Wege gelingen wird, die Syrien-Krise zu regeln. Wir tun alles dafür“, so Erdogan.

    Er ging auch auf die Beziehungen der Türkei zum Irak und zur Europäischen Union ein und sagte dazu, sein Land habe einen schwierigen, aber aufrichtigen Dialog mit dem Irak aufgenommen. „Wir haben unsere Priorität hinsichtlich des EU-Beitritts nicht aufgegeben, er ist immer noch das strategische Ziel für unser Land. Doch wir werden die Augen nicht vor der europäischen Politik der doppelten Maßstäbe verschließen, die uns gegenüber angelegt werden“, so Erdogan.

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    Zum Thema der Beziehungen seines Landes zu Russland und den USA sagte er, „wenn unsere Beziehungen zur Russischen Föderation besser geworden sind und sich sogar noch weiter gefestigt haben, so spielen hierbei die diplomatischen Bemühungen eine große Rolle. Die Provokation mit der Ermordung des Botschafters (Russlands in Ankara Andrej) Karlow ist nicht gelungen.“

    Er ergänzte, die türkisch-amerikanischen Beziehungen erlebten eine „sehr sensible Periode“. „Ich glaube, dass sich unser Dialog nach (Donald) Trumps Amtsantritt beschleunigt und wir bei der Regelung der regionalen Probleme weiter vorankommen werden“, betonte der türkische Staatschef.

    Der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan hatten im vergangenen Dezember den Konfliktparteien in Syrien vorgeschlagen, Friedensverhandlungen in der kasachischen Hauptstadt Astana zu führen und dadurch die Gespräche im Genfer Format zu ergänzen. Das Treffen in Astana wird am 23. Januar erwartet, und in Genf sollen am 8. Februar Syrien-Gespräche unter der Ägide des UN-Syrienbeauftragten Staffan de Mistura stattfinden.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Recep Tayyip Erdogan, USA, Russland, Irak, Syrien, Türkei