08:50 20 Januar 2017
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    „Erzählen Sie mal von Obamas IS-Entwicklungsbeitrag“ Bitte aus Moskau ans Pentagon

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    Der noch amtierende Pentagon-Chef Ashton Carter soll über den Beitrag des scheidenden Präsidenten Barack Obama zur Entwicklung der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) berichten, wie der Leiter der Kommission für Informationspolitik des Föderationsrates (russisches Oberhaus), Alexej Puschkow, fordert.

    „Carter sollte keine Märchen von einem Nullbeitrag Russlands auftischen, sondern über den Beitrag der Administration Obama zur Entwicklung des IS berichten, der gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad genutzt werden sollte“, schrieb Puschkow am Dienstag via Twitter.

    Zuvor hatte US-Verteidigungsminister Carter Russlands Erfolge in Syrien für „nullwertig“ erklärt. Carter ging sogar einen Schritt weiter und behauptete, das Vorgehen der Russen erschwere die Einstellung des Bürgerkrieges in dem Land. Vielmehr hätten sie den Krieg noch verstärkt, so der Minister.

    Die russische Luftwaffe fliegt bereits seit September 2015 – auf offizielle Bitte der Regierung in Damaskus – Angriffe gegen Stellungen des IS und der mit ihm verbundenen Terrorgruppen in Syrien. Parallel dazu bombardiert eine von den USA angeführte Koalition seit 2014 Syrien.

    In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen stehen bewaffnete oppositionelle, aber auch islamistische Terrorkämpfergruppierungen gegenüber.

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    Tags:
    Anti-Terror-Kampf, Terrormiliz Daesh, Uno, Ashton Carter, Alexej Puschkow, Baschar al-Assad, Barack Obama, Syrien, USA, Russland
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    Alle Kommentare

    • rikasulke
      Sehr geehrter Herr Alexej Puschkow, so sehr ich schon immer Ihre Worte
      schätze, aber Russland soll sich nicht vergleichen mit anderen, denn man
      kann es nicht! So sehr Ihre Forderung an den noch amtierenden Pentagon
      -Chef berechtigt ist, so eben sinnlos ist sie! Russland schlägt unter Putin
      einen Weg ein, der global Achtung und Beachtung findet und jenes reicht!
    • Tunngle
      Aber ist echt schlimm festzustellen was passiert wenn man keine Kultur besitzt und ein Produkt von Versagen der ganzen Welt geworden ist. Da scheint sich das Hirn langsam aufzulösen!
    • Isnogud
      Es ist alles bestens dokumentiert, wer wen im Syrischem gescheiterten Regime-Change unterstützt. Gerichte werden über die Höhe der Repara- und Kompensationen entscheiden.
    • sanpodon
      Ja! Auf diesen Bericht wartet die halbe Welt!
    • zimboAntwort ansanpodon(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sanpodon, die Anordnungen an die EU wären dann auch noch gefragt.
    • sanpodonAntwort anrikasulke(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      rikasulke, nein, eine saubere Zukunft kann ohne sauber geklärte Vergangenheit nicht funktionieren. Der geforderte Beitrag zur Aufklärung ist unverzichtbar als Markierung für spätere echte Untersuchungen durch die Historiker.
    • sanpodonAntwort anzimbo(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zimbo,

      aus der Welt der "Volksvertreter" findet sich aber offensichtlich keiner, der diese Forderung (egal ob mit oder ohne Erfolgsaussicht) formuliert.
    • sanpodonAntwort anIsnogud(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Isnogud,

      je klarer aber das Prinzip hinter dem Einzelfall für die gesamte Welt freigelegt wird, desto wichtiger sind diese Erkenntnisse für die Zukunft.

      Der besondere Vorteil des offiziellen Eingeständnisses der US-Terror-Strategien würde darin bestehen, dass auch der Mainstream dadurch eine weitere Gelegenheit erhalten würde, straffrei in eindeutigen Worten das zu veröffentlichen, was ihm längst bekannt ist.
    • billyvor
      Dem guten Carter bleibt in seiner ganzen Hilflosigkeit kaum etwas anderes übrig, als Russlands Erfolge für "nullwertig" zu erklären. Was soll der Arme sonst sagen?

      Vielleicht: " Russland hat uns erfolgreich daran gehindert, Assad endlich umzubringen und eine Regierung nach US-Wünschen in Syrien zu installieren? "

      Das hieße den Tatsachen Rechnung tragen, und damit haben es die USA bekanntlich nicht so ....... :-[
    • Joesi
      .....toller Alexej Puschkow!! Danke!!
      de.wikipedia.org/wiki/Alexei_Konstantinowitsch_Puschkow
      Intellektuelle Überlegenheit ist für den Kreml eine Leichtigkeit!
      Tolle Leute mit einem tollen Präsidenten!
      Für Donald Trump ist Alexej Puschkow eine e c h t e argumentative Unterstützung, mit den Pentagon Pfeifen als künftiger Oberbefehlshaber abzurechnen und die verantwortlichen US-Verbrecher wegen Hochverrat, Amtsmißbrauch und Bedrohung der Sicherheit der USA , zu eliminieren!
    • matschie2006
      Aber, aber...was Sie Herr Puschkow verlangen geht doch wirklich etwas zu weit.

      Wie können Sie nur vom selbsternannten "Auserwählten Volk" verlangen, dass die ihre Handlungen offenlegen. Ja wie können Sie den nur, das macht man aber nicht.

      Die einzige Sprache, die diese abgehalfterten, in letzten Athemzügen dahin sichenden Figuren verstehen, ist Spott und Häme, wie dies von der Frau Sacharowa und Anderen russischen Regierungs-Vertretern schon geäussert haben.
      Diese Nichtsnutzige Bande von Verbrechern gehören ins Gefängnis.

      Es wird sich zeigen, wenn der Präsident Trump vereidigt ist, ob sich die Politik innerhalb und ausserhalb der USA wirklich verändert.

      Es dürfte eher so sei, dass das andere "Auserwählte Volk" ein erhebliches Wort mitredet. Also machen Sie sich keine Hoffnungen auf "Gut Russland", denn genau die sind die wahren Drahtzieher des internationalen Terrorismus und der Unruhestiftung auf dem Globus.
      Die einzigen die dagegen halten, sind Sie, die Russen, die Chinesen, Nord Korea, und im sehr eingeschränktem Masse, die Deutschen -die noch Klar im Kopfe sind.
    • antares56
      Ich hoffe eine der nächsten Killerdrohnen wird auf den Killerdrohnenoberhäuptling Obama angesetzt! Das wäre ein gerechtes Urteil der Geschichte!
    • Rita_MAntwort anrikasulke(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      rikasulke, hm, ist ja lustig, welche Gerichte sollen da entscheiden? Es gibt im so "tollen Westen" keine unabhängigen Gerichte, die sind alle unterwandert von anderen Kräften. Die US-Regierungen müssten auf mindestens 10 Jahrzehnte erhebliche Reparationszahlungen an alle Staaten leisten, wo sie Regime Change durchgeführt haben.
      Ich lese viele Kommentare, die alle durchweg positiv zu Herrn Putin und der russ. Förderation sich äußern, und das freut mich enorm.
    • rikasulkeAntwort anRita_M(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Rita_M, Sehr geehrte Dame! Ihr letzter Satz gefällt mir sehr!
    • Chris
      Alles ist auf seine Weise relativ, so auch diese Aussagen. Es kommt auf den Kontext an, und im Kontext der amerikanischen Bemühungen ist die Aussage korrekt. Nur was versteckt sich hinter diesen Bemühungen. Geht es tatsächlich um Frieden und Stabilität? Natürlich wird das behauptet, aber ich glaube man weiß garnicht was man eigendlich tut. Es ist als ob ein tollwütiger Hund durch die Gegend rennt und sich nicht entscheiden kann wen er als nächstes angreift. Und dieser Hund hat gleich mehrere Herrchen, die alle etwas anderes von ihrem Hund wollen. Jedenfalls ist keine klare Strategie der USA in ihren Kriegen zu erkennen. Es sind immer nur Bruchstücke, aber aus diesen lässt sich erkennen, daß es hier weniger um Frieden in den betreffenden Staaten geht, sondern um pure Machtpolitik und skrupelloses Geschäft. Und jene die zu leiden haben sind jene, denen man behauptet helfen zu wollen. Es gibt seit dem Beginn des sog. "War on Terror" nur hohle Polemik statt einer klaren Linie. Chancen werden nicht genutzt, und es werden Kräfte unterstützt die dem demokratischen Gedanken eher abgeneigt sind. Wie anders ist zu erklären, daß man vor allem in Syrien bewaffnete Rebellen gegen einen sekularen Staat unterstützt, wärend eine radikalislamische Welle des Irrsinns auf dem Vormarsch ist. Schon der Sturz Sadam Husseins ist nicht mit dem Kampf gegen den Terror zu begründen, egal wie kompromisslos er seind Land führte, es war keine Brutstätte jener Ideologie die heute auch immer mehr für Europa und Russland zum Problem wird. Aber die USA schotten sich selbst ab, dort passieren garnicht so viele Anschläge. Das ist aber auch leicht zu erklären, man muss ersteinmal den Atlantik oder Pazifik überqueren um dort hin zu kommen. Das alles ist ziemlich bequem für die USA, die ihre Kriege schon lange nicht mehr auf eigenem Boden führen müssen. Die haben das Prinzip der Globalisierung für sich wunderbar genutzt, indem sie jeglichen Konflikt einfach auslagern.
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