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    Tatsachen „verstümmelt“: Ex-RT-Moderatorin beschuldigt NYT des „Propaganda“-Lügens

    © Sputnik / Evgeny Biyatov
    Politik
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    Die Ex-Moderatorin des TV-Senders RT Abby Martin hat den jüngsten Bericht der „New York Times“ über die angebliche „Propaganda-Tätigkeit“ des Sendes scharf kritisiert. Der Autor des Artikels habe die Umstände über ihre Arbeit und Kündigung verkehrt dargestellt, nur um sie der Logik des Beitrags anzupassen.

    In dem NYT-Beitrag vom 7. Januar sind die Erklärungen US-amerikanischer Geheimdienste angeführt worden, laut denen der TV-Sender RT „das Vertrauen der Zuschauer in die demokratischen Vorgänge in den USA zerstören will“. Weiter wurde auch Martin erwähnt, die mittlerweile gar nicht mehr für RT tätig ist. 

    In der ersten Version des Artikels hieß es, die Moderatorin habe dem Sender selbst auch Propaganda vorgeworfen und deswegen mitten in einer Live-Übertragung gekündigt. Später wurde der Artikel korrigiert: Nun heißt es, Martin verurteilte in der Live-Sendung das Vorgehen Russlands gegenüber der Ukraine und kündigte an, den Sender darum in einigen Monaten zu verlassen.

    „Meine ganze Tätigkeit bei RT wurde der Logik dieses Materials zugunsten verstümmelt. Sie versuchten gar nicht, mich zu kontaktieren, um alles zu präzisieren“, empört sich die Ex-Moderatorin in einem Kommentar. 

    Die Journalistin hat eigenen Angaben zufolge versucht, sich mit dem Autor des Beitrags in Verbindung zu setzen, damit er die falschen Angaben korrigiert. „Er machte sich aber keine Sorgen darum. Es wurden keine Änderungen vorgenommen. Er ließ alles so stehen, wie es war“, so Martin. 

    Auf ihrer Facebook-Seite schrieb dann Martin, dass sie tatsächlich die Politik Moskaus kritisiert habe. Gekündigt habe sie jedoch erst ein ganzes Jahr später – und das nicht „wegen Propaganda“. 

    „Ich hatte dort tatsächlich mehr Freiheiten als in den meisten von Unternehmen gekauften, führenden Medien“, schrieb Martin weiter. 

     

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    Tags:
    verstümmeln, Sender, Lüge, Propaganda, New York Times, Abby Martin, USA, Russland