12:32 20 Januar 2020
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    John Brennan, der Direktor des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA, hat eingestanden, dass das Team des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama die Folgen des so genannten „Arabischen Frühlings“ falsch eingesetzt habe: Wider Erwarten haben die gewaltsamen Aufstände in der arabischen Welt keine Demokratie einkehren lassen.

    „Washington hatte unrealistische Erwartungen, dass der ‚Arabische Frühling‘ den autoritären Regimes ein Ende setzen und zum Aufblühen der Demokratie führen würde, weil das Volk es so will“, sagte Brennan gegenüber dem Sender CNN. In Wirklichkeit habe die „Demokratie jedoch „in vielen Menschen, Kulturen und Ländern gar keine Wurzeln“ gehabt.

    Zuvor hatte bereits Russlands Präsident Wladimir Putin die USA und ihre Verbündeten gewarnt, „Menschen anderer Kulturen und mit anderen Religionen und Traditionen die eigenen Vorstellungen von Demokratie, von Gut und Böse, einfach aufzuzwingen“.

    Das "einseitige Diktat und das Aufzwingen der eigenen Schablonen" bewirkt laut Putin das Gegenteil: „Konflikte werden nicht beigelegt, sondern sie eskalieren. Anstelle souveräner und stabiler Staaten entsteht ein anwachsendes Chaos. Statt Demokratie wird suspektes Publikum gefördert – angefangen bei ausgesprochenen Neonazis bis hin zu islamischen Radikalen.“

    Der "Arabische Frühling" war eine Welle von Protesten und Aufständen in der arabischen Welt, die im Dezember 2010 begonnen hatte und in vielen Ländern zum Fall der seit Jahrzehnten herrschenden Regimes führte. In den meisten Fällen wurden die Revolutionen von weltlichen liberalen Kräften initiiert, brachten aber Islamisten an die Macht. Die blutigen Aufstände mündeten oft in Bürgerkriege und führten zum Aufstieg diverser Terrormilizen wie etwa des „Islamischen Staates“.

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    Tags:
    Tunesien, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Naher Osten, USA