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06:09 18 Oktober 2019
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    Gedenken an die beim Tu-154-Absturz getöteten Mitglieder des Armeechores

    Moskau dementiert angebliche Ermittlungsergebnisse zu Tu-154-Tragödie

    © AP Photo / Viktor Klyushin
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    Tu-154-Tragödie über Schwarzem Meer (55)
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    Das russische Verteidigungsministerium hat am Dienstag Medienberichte dementiert, wonach die Ursachen des Absturzes der Tu-154 über dem Schwarzen Meer am 25. Dezember bereits ermittelt worden seien.

    Wie der Sprecher der Behörde, Igor  Konaschenkow, erklärte, sei die vom Nachrichtenportal Life.ru veröffentlichte Nachricht „völliger Unsinn und eine Erfindung des Portals“. Die Untersuchungskommission setze ihre Ermittlungen weiter fort, ergänzte er, und bis zu deren Abschluss sei es unzulässig und amoralisch zu versuchen, „jemanden unbegründet zu beschuldigen und sich irgendwelche Schlussfolgerungen auszudenken“.

    Am Dienstag hatte das Nachrichtenportal Life.ru einen Beitrag unter dem Titel „Geheimnis des Tu-154-Absturzes  gelüftet“ veröffentlicht. Demnach sollen Experten der Verteidigungsbehörde ermittelt haben, dass der Copilot den Absturz verursachte, indem er beim Start die Steuerhebel verwechselte und anstatt des Fahrwerks die Querruder eingefahren hätte. Die Tragödie sollen ebenso die geringe Höhe und Überlastung begünstigt haben. Wie Life.ru behauptete, sei man nach der vollständigen Auswertung der Blackbox-Daten zu diesen Schlüssen gelangt.

    „Verdammt, Landeklappen“ – letzte Worte von Tu-154-Pilot kurz vor Crash

    Am 27. Dezember hieß es, die Experten hätten die Aufzeichnungen eines geborgenen Flugschreibers der Tu-154 dechiffriert. Dabei wurde hervorgehoben, dass der Wortwechsel der Crew durch den Ausruf eines der beiden Piloten unterbrochen wurde: „Die Querruder, verdammt!“ Danach sei zu hören gewesen: „Kommandeur, wir stürzen ab!“

    Mehrere Tage später habe dann der Chef des Flugsicherheitsdienstes der russischen Streitkräfte, Sergej Bainetow, erklärt, die Worte des Flugkapitäns verwiesen lediglich auf das Eintreten einer besonderen Situation an Bord, die 10 Sekunden lang dauerte. Die Untersuchungskommission prüfe laut der Verteidigungsbehörde mehrere Ursachen-Versionen für den Absturz der Maschine.

    Am frühen Sonntagmorgen war ein Flugzeug vom Typ Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums sieben Minuten nach dem Start vom Flughafen Adler bei Sotschi, wo die Maschine auf dem Flug von Moskau nach Syrien zum Nachtanken zwischengelandet war, aus bisher ungeklärter Ursache ins Schwarze Meer gestürzt. An Bord waren acht Besatzungsmitglieder und 84 Passagiere: Unter ihnen waren Sänger, Solisten, Musiker und Tänzer des weltberühmten Alexandrow-Ensembles, drei TV-Filmteams mit insgesamt neun Journalisten sowie die weltweit engagierte Ärztin und Leiterin der Wohltätigkeitsstiftung „Gerechte Hilfe“, Jelisaweta Glinka, auch bekannt als „Doktor Lisa“.

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    Tu-154, Igor Konaschenkow, Russland