18:59 20 Januar 2017
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    US-Präsident Barack Obama am Luftwaffenstützpunkt MacDill in Tampa (Bundesstaat Florida)

    US-Militärs sagen jetzt offen, was sie von Obama halten

    © REUTERS/ Kevin Lamarque
    Politik
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    Die Mehrheit der US-Militärs schätzt die Arbeit des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama negativ ein. Das belegt die jüngste Umfrage des Online-Magazins „Military Times“ und des Veteranen- und Soldatenfamilien-Instituts in Syracuse (Institute for Veterans and Military Families).

    Viele Soldaten der meisten Truppengattungen sind demnach unzufrieden mit Obamas Leistungen als Oberbefehlshaber der USA. So haben knapp 60 Prozent der Soldaten der Marine Corps seine Tätigkeit als mangelhaft kritisiert. 53 Prozent der Bodentruppen, knapp 50 Prozent in den US-Luftstreitkräften und knapp 46 Prozent der Marine äußerten dieselbe negative Einschätzung. 

    Insgesamt 29 Prozent aller Militärs haben sich mit der Tätigkeit des scheidenden Präsidenten unzufrieden gezeigt. 

    „Es ist zweifellos, dass sich die Armee dieser Ära als müde einprägen wird. Schuld daran ist der Präsident. Was alle seinen Versprechen betrifft, so sind die Einsätze nicht weniger intensiv geworden, auch die Investitionen in die Streitkräfte haben nicht wirklich zugenommen“, heißt es vom Chef des Programms für internationale Forschungen der Heritage Foundation, James Jay Carafano. 

    79 Prozent der Militärs halten Obamas Entscheidung zur Personal-Reduzierung für falsch. 59 Prozent waren gegen den Truppenabzug aus dem Irak – dies habe die Sicherheit des Landes beeinträchtigt. Viele Soldaten werfen Obama eine mangelhafte Sorge in Bezug auf bedeutsame außenpolitische Gefahren vor — 64 Prozent der Befragten nennen dabei China als eine solche Gefahr. 

    „Er ist ein passiver Kämpfer. Es ist ihm nicht gelungen, die Auslandseinsätze zu Ende zu führen und seine Versprechen zu erfüllen, er hätte das auch nicht meistern können“, sagte Phillip Carter, Chef der Militär-, Veteranen- und Sozialprogramme beim Zentrum für Neue Amerikanische Sicherheit (Center for New American Security). 

    Der ehemalige US-Verteidigungsminister Robert Gates kritisierte Obama bereits in seinen Memoiren für dessen „Unglauben an seine eigene Strategie“. Gates zufolge verhielt sich Obama gegenüber den führenden Offizieren so, als ob sie seine potenziellen Gegner wären, womit er sich das Misstrauen bei den Militärs einhandelte. 

     

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    Tags:
    Leistungen, Einschätzung, mangelhaft, Veteranen, Umfrage, Barack Obama, USA
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    Alle Kommentare

    • Iswall65
      Aha, jetzt, wo Obama seinen Abschied nimmt..........
    • billyvor
      Lese ich da etwa raus, das Obama seinen Militärs immer noch zu wenig gebombt hat??
      Ms. Clinton wäre da sicherlich erheblich "rigoroser" gewesen, sprich: Sie hätte noch weniger Skrupel als der Noch-Präsident gehabt. Dumm gelaufen ......
      Trump? Wir werden sehen.
    • tina
      Die Soldaten jammern herum weil sie nicht genug herumgeballert haben oder was ?
      Und 64 % wurden jeden Tag mit reichlich Hass
      und xy Drogen gefüttert damit sie schön auf Zündung
      bleiben gegen deren zwei Hauptfeinde China u RU.
      Man muss die halt bei Laune halten damit deren Selbstmordrate nicht über die 600 im Jahr steigt.
      Hab ich mal gelesen.
      Zuhause haben die Soldaten ca 1 Million Veteranen
      um die man sich auch wenig kümmert.
      Viele leben in Armut,auf der Strasse,landen in
      Psychatrischen Anstalten.
      Diejenigen die auf der Strasse leben haben keine Zähne
      mehr im Mund und alle möglichen Krankheiten.
      Das habe ich mal in einer Doku über Veteranen gesehen.
      Es ist ein einziges Trauerspiel und es scheint so als
      wollten einige auch keine Hilfe annehmen als eine Art Selbstbestrafung.
    • Sihing
      Sobald die Rautenhexe weg ist kommen unsere Verräter auch
      angekrochen. Verweigert Euch allem und meidet diese Nestbeschmutzer!
    • Denk mit!
      Hollywood läßt grüssen!

      Hollywood, die Brutstätte des USA Nationalismus! Die Abgeordneten der USA Göttlichkeit: 1.Wir sind die „freie Welt“ 2.Wir sind die Besten 3.Wir sind immer die Gewinner 4.Die Anderen sind immer die Bösen 5.YES we can 6.USA zu erst! Man kann deren Überheblichkeit in den Kinofilmen und die Politiker nicht mehr sehen.
    • sachsenhammer1
      Eigentlich spricht das doch für
      Obama, amerikanische Militärs
      sind nach meinen Eindrücken
      dumm aber stark, Obama hat
      ihnen nicht getraut und das war
      für den Frieden gut so.
      Man stelle sich einmal vor,Männer wie McCain würden
      die USA regieren.
    • anitschke
      Man sollte in dem Text das Versprechen mit Verbechen ersetzen dann passt's.

      Kann nicht sagen das mich das stört auch so hat dieser Halsabschneider mit seiner US-Terror-Bande genug Schaden in der Welt angerichtet.

      Logisch natürlich auch das die Anhänger der US-Pleitestaates nun China als ihren Hauptgläubiger als Bösen hinstellen, könnte man sich China entledigen wäre man auch ne Menge Schulden los.
    • Denk mit!Antwort ansachsenhammer1(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sachsenhammer1, ich hoffe das Trump mit seinem Unternehmerverstand diese Leute (Krieger Pfeifen) mit Hilfe seinen Geldes und deren Postenverteilung, beseitigt ! Nicht umsonst hat er die Wahlen gewonnen!
    • boroser1502
      Viele Amis sind ok.

      Auch Amis wollen kein Unrecht gegen Russland und gegen das
      russische Volk.

      Unsere gemeinsame Hoffnung liegt in der Zukunft:

      Dass Amerika und Russland Partnerschaft und Freundschaft
      wieder aufleben lassen.

      Voraussetzung ist ein unbedingtes Ende der willkürlichen
      und herablassenden Politik des Westens gegen Russland.

      Menschen in den USA, in Russland und in anderen Ländern
      möchten nur eines: Frieden. Partnerschaft und Freundschaft.

      Warum die Politik in den USA entgegen den Wünschen
      der Menschen handelt, ist ein unerträglicher Widerspruch.
    • ottmar.mueller.1
      Na ja, nun geht aus dem Beitrag nicht hervor, wie die Fragestellung lautete. Aber was haben Soldaten und Offiziere denn erwartet? Die USA haben für ihre Kriege, die sie ohne Sinn und Verstand angezettelt haben, keine Strategie! Das ist doch deren größtes Problem, eine unfähige, selbstgefällige und dabei äußerst aggressive Elite, die meint nach Gutdünken überall auf der Welt intervenieren zu können. Nun haben die USA mit diesen verbrecherischen Interventionen nur Chaos geschaffen, aus dem kaum herauszukommen ist! Man hat sich nun noch in einem Akt grenzenloser Selbstüberschätzung noch mit Russland angelegt und darüber hinaus sind die USA verschuldet bis über beide Ohren, haben also weder Geld zum Krieg führen noch für die erhofften Investitionen! Aber für einen Amerikaner mit einfacher, politischer Weltsicht, wie es die meisten US-Soldaten einschließlich der Generalität sein dürften, ist es natürlich zu viel verlangt, die Ursachen im eigenen politischen Establishment zu suchen!
    • Гражданин
      Was für eine Demokratie ! Wenn die nicht mal zum TÜV muss ...
      Es kommt eben immer darauf an, WER die Herde führt.
      Vertrumpt nochmal - da geht doch noch was ;-)
    • Udo
      59% waren gegen einen Truppenabzug aus dem Irak, weil dies die Sicherheit des Landes beeinträchtige.
      Die irreale Logik einiger US Militärs ist immer wieder faszinierend.
      Hätten sie dort erst gar nicht herumgebombt, wäre die Sicherheit auch ohne die USA gewährleistet.
      Erst alles kaputtbomben, die Regierung stürzen, dann sagen, die Sicherheit ist nicht gewährleistet, wir müssen Truppen dahinschicken. Wäre eigentlich ein Fall für einen Psychiater. Im Grunde gehört das US Militär in eine geschlossene Anstalt, um den Rest der Welt vor Ihnen und auch, um das Militär vor sich selber zu schützen.

      Nach 5-10 Jahren Behandlung ist vielleicht Besserung in Sicht.

      Bei all dem muss man Obama trotz allem gerade seine gewisse Zurückhaltung zugute halten, die ist mir schon länger aufgefallen, das er zu mindestens nicht aktiv Kriege angezettelt hat. Wenn auch nicht vermieden hat.
      Aber nun ist das Geschichte. Bin gespannt, was nun kommt.
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