09:10 14 Dezember 2019
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    Was Moskau von Minsks neuen „visafreien Kurzreisen“ hält

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    Die von Weißrussland eingeführte Besuchs-Visafreiheit wird die Situation an der russischen Grenze nicht ändern, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag erklärte.

    „Das ist eine völlig interne Angelegenheit Weißrusslands. Aber natürlich existiert der Aspekt unseres Unionsstaates“, so Peskow zu der Entscheidung Minsks,  für Kurzzeit-Touristen aus 80 Ländern über den Flughafen Minsk für bis zu fünf Tagen die Visumspflicht aufzuheben. „Wir sind überzeugt, dass alle erforderlichen Mechanismen in Betracht gezogen wurden.“ 

    Dass diese neuen Regelungen mit Moskau abgesprochen worden seien, sei doch völlig klar, „denn unsere Behörden befinden sich in ständiger, täglicher Korrespondenz, auch im Rahmen des Unionsstaates“.

    Die gemeinsame Arbeit werde nun ein „Projizieren eines derartigen Visaregimes auf unsere Grenze“ verhindern müssen.

    Zur Bereitschaft der russischen Behörden, dem Beispiel Weißrusslands zu folgen, lehnte Peskow jeden Kommentar ab.

    Unter den von Präsident Alexander Lukaschenko am 9. Dezember unterzeichneten Erlass fallen 39 Länder Europas, darunter sämtliche EU-Staaten sowie Brasilien, Indonesien, die USA, Japan und mehrere andere Staaten. Touristen aus den genannten Ländern dürfen nun für fünf Tage ohne Visum über den Flughafen der Hauptstadt Minsk einreisen. Ausreichend dafür ist allein ein gültiges Ausweisdokument.

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    Tags:
    EU, Dmitri Peskow, Russland, Weißrussland, Minsk