07:22 11 Dezember 2019
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    Cyberattacke (Symbolbild)

    US-State-Department rechtfertigt fehlende Beweise für russische Cyberattacken

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    In ihrem jüngsten Bericht zu mutmaßlichen Hackerangriffen Russlands auf politische Institutionen in Washington hat die US-Aufklärung fehlende Beweise für russische Cyberattacken rechtfertigt. „Wir waren bestrebt, unsere Informationsquellen und Arbeitsmethoden der US-Geheimdienste zu schützen“, erklärte US-Außenamtssprecher John Kirby am Dienstag.

    „Es ist nicht verwunderlich, dass der Aufklärungsdienst in der nicht geheimen Version (des Berichts) sensible Informationen schützen wollte, die insbesondere Quellen und Arbeitsmethoden betreffen“, sagte der Sprecher in Washington. „Für die US-Geheimdienste wäre es verantwortungslos, derartige Informationen freizugeben."

    "Die fundamentale Verantwortung der Aufklärung besteht darin, Informationsquellen und Arbeitsmethoden nicht publik zu machen. Die US-Regierung ist davon überzeugt, dass die Geheimdienste ihre Schlussfolgerungen über Cyberattacken in gebührender Weise veröffentlicht haben“, sagte Kirby.

    Dabei versuchte der Sprecher, Probleme des Vertrauens zur US-Aufklärung angesichts ihrer schweren Pannen zu vertuschen, so bei der Einschätzung der Arsenale von Massenvernichtungswaffen im Irak unter Präsident Saddam Hussein. Die damalige Situation hänge mit den jetzt gezogenen Schlüssen in Bezug auf Russland nicht zusammen. „Die US-Behörden haben viel aus früheren Fehlern gelernt und arbeiten jetzt aktiver und enger zusammen. Daher wäre die erneute Kritik an den US-Geheimdiensten vor dem Hintergrund ihrer früheren Pannen ungerecht und fehl am Platze“, sagte Kirby.

     

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    Rechtfertigung, Fehlen, Beweise, Hacking-Bericht, John Kirby, Russland, USA