19:00 20 Januar 2017
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    Der scheidende US-Präsident Barack Obama hält seine offizielle Abschiedsrede in Chicago

    „Rivalen wie Russland und China…“ - Obamas letztes Aufbäumen vorm Abgang

    © REUTERS/ Jonathan Ernst
    Politik
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    Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat am Dienstag in Chicago seine offizielle Abschiedsrede gehalten. Russland und China bezeichnete er dabei als Rivalen, Trump solle ein „fließender“ Einstieg bereitet werden. Die Online-Ausgabe der New York Times hat den gesamten Wortlaut der Rede veröffentlicht.

    Vor allem warnte Obama zum Abschied vor einer Schwächung der demokratischen Werte in den USA und der Welt, was zu Bürgerkriegen und internationalen Kriegen führe und weiter führen könnte. Neben der Gefahr durch den internationalen Terrorismus durch Kämpfergruppierungen wie den sogenannten Islamischen Staat (IS, auch Daesh), stellt er jedoch auch zwei weitere Staaten heraus:

    „Rivalen wie Russland oder China können unseren Einfluss in der Welt nicht erreichen – es sei denn, wir geben auf, wofür wir stehen und verwandeln uns einfach in ein weiteres großes Land, das kleinere Nachbarn mobbt“, so der in eineinhalb Wochen gehende Staatschef. „Das bringt mich zu meinem Schlusspunkt: Unsere Demokratie ist gefährdet, sobald wir das als gegeben annehmen.“

    Gottes Segen auf Trumps Wegen?

    Nach einem religiös anmutenden Einstieg, der die Sonderstellung Amerikas in der Welt herleiten sollte, kam der Noch-Staatschef bald auch auf seinen künftigen Nachfolger zu sprechen.

    „In zehn Tagen wird die Welt Augenzeuge eines Kennzeichens unserer Demokratie“, sagt Obama in dramatischem Ton. „Ein friedlicher Machttransfer von einem frei gewählten Präsidenten zum nächsten.“ Seine Administration werde Trump den „sanftesten wie nur möglich“ Übergang bereiten, „wie es einst Bush für mich tat“, verspricht Obama. Dass derweil gerade US-Panzer nach Osteuropa gebracht werden, der jüngste CIA-Bericht zum angeblichen „Russen-Hacking“ die US-Geheimdienste bloßstellt und just vor dem großen Amtswechsel noch neue Sanktionen angenommen und gar Diplomaten ausgewiesen worden, lässt dieses Versprechen allerdings wenigstens zweifelhaft wirken.

    Was ist die größere Gefahr?

    Die Herausforderung, die „wilde Fanatiker“ im Namen des Islams für eine auf Rechtsstaatlichkeit und Wahrung der Menschenrechte beruhenden Weltordnung bedeuteten, seien derweil nur ein „Bruchteil des Kampfes gegen Autoritarismus und nationalistische Aggression“. Dies stelle für die USA eine viel größere Bedrohung dar als „verminte Autos oder eine Rakete“.

    „Niemand, der Amerika droht, wird sich in Sicherheit wiegen können“, ergänzte Obama. Der IS werde unbedingt zerstört, ist er sich sicher.

    Die gesamte Rede kann in englischer Sprache bei der NYT nachgelesen und angeschaut werden.

    Obama übergibt sein Amt am 20. Januar an den neuen Präsidenten, den Republikaner Donald Trump.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Donald Trump, Barack Obama, USA, Russland, China
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    • HSV FanAntwort anMolotov(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Doringo, "in seinem Land werden die Menschenrechte mit Füssen getreten."

      Das wir unter Trump sicherlich vervielfacht.
    • serendipity
      Kann er nicht konkret sagen von wem die USA bedroht werden? Obama ist ein Beispiel, wie man beobachten kann, wie ein Mensch verfallen kann. Er sieht nur noch Feinde um sich herum.
      Vor 8 Jahren sagte er am Brandenburger Tor (Berlin) Ja wir können. Jetzt steht er vor dem Scherbenhaufen seiner Politik und ihm stehen die Tränen in seinen Augen.
    • Iswall65
      Demokratische Werte?????
      In den USA????
      Wie ist denn der drauf!!!!!
    • flory
      Jetzt muss der Machtgeile auch noch weinen wo er gehen muss. Hoffentlich zündet er in seiner Wut nicht noch ein paar Atombomben, etwa beim Trumptower. Und die große Terrorbelastung ist ein Produkt der hemmungslosen Freundschaft der USA zu Israel.
    • hihardt
      Er leidet unter Verfolgungswahn, was man keinem Menschen wünschen möchte! Wenn aber ein Staatsmann von dieser Krankheit befallen ist, kann er zu einer Gefahr für die ganze Menschheit werden - man erinnere sich an Nero, auch wenn das noch "harmlosere" Zeiten waren und die Waffen nicht so tödlich.
    • NilsMuc79
      Kerry hatte es doch bereits zugegeben, dass sie den Aufstieg terroristischer Gruppen "beobachteten" und der Meinung waren, dass dies ein Problem für Assad werden könnte und dass sie es deshalb zugelassen haben. Was er dabei vergaß zuzugeben war, dass es nicht nur "beobachtet" wurde, sondern dass islamistische Gruppen zudem mit modernsten Waffen versorgt wurden und in der Türkei und Jordanien, von US-Militärberatern, für ihre terroristischen Aktivitäten in Syrien trainiert wurden.
    • max987654321f
      Der grösste Heuchler der je Präsident im weissen Haus war !!
    • Georg_1
      Offenbar glaubt er schon selbst an seine Lügen. 8 Jahre Amtszeit = 8 Jahre Krieg und Drohnenmorde...da muss er sich eben alles schönreden und die Realität ausblenden! Verstehe bloss nicht, dass es Menschen gibt, die solchen Verbrechern noch zujubeln...
      alles-schallundrauch.blogspot.ch/2017/01/obama-und-merkel-rekorhalter-der.html
    • Quetzalcoatl
      Ich erinnere mich noch an vor acht Jahren, wo die ganze Welt voller Hoffnung war, mit Obama endlich wieder einen vernünftigen und weisen US-Präsidenten nach G.W.Bush zu sehen.
      Und heute muss man einfach erkennen, dass Obama sicherlich ein äußerst begnadeter Rhetoriker ist, jedoch uns damit alle geblendet hat. Wir dachten alle, was das doch für ein charismatischer Mann sei, der doch sicher die Welt verbessern wird.
      Obama ist wohl die größte Luftpumpe aller Zeiten in der Geschichte der amerikanischen Präsidenten. Sehr viel Blabla aber nichts getan. Und im Gegenteil... seine rhetorischen Fähigkeiten wurden über die letzten Jahre noch massiv dazu eingesetzt, die tatsächliche Realität zu verdrehen und dies noch bis zu seinen letzten Tagen als Präsident.

      Selbst G.W. Bush war nicht so eine große Enttäuschung, da man ja wusste, was das für ein Idiot war. Obama jedoch hat sich als perfekte Marionette der US-Schattenregierung herausgestellt, als Megaphon der Geheimdienste und Kriegslobbyisten.

      Die USA hatte nie einen schlechteren Präsidenten.....
    • TH62
      "Rivalen wie Russland oder China können unseren Einfluss in der Welt nicht erreichen – es sei denn, wir geben auf, wofür wir stehen und verwandeln uns einfach in ein weiteres großes Land, das kleinere Nachbarn mobbt"

      Das sagt doch alles aus! Warum muss man die ganze Welt beeinflussen und sehr zurückhaltend ausgedrückt moppen. Und nach seinen wünschen formen wollen? Jeder der sich dagegen aufbäumt ist ein Rivale. Kein Staat ist vollkommen, kein Präsident. Entscheidend ist der Weg den man betritt.
    • Pjotr Alexejew
      Arme, schwarze Seele. Ein bedeutungsloser Looser, dessen Abschied wie seine "Präsidentschaft" jämmerlich ausfällt. Niemand hätte vor 8 Jahren gedacht , dass der Saufkopf Bush an menschlichen Schwächen und geistlichen Behinderungen zu übertreffen gewesen wäre aber siehe da! Er hinterlässt mehr Fragen, Sorgen und Elend als sein Vorgänger. Zum Teufel mit ihm!
    • Piero Doldi
      In der Packung 'Obama' war von Anfang an nicht das drin, was draufstand, denn er war nur Aushängeschild und wohlklingende Versprechung für eine Politik, die ganz andere Ziele hatte.

      Die Ernüchterung über das, was er an den Brennpunkten der Welt tatsächlich bewirkte, nahm gerade in den letzten Jahren rapide zu. Friedlicher wurde die Welt gerade in der Region Naher Osten, in der die USA seit 15 Jahren herumrühren, um angeblich Demokratie zu installieren und den Völkern Regimechanges als Heilmittel anpreisen und herbeibomben, absolut nicht, sondern nur noch gefährlicher.

      Seine von ihm unterstützte und noch schlimmer quacksalbernde Präsidentschaftskandidatin Clinton, hätte dem Patienten Naher Osten und Europa mit noch mehr Kriegstherapie vermutlich den Rest gegeben.

      Obama sollte eher Tränen über sein Versagen vergießen, denn selbst seine durchaus sinnvolle Krankenversicherung wird keinen Bestand haben und von den ’Neuen’ restlos in die Tonne getreten. Das ist im ’Land der unbegrenzten Möglichkeiten’ für -zig Millionen tatsächlich arme US-Bürger, die ihre Hoffnungen in diesem Punkt auf Obama richteten, eine soziale Katastrophe.

      Mal sehen, ob es Trump gelingt, die Schritte einer als friedlich deklarierten, doch in Wirklichkeit kriegstreibenden Politik gegen das größte Land der Erde wieder vorsichtig zurückzugehen und die Spannungen zu entschärfen.
    • Georgi Konstantinowitsch
      Es ist einfach nur abstoßend diesen Nochpräsidenten erleben zu müssen.
      Nützlicher Trottel ist eine sehr milde Bezeichnung für den Herren!
      Gleichfalls abstoßend das Auftreten der bestellten Claqueure bei seiner letzten Rede.
      Mr. Obama und seine Administration wollen und können anscheinend nicht begreifen, was sie in den letzten 8 Jahren der Menschheit im Auftrag der US- Oligarchie angetan haben!
      Krank, einfach nur krank!!!
    • FreddyAntwort anHSV Fan(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      HSV Fan, somit gibst du zu, dass unter Obama keine Demokratie herrschte. Zudem soll es ruhig vervielfacht werden, die stehen eh näher an einem Bürgerkrieg, als sie uns weiss machen wollen. Aber das mit dem weiss machen kennste ja selber bestens.
    • At_Tiffany
      Er warnt vor der Politik, die er selber immer betrieben hat..... Das sagt alles!
    • Eurasier
      Obama hat in seiner Amtszeit Europa aus der Weltpolitik ausgeschlossen
      Und kein Land der Welt möchte noch mit den Lakaien der USA mitarbeiten
    • Sihing
      Merkel war ihm die hörigste bei der Ausrottung der Weißen Art.
      Die letzten 5% haben ihre weitere Existenz nun zu sichern.
      Keine weitere Zuwanderung, alle raus!
      Wer sich weigert weg. Da gibt es gar nix zu bereden, weder mit einem Groko noch mit einem Grünen. Alle weg.
    • Konstantino
      Obama hat sich ins Amt gelogen und lügt sich auch wieder raus. Er sollte einen Kriegsnobelpreis bekommen.
    • olli
      Wie ausnahmslos immer, einfach Neusprech, sehen was man will und tat und ins Gegenteil verkehren, da nur die NWOler die NWO wollen.
      Also ist die Wahrheit:
      Rivalen wie China haben wir als unseren einfluss bereits erreicht gesehen, daher kuschten wir bis auf weiteres vor ihnen, das hatten wir bereits aufgegeben. Stattdessen mobbten wir einfach kleinere Länder bzw. welche die wir meinten zu schaffen und wollten in der Zukunft sehen nachdem alles andere zerstört wurde ob wir dann China schaffen. Unsere Demokratie meinten wir bereits in der Tasche zu haben, wie die letzen 100 Jahre.
      So einfach kann man Berichte, grade aus den Usa, übersetzen um die Wahrheit zu erfahren.
      (China wollte übigens auch darauf warten das die USA alles zerstören um dann nachdem nur noch, ich glaube in china heisst es seit Seidenstrassen Zeiten 'böses Volk' übrig ist, alles leicht zu beseitigen.)
    • Cereal Killer
      Der Obanana, immer für einen Scherz gut. Er will die nicht vorhandenen Werte der USA also wahren. Immer wieder lustig, :p
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