21:53 25 Februar 2017
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    Was weiß Moskau über US-Staatschef in spe? „Politische Hexenjagd“ Trump

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    US-Präsident Donald Trump (2017) (198)
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    Der designierte US-Präsident Donald Trump hat jüngste Medienberichte, wonach die russischen Geheimdienste angeblich kompromittierendes Material gegen ihn gesammelt hätten, via Twitter klar zurückgewiesen.

    Nach Angaben des Portals BuzzFeed sollen die US-Geheimdienste den künftigen Chef des Weißen Hauses darüber bei einem speziellen Briefing in New York am vergangenen Freitag informiert haben.

    „Fake News – das ist eine totale politische Hexenjagd“, schrieb Trump via Twitter. „BuzzFeed veröffentlicht ungeprüfte Behauptungen über Trump und Russland“, fügte der designierte US-Staatschef später hinzu.

    ​Trump veröffentlichte zudem einen Bericht seines Anwalts Michael D. Cohen, in dem dieser die am Dienstag erschienenen Behauptungen des TV-Senders CNN, des Portals BuzzFeed und einiger anderen Medien dementiert. So war Cohen nach eigenen Angaben noch „nie in Prag“, und konnte deshalb an keinem geheimen Treffen mit russischen Kreml-Unterhändlern teilnehmen. Cohen war nach eigenen Worten zu diesem Zeitpunkt in Los Angeles, wo er zusammen mit seiner Frau und dem Sohn seinen 50. Geburtstag feierte.

    „Irgendwann muss die Verbreitung von Falschmeldungen doch einmal gestoppt werden. Es geht um den designierten US-Präsidenten“, so Trumps Anwalt. „Wenn wir ein Bild der Stärke und der Intelligenz für ihn in der ganzen Welt schaffen wollen, dann müssen wir auch anfangen, intelligent zu handeln.“

    Zuvor hatte der TV-sender CNN berichtet, dass die US-Geheimdienste letzte Woche den scheidenden und den designierten US-Präsidenten, Barack Obama und Donald Trump, mit geheimen Dokumenten vertraut gemacht hätten, denen zufolge die russischen Geheimdienste über kompromittierende Informationen über ihn verfügten. Den mit dem Inhalt des Briefings vertrauten Quellen des Senders zufolge soll das belastende Material angeblich sowohl die persönlichen Informationen über Trump, als auch einige Finanzdokumente beinhalten. Dies gehe, so CNN, aus einem zweiseitigen Anhang zu dem Bericht der US-Geheimdienste über eine vermeintliche „Einmischung Russlands“ in die US-Wahlen hervor.

    Die Schlüsse der US-Nachrichtendienste beruhen zum Teil auf den aus ihrer Sicht glaubwürdigen Angaben des britischen Ex-Geheimdienstlers. Derzeit prüfe das FBI die Echtheit der bereitgestellten Daten, so CNN weiter.

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    Informationen, fake, Geheimdienst, Donald Trump, USA, Russland