10:44 30 März 2017
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    Was weiß Moskau über US-Staatschef in spe? „Politische Hexenjagd“ Trump

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    US-Präsident Donald Trump (2017) (235)
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    Der designierte US-Präsident Donald Trump hat jüngste Medienberichte, wonach die russischen Geheimdienste angeblich kompromittierendes Material gegen ihn gesammelt hätten, via Twitter klar zurückgewiesen.

    Nach Angaben des Portals BuzzFeed sollen die US-Geheimdienste den künftigen Chef des Weißen Hauses darüber bei einem speziellen Briefing in New York am vergangenen Freitag informiert haben.

    „Fake News – das ist eine totale politische Hexenjagd“, schrieb Trump via Twitter. „BuzzFeed veröffentlicht ungeprüfte Behauptungen über Trump und Russland“, fügte der designierte US-Staatschef später hinzu.

    ​Trump veröffentlichte zudem einen Bericht seines Anwalts Michael D. Cohen, in dem dieser die am Dienstag erschienenen Behauptungen des TV-Senders CNN, des Portals BuzzFeed und einiger anderen Medien dementiert. So war Cohen nach eigenen Angaben noch „nie in Prag“, und konnte deshalb an keinem geheimen Treffen mit russischen Kreml-Unterhändlern teilnehmen. Cohen war nach eigenen Worten zu diesem Zeitpunkt in Los Angeles, wo er zusammen mit seiner Frau und dem Sohn seinen 50. Geburtstag feierte.

    „Irgendwann muss die Verbreitung von Falschmeldungen doch einmal gestoppt werden. Es geht um den designierten US-Präsidenten“, so Trumps Anwalt. „Wenn wir ein Bild der Stärke und der Intelligenz für ihn in der ganzen Welt schaffen wollen, dann müssen wir auch anfangen, intelligent zu handeln.“

    Zuvor hatte der TV-sender CNN berichtet, dass die US-Geheimdienste letzte Woche den scheidenden und den designierten US-Präsidenten, Barack Obama und Donald Trump, mit geheimen Dokumenten vertraut gemacht hätten, denen zufolge die russischen Geheimdienste über kompromittierende Informationen über ihn verfügten. Den mit dem Inhalt des Briefings vertrauten Quellen des Senders zufolge soll das belastende Material angeblich sowohl die persönlichen Informationen über Trump, als auch einige Finanzdokumente beinhalten. Dies gehe, so CNN, aus einem zweiseitigen Anhang zu dem Bericht der US-Geheimdienste über eine vermeintliche „Einmischung Russlands“ in die US-Wahlen hervor.

    Die Schlüsse der US-Nachrichtendienste beruhen zum Teil auf den aus ihrer Sicht glaubwürdigen Angaben des britischen Ex-Geheimdienstlers. Derzeit prüfe das FBI die Echtheit der bereitgestellten Daten, so CNN weiter.

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    Alle Kommentare

    • Baron Urbich
      Mit den US-Geheimdiensten, die wie man sieht offensichtlich gegen den eigenen Präsidenten und Dienstherrn mit Fake-News arbeiten, wird Trump noch viel "Spass" haben. Als rationeller Mitteleuropäer fragt man sich, wo das eigentlich noch enden soll. Im Bürgerkrieg?
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      info
      Was soll der Blödsinn? Wie soll man jemanden, mit etwas Erpressen, mit dem er selber völlig offen Umgeht. Das passt nur für die Verklemmten US Spatzen Gehirne.
    • Gruftmaus
      Vielleicht ist Trump nur Bettnässer und bestellt zb. niemals Pizza.
      Ist er bei Skull and Bones?...auch nicht?
      Kein Satanismus...nicht mal ein klitzekleines Menschenopfer?
      Ich denke Trump ist der Finanzmafia zu wenig erpressbar und deswegen im Schlammwerferfokus.
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      Michail KurzAntwort anBaron Urbich(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Baron Urbich, ich denke, WIR werden "viel Spass" mit Trump haben. Wie kommen Sie eigentlich auf die Idee, es könnte in einem Bürgerkrieg enden? Innenpolitik wird in den USA sehr stark von den Abgeordnetenhäusern, den Regierungen der Bundesstaaten und sogar von Regionalparlamenten beeinflusst. Ob Sie das hören wollen oder nicht, die innenpolitische Situation dort ist sehr stabil. Ein Präsident Trump wird es daher nicht leicht haben, am Volkswillen vorbei zu regieren. Leider werden in den meisten nichtamerikanischen Medien gerne nicht so berichtet.
    • Baron UrbichAntwort anMichail Kurz(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Michail Kurz, meine Besorgnisse kommen daher, daß die Geheimdienste im Bündnis mit Teile der US-Presse die Entscheidung des Volkes, Trump als Präsidenten haben zu wollen, offenbsichtlich in Frage stellen. In einer Demokratie darf man aber niemals das Ergebnis einer demokratischen Wahl zu hintergehen suchen, denn sonst verliert der Staat insgesamt an Legitimität. Auch am Anfang vom Ende der DDR stand der Nichtrespekt und die Verfälschung von Wahlergebnissen durch die SED.
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      hvatzigen
      Ich mach mier vor lachen demnächst die
      Hose voll.
      Die Medien haben doch das ,,Belastungs- Material,,
      längst in die Welt posaunt.
      Von Frauengeschichten, bis der ist Pleite usw.
      Dümmer geht es denn wohl kaum,oder was?
    • avatar
      Novaris
      Selbstverständlich versucht man wirklich ALLES über einen Geschäftspartner in Erfahrung zu bringen, um eine Verhandlung erfolgreich führen zu können. Man kennt dann seine Schwächen und Stärken und wird selbstverständlich seine Schwächen für Damen etc. im Interesse eines guten Geschäftsabschlusses befördern.
      Die US-Geheimdienste und jeder andere Geheimdienst eines Staates auf dem Planeten wird ohne jeden Zweifel entsprechende Personen-Recherchen anstellen.
      Der Vorteil für Mr. Trump liegt nun darin zu wissen, dass er bei Geschäftsabschlüssen seine Schwächen kontrollieren muss, um keine Angriffsflächen für seine Kritiker zu bieten.
      Fazit : Es kann für Mr. Trump nur von Vorteil sein, dass ihn Russland ausgespäht haben soll, was natürlich US-Geheimdienste bei Herrn Putin auch ständig versuchen.
      Unschön ist allerdings, wenn ein Geschäftspartner streut, cholerisch zu sein und ständig einen Revolver bei sich zu tragen (wie geschehen) unter dem Motto : Bitte ruhig und sachlich verhandeln und keine harten Forderungen stellen sonst könnte Gefahr bestehen........ !!
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