11:24 10 Dezember 2019
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    Flüchtlinge, die nach dem Bootsunglück im Mittelmeer gerettet wurden

    Deutschland: Zahl Asylsuchender 2016 um zwei Drittel gesunken – De Maizière

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    Die Zahl der in Deutschland Asyl suchenden Menschen ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr um zwei Drittel gesunken, berichten am Mittwoch deutsche Medien unter Berufung auf eine von Bundesinnenminister Thomas de Maizière vorgestellte Statistik.

    Demnach seien im vergangenen Jahr rund 280.000 Asylbewerber registriert worden. 2015 seien es etwa 890.000 Flüchtlinge gewesen, die nach Deutschland kamen.

    „Es ist gelungen, das Migrationsgeschehen zu ordnen, zu steuern und die Zahl der Menschen, die zu uns kommen, zu begrenzen“, sagte de Maizière auf einer Pressekonferenz in Berlin.

    Unter anderem seien 2016 rund 25.000 Menschen in ihre Herkunftsländer abgeschoben worden, so der Bundesinnenminister. Etwa 55.000 seien freiwillig zurückgekehrt.

    Laut de Maizière ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) durch Maßnahmen wie einen „gigantischen Personalaufbau“ nun „über den Berg“. So sei die Behörde für die „Bewältigung der erheblichen Herausforderungen heute und morgen gerüstet“.

    Ende Dezember berichtete die „Rheinische Post“, die CSU wolle – laut einem Beschlussentwurf für die bevorstehende CSU-Klausur – im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge nach Afrika zurückbringen. Man wolle auf die Kooperationen mit Staaten wie Ägypten oder Tunesien setzen, die den Weg zur Unterbringung aller geretteten Menschen in Nordafrika bereiten sollten. „Nur so legen wir der organisierten Kriminalität auf dem Mittelmeer das Handwerk“, hieß es in dem Papier.

    Zuvor hatte die CSU infolge des jüngsten Terroranschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt eine Beschlussvorlage unter dem Titel „Sicherheit für unsere Freiheit“ vorgelegt, die eine Verschärfung des Umgangs mit der Flüchtlingsfrage forderte.

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    Migranten, Thomas de Maizière, Deutschland